Kate Moss wird Kunst

Skulptur von Kate Moss von Marc Quinn

Skulptur von Kate Moss von Marc Quinn - flickr/*Debs*

Das 1974 in London geborene Topmodel Kate Moss faszinierte die Agenturinhaberin Sarah Doukas, welche Moss 1988 im Alter von 14 Jahren entdeckte, sofort. Noch im selben Jahr begann mit ihrem ersten Auftrag für das Modelabel Calvin Klein die steile Karriere des Models. Von diesem Sprungbrett ausgehend, folgten viele weitere Aufträge für namhafte Labels.

Weitere Stationen durch welche Moss zu einem der populärsten und bestverdienenden Topmodels der Welt wurde, sind unter anderem Gucci, Dolce & Gabbana sowie Chanel. Bei solch einer steilen Karriere unterbleiben Skandale selten, so verbreitete sich 2005 eine Aufnahme von Moss, bei der sie während der Einnahme von Kokain abgelichtet wurde. Aber auch dieser Vorfall ließ sie nicht untergehen. So ist sie, im Gegensatz zu vielen anderen Topmodels, bis heute nicht mehr aus der Modewelt wegzudenken.

Mittlerweile zur Ikone geworden, hat sich ihr Wirkungsradius von der Modewelt bis in andere gesellschaftliche Bereiche erweitert. 2008 zeigte in diesem Sinne das Britisch Museum in einer ihrer Ausstellungen eine vergoldete Kate Moss. Der Künstler Marc Quinn, der Moss als „the ideal beauty of the moment“ bezeichnete, erschuf hierzu eine 50 kg schwere, lebensechte Statue aus purem Gold als Ebenbild des Models. Das auf einen Wert von 1,5 Pfund geschätzte Kunstwerk ist damit die größte Goldstatue, die seit der Epoche des Alten Ägyptens erschaffen worden ist.

Die „goldene Moss“ ist dabei in einer sitzenden Yoga-Position die Hände und Beine hinter dem Kopf verschrenkt dargestellt. Auch wenn die Skulptur lebensecht wirkt, stand zur Modellierung eine erfahrenere Yoga-Ausführende zur Verfügung.

Weitere Ausstellungen wie beispielsweise im Museo de Arte de Lima oder die Porträtierung durch den Graffiti-Künstler Banksy im Stil Andy Warhols erinnern zum einen an Ikonen wie Marilyn Monroe und zeigen zum anderen, dass Kate Moss längst nicht nur ein Model für Labels und Produkte ist, sondern, dass sie selbst bereits zur Kunst geworden ist.

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