Mit Slow Jo den Zeitablauf entspannter betrachten

Lässt sich die Zeit entschleunigen? Mit einem Blick auf die neue Kollektion der Slow Watches könnte man diesen Eindruck fast gewinnen. Ein einziger Zeiger gibt den Takt im 24-Stunden-Rhythmus an, plane Symmetrie herrscht vor. Da gibt es keine Schnörkel, kein verspieltes Detail, nur schlichte Eleganz. Ganz in Schwarz, mit italienischem Kalbslederarmband und dem Zeitmesser im Army-Look oder ganz aus Edelstahl, gebürstet, Gold auf Braun oder silbern mit schwarzem Hintergrund – die Variationsbreite der Ausdrucksformen ist groß, das Konzept das gleiche.

Weiches Leder und Metall für den alltäglichen Gebrauch im Großstadtdschungel oder beim Abenteuer in der wilden Natur, Slow Watches zeigen sich allzeit verlässlich und robust, vor allem in Gefahrensituationen, die etwas Beruhigung für die strapazierten Nerven gut gebrauchen können. Ein verstohlener Blick darauf, und die alte Lässigkeit ist wiederhergestellt. Wer Leder nicht mag und metallene Gliederketten verabscheut, kann auch zu Nylon greifen. Dann wird es sportlich, der Sportsgeist kommt in Shorts und T-Shirt nicht weniger deutlich zum Ausdruck als am knitterfreien Anzug. Hundert Meter tief kann man damit abtauchen, das silberne Edelstahlgehäuse ist garantiert rostfrei und annähernd quadratisch: 38 x 42,5 mm und 8,2 mm stark; es wiegt 67 g. Extra gehärtet zeigt sich das Mineralglas auf cremefarbenem Zifferblatt mit silbernem Zeiger. Das schwarze Nylonarmband fasst Handgelenke von höchsten 195 mm Umfang, die Batterie hält 45 Monate.

Ein Schweizer Uhrwerk, das Ronda Caliber 505.24 H GMT, für den Betrieb von vier Zeigern und der Datumsanzeige konzipiert, konzentriert sich nunmehr auf den einen, das Logo fehlt. Wahre Substanz, so die Meinung des Herstellers, bedarf keines Namensschildchens. Und für Bewunderer, die sich durch ein schlechtes Namensgedächtnis auszeichnen, ist es auf der Rückseite des Gehäuses in dezenter Aufmachung als ständige Erinnerung eingeprägt. Die Einteilung des Zifferblatts zwingt zu entspannterer Betrachtungsweise. Lediglich der exakte Ablaufzeitpunkt einer Viertelstunde ist zweifelsfrei zu erkennen, die Zwischenräume sind auf die Schätzung angewiesen.

Mit ein wenig Übung lassen sich sogar die Sekunden darauf bemessen, doch: Wer will das schon? Zur Zeiteinstellung wird die Krone bis zum Anschlag herausgezogen und anschließend wieder eingerastet, damit nichts eindringen kann. Die unverwechselbare Gestalt des griffigen Gehäuses ist das überzeugende Ergebnis eines langwierigen Auswahlprozesses, der damit den Gipfelsturm bewältigt hat. Aus allen Blickwinkeln wirkt es vollkommen ebenmäßig, wie man es auch dreht und wendet. Das Uhrglas überragt es leicht erhaben, so kommt der Vintage-Look zu seinem Recht. Reflexe sind durch die Beschichtung ausgesperrt, die glänzende Rückseite ist schlicht und einfach achtfach verschraubt.

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