Berlin ist die Fashion-Hauptstadt. Keine Diskussion.

Die am Mittwoch gestartete Berliner Modewoche ist in diesem Jahr so groß wie nie zuvor. Am zentralen Veranstaltungsort der Mercedes-Benz Fashion Week am Beleplatz Unter den Linden zeigen sich in den nächsten vier Tagen 25 Designer und Labels auf dem großen Laufsteg und die beiden Modemessen Bread&Butter und Premium erwarten zehntausende von Besuchern.

Flankiert werden die Mega-Events durch zahlllose Defilées, Showrooms und Präsentationen, und das über die ganze Innenstadt verteilt. Das eigentliche, kreative und teils auch etwas abseitige Flair entwickelt die Modewoche jedoch auch ganz woanders: bei den Off-Veranstaltungen wie der Showroom-Meile oder dem Wedding Dress Festival. Beide Events leben von ihrer bunten Vielfalt, ihren spontanen Momenten und ihrem Schwerpunkt auf junge Designer.

Die so genannte Showroom-Meile featuret beispielsweise über 100 nationale und internationale Modemacher und überzieht zwischen dem 1.und 4. Juli die halbe Stadt mit ihren kleinen Happenings. An mehr als 30 verschiedenen Orten wird ein buntes Programm aus Modenschauen, Designverkauf, Live-Bands, Installationen, Ausstellungen und Attraktionen geboten. Zentrum der bereits 3. Showroom-Meile ist das „Ramazzotti Designers Loft“ im Dom Aquarée, wo den Besucher ein tägliches Live-Programm mit DJ´s, Grafitti Künstlern, Illustratoren und Modenschauen erwartet. Dazu Kollektionen, Installationen und Ausstellungen von der Mediadesign Hochschule Berlin, Best Sabel Berufsfachschule für Design, Designschule Schwerin, AVR van Reimersdahl, Widda, Rebekka Antoniadou, Helena Ruff sowie den Designern aus Quebéc Marie Saint Pierre, Andy the-Anh, Harricana, Parasuco und MO851. Das passende Outfit oder Accessoire gibt es in den temporären Shops „Berlin Design Shop“ und „Cube“.

Ebenfalls mit an Bord ist der Modefilialist Peek & Cloppenburg, in dessen Charlottenburger Filiale junge deutsche Modedesigner wie Majaco, QED, von Wedel & Tiedecken, Zeha Berlin, Bianca Bannach oder Seelenkleid ihre Lieblingsteile präsentieren und verkaufen.

Aber auch andere Orte wie die Galeria Kaufhof am Alexanderpletz, das Kulturkaufhaus Dussmann, die Galieries Lafayette, das Hotel Adlon, die Komische Oper oder das Kino International beteiligen sich an der Showroom-Meile und machen den internationalen Modezirkus so zu einem Sightseeing-Programm der besonderen Art.

Ganz anders strukturiert aber nicht weniger kreativ geht es beim so genantnen Wedding Dress-Festival zu. Junge Designer, kleine Labels und aufstrebende Modeschöpfer lockten hier bereits im vergangenen Jahr über 20.000 Besucher und Einkäufer in den Weddinger Kiez und machten das Festival so zu einem der publikumsstärksten Veranstaltungen der Berliner Modewoche. Dies mag natürlich vor allem daran liegen, dass die Verkaufsschau für jeden zugänglich ist, überzeugt jedoch auch durch ihr attraktives Konzept. So werden in diversen Showrooms und auf einer über 500 Meter langen Straßenmeile mehr als 180 nationale und internationale Designer ihre Kollektionen präsentieren und zum Verkauf anbieten.

Zu sehen gibt es neben unzähligen Jungdesignern auch renommierte Modemacher wie Marcel Ostertag, Kilian Kerner, Julia and Ben, Seelenkleid, Andrea Klüsener, Miriam Schaaf oder Comtesse de la Haye, die teilweise auch eigene Shows auf der Mercedes-Benz Fashion Week am Bebelplatz haben werden.

Beide Konzepte stehen für das Berlin, das im Ausland derzeit als besonders hip und kreativ gilt. So unterschiedlich beide auch angelegt sein mögen, sie bereichern die Berliner Modewoche auf ihre eigene, unverwechselbare Art und Weise und zeigen so, dass die Großveranstaltungen nicht aufgesetzt und im luftleeren Raum angesiedelt sind. Hier merkt man: Die Stadt ist nicht nur in Mode, sie ist Mode.

Quelle: Fashionunited.de

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