Tom Ford: Gucci war Fluch und Segen

Tom Ford über seine Zeit bei Gucci. Der 49-jährige Designer, der das italienische Modehaus wieder in aller Munde brachte, verließ das Label im Jahr 2004 wieder. Schon bald habe ihn das ruhige Leben jedoch zu langweilen begonnen, gesteht er.

„Zum Ende hin hatte ich bei Gucci eine schreckliche Zeit“, behauptet der Modeschöpfer. „Aber die meisten intelligenten Menschen benötigen Zeit, um zu reflektieren, wo sie in ihrem Leben stehen. Ich habe Golf gespielt, aber obwohl ich als Kind sehr gut darin war, war ich als Erwachsener ganz schlecht.“ Schließlich, so führt er aus, habe er begonnen, sich zu langweilen. „Ich musste etwas zu tun haben. Ich bin an einem Tag im Urlaub aufgewacht und habe zu meinem Partner gesagt: ‚Ich möchte wieder Frauenkleidung designen. Ich möchte meine eigene Kollektion entwerfen.'“

Im April 2005 brachte er schließlich sein eigenes Label an den Start und habe dabei auch von seinen Erfahrungen bei Gucci profitiert. Gleichzeitig hätten diese es für ihn jedoch auch „unmöglich“ gemacht, etwas in kleinerer Größenordnung anzugehen. Der britischen Ausgabe der ‚Grazia‘ erklärt er: „Dadurch, dass ich bei Gucci gearbeitet habe, hat es mir es unmöglich gemacht, etwas im kleinen Rahmen zu machen. Wenn ich über die Tom Ford-Kundin nachdenke und mich frage, was sie wohl trägt, dann frage ich mich auch, wie sie riecht, wie ihr Lippenstift aussieht, was ihre Freunde tragen und was ihre Accessoires sind.“ Weiter behauptet er, er mache sich sogar Gedanken darüber, „wie ihr Haus aussieht und worin sie schläft“, und benötige noch ein paar Jahre mehr, damit alles „läuft wie ein Uhrwerk“, und Problemlos funktioniere, schlussfolgert er.

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