Christiane Arp: Die ‚Vogue‘-Chefin über Trends

Christiane Arp sucht nicht nach Trends. Die Chefredakteurin der deutschen Ausgabe der ‚Vogue‘, die den Posten seit nunmehr acht Jahren bekleidet, ist der Meinung, dass es in der Mode nicht um Trends gehe. Vielmehr sei das Ziel hinter der Wahl der richtigen Kleidung, seinen „eigenen Stil auszudrücken“, verrät sie der ‚fr-online‘.

„Ich schaue nicht auf Trends. Wenn Sie mich nach den Trends im Winter fragen, dann sage ich: ‚Weiß ich nicht.‘ Ich glaube nicht an Trends. Ich glaube an ein gutes und an ein schlechtes Modestück“, erklärt die Chefredakteurin, der es nicht darum geht, „die Garderobe von Saison zu Saison auszutauschen.“

Mode müsse, so ist sie sich indes sicher, auch provozieren, um so auch meinungsbildend zu fungieren, erklärt sie und führt aus: „Jede Art von Provokation ist gut und rüttelt wach, um uns hin und wieder zu fragen: ‚Was mag ich, was mag ich nicht, was ist meine Haltung.‘ Wenn alles immer dahinplätschert, nimmt man zu vieles hin, ohne sich eine Meinung zu bilden.“

Ihre Meinung bildet sich Arp dabei auch auf den Modenschauen der verschiedensten Designer und sieht dabei nicht nur Entwürfe, die auf ihr Gefallen stoßen. „Ich sitze dann am Laufsteg und denke: ‚Das kommt überhaupt nicht in Frage.‘ Und dann landet es manchmal doch im Heft, weil es toll gestylt fotografiert wurde“, gesteht sie und macht deutlich, weshalb das so ist. „Meinen persönlichen Geschmack gebe ich an der Redaktionstür ab.“ Trotzdem halte sie mit ihrer Meinung und auch Kritik nicht hinter dem Berg und mache einem Designer auch deutlich, wenn seine Kollektion ihr nicht gefalle, erklärt die erfolgreiche Magazin-Chefin. „Wenn mir eine Kollektion mal nicht gefällt, dann sage ich das auch. Aber immer respektvoll. Wenn uns etwas weniger gefällt, findet man weniger davon im Heft.“

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