Roland Mouret hat keine Muse

Roland Mouret designt für alle Frauen. Der Designer, dessen Kreationen unter anderem von Stars wie Victoria Beckham und Cameron Diaz getragen werden, lässt sich zwar von vielen verschiedenen Frauen inspirieren, will jedoch keiner den Vorzug geben.

Der ‚Vogue‘ berichtet er, was es mit seiner Mode-Philosophie auf sich hat: „Ich designe für jede Frau“, erklärt er. „Ich mag keine Musen, denn wenn man eine Muse hat, dann stellt man jemanden auf ein Podest. Ich sehe die Frauen lieber so, wie sie sind und designe für Frauen, die Spaß daran haben, eine Frau zu sein.“

Eine Dame hat es dem Modeschöpfer allerdings doch angetan und er schwärmt von Wallis Simpson, der Ehefrau des ehemaligen britischen Königs Eduard VIII, für die er den Thron aufgab. „Wie kann man als Modedesigner kein Interesse an ihr haben. Für mich war es sehr interessant, etwas über ihr Leben zu lernen. Was man von außen sieht, ist nicht immer das, was man innen sehen kann“, verdeutlicht er. „Sie war eine der Ersten, die ihre Fertigkeiten als Frau dafür eingesetzt hat, für etwas zu kämpfen – selbst wenn es am Ende nichts gebracht hat. Sie war sehr dünn – ihr Wesen hat sie so attraktiv gemacht, ihr Charisma. Ihr Leben war so schön und traurig. Sie war auf eine schmerzhafte Art sexy. Die Kleidung die sie trug war sehr streng, aber sinnlich.“ Es sei, so beschreibt er sie weiter, „die Bewegung ihres Körpers“ gewesen, die sie attraktiv gemacht habe. „Sie war wie Parfüm, oder mit der Bewegung eines Schleiers zu vergleichen. Fast wie ein Geist. Wir nutzen Kleidung dazu, um unsere Fehler verschwinden zu lassen und das zu betonen, das wir mögen“, schlussfolgert er.

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