Benetton: Unhate-Kampagne sorgt für Wirbel

Foto: Benetton

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Das Modeunternehmen Benetton ist ja unter anderem dafür bekannt, dass man gerne mal mit provozierenden Kampagnen auf sich aufmerksam macht. Was für die einen eine gute Strategie oder sogar Einsatz ist, ist für die anderen einfach nur bloße Provokation. So konnte man auf den Plakaten von Benetton bereits einen sterbenden Aids-Kranken sehen oder die blutige Uniform eines getöteten Soldaten aus Kroatien. Die aktuelle Kampagne trägt den Titel Unhate und sorgt seit ein paar Tagen mal wieder für heftige Diskussionen.

Die Plakate zeigen nämlich Staatsoberhäupter und Religionsführer, die sich gegenseitig küssen. So sieht man auf einem der bearbeiteten Bilder Papst Benedikt XVI., der den ägyptischen Imam Ahmed el Tajjeb auf den Mund küsst. Zudem werden Küsse zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy gezeigt, sowie zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. US-Präsident Obama darf gleich zweimal ran: Zum einen küsst er auf einem Bild Hugo Chávez und zum anderen den chinesischen Präsidenten Hu Jintao.

Über allem prangt das Wort Unhate. Man wolle sich damit gewollt provokant für Liebe und Toleranz einsetzen. Vor allem die katholische Kirche zeigte Letzteres gegenüber Benetton jedoch nicht. Man verletze damit die religiösen Gefühle der Gläubigen. Zudem erweise man dem Papst dadurch alles andere als Respekt. Es sei unannehmbar, dass der Papst auf diese Weise für kommerzielle Zwecke missbraucht werde.

Das Plakat, das den Kuss zwischen Papst und Imam zeigt, wurde inzwischen von Benetton wieder zurückgezogen. Alle anderen Plakate werden weiterhin weltweit zu sehen sein. Was haltet ihr von dieser Kampagne?

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