Anzugkauf – Daran erkennen Sie einen guten Anzug

Herrenanzug

Herrenanzug – flickr/Iain Farrell

Ob man ihn im Büro oder zu einem festlichen Anlass trägt – der Anzug ist bis heute ein Kleidungsstück, das Männlichkeit und Souveränität ausstrahlt. Die Suche nach einem Anzug, in dem man(n) eine gute Figur macht, gestaltet sich jedoch oft als schwieriger als gedacht.

In der heutigen Zeit ist ein guter Anzug glücklicherweise nicht mehr abhängig vom Geldbeutel. Dank automatisierter Schneide- und Nähmaschinen gibt es Modelle von der Stange schon ab zweihundert Euro; wer eine Maßanfertigung tragen will, um perfekten Sitz und Auftritt zu garantieren, muss etwas tiefer in die Tasche greifen – ab fünfhundert Euro sind sie zu haben, Spielraum nach oben offen.

Obwohl es auch bei Anzügen Trends gibt, bleibt er in seiner Form stets gleich und kann über mehrere Jahre hinweg immer wieder aus dem Schrank geholt werden. Deshalb sollten Männer, die nur zu gewissen Anlässen Anzug tragen, von ausgefallenen Stoffen und Mustern, die mit der Zeit vergehen, Abstand nehmen und auf klassische Farben wie Blau, Grau oder Anthrazit zurückgreifen. Schwarze Anzüge sind Feierlichkeiten vorbehalten und nicht für das Büro geeignet.
Bei der Wahl des Materials ist von Synthetikfasern, die schnell knittern und die Körpertemperatur schlecht regulieren, strikt abzuraten. Gute Anzüge für den Alltag werden aus Schur- oder Baumwolle gefertigt; Modelle aus Kaschmir oder Seide sind in höheren Preisklassen erhältlich.

Ob das Sakko im englischen oder amerikanischen Stil – drei Knöpfe und seitliche Rückenschlitze oder zwei Knöpfe und mittiger Rückenschlitz – gehalten werden soll, bleibt dem Träger überlassen. Beide Stile sind zeitlos. Vor allem auf eine gut sitzende Schulterpartie sollte geachtet werden. Der Stoff darf weder überstehen noch spannen und muss die Bewegungsfreiheit des Trägers garantieren. Die Ärmel sollten keine Falten schlagen und bis zum Handgelenk reichen, wobei sie etwa einen bis zwei Zentimeter der Manschette sehen lassen.

Auf gar keinen Fall darf die Hose des Anzugs die Socken des Trägers offenbaren; stattdessen sollte sie sanft auf den Schuhen aufstoßen. Bei Hosen mit Bügelfalte ist es wichtig, dass diese genau mittig verläuft. Hat die Hose Gürtelschlaufen, sollten diese genutzt werden, wobei der Gürtel farblich auf die Schuhe abgestimmt wird.

Wer mit seinen Körpermaßen nicht genau in einer offiziellen Konfektionsgröße liegt, bekommt heutzutage auch schon für ein paar hundert Euro Maßanzüge über das Internet. Also vielleicht auch ein Tipp für besonders große oder runde Leute.

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