FashionBloggerCafe – Vier um vier

FashionBloggerCafe - Bild: Anna Sterntaler

FashionBloggerCafe – Bild: Anna Sterntaler

„Die Letzten werden die Ersten sein“, heisst es im Neuen Testament. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, sagte angeblich Michael Gorbatschow und „Die besten Gäste kommen zuletzt“ sagt ein Sprichwort. Irgendwo zwischen diesen Weisheiten ist dann auch unser diesjähriger Besuch beim FashionbloggerCafe einzustufen, daß nun schon zum vierten mal während der Fashion Week in Berlin stattfand und quasi das Klassentreffen der Fashionbloggerszene ist.

Man muss Prioriäten setzen im Leben. Leider haben wir die falschen gesetzt und deswegen einen hervorragenden Vortrag der geschätzten Kolleginnen Anna FrOst, Kathrin Wittich, Sarah Steidel verpasst, zu denen sich Sebastian Rau von der PR-Agentur RPM gesellte. Daher werden wir nun leider nie erfahren, wie „Erfolgreich Bloggen“ funktioniert und müssen uns weiter auf eigene Faust durchwurschteln. Dabei sind gerade die drei Damen aus der Top10 der deutschen Fashionblogger-Szene ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Bloggerpersönlichkeiten zu Marken werden können und damit auch attraktiv für Kooperationen und Kampagnen etablierter Marken werden. Es ist also wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, wann wir auch in Deutschland erste Kollektionen großer Marken sehen, die zusammen mit Key-Bloggern entwickelt wurden, so wie wir es bereits bei der finnischen Bloggerin Sandra Hagelstam gesehen haben, die bereits mit Diesel und Nelly kooperierte.

Insgesamt ist es aber bemerkenswert zu sehen, wie sich die Elite der unabhängigen Modeblogger weiter professionalisiert und zunehmend ernsthafte Reichweiten im Bereich der hohen fünfstelligen bis sechsstelligen Zahl an monatlichen Seitenaufrufen aufbaut, was bisher vor allem Blogs vorbehalten war, die durch die Zugehörigkeit zu eCommerce-Unternehmen, PR-Agenturen oder Verlagen als deren hauseigener Marketingkanal mit extra Ressourcen in Personal und Marketing gepusht wurden. Auch Konferenzen, wie The Hive oder das WP-Camp tragen weiter zur nationalen und internationalen Vernetzung bei. Gerade in den USA gibt es inzwischen eine Blogger-Elite, die mit mehreren Millionen monatlichen Besuchern großen Einfluss haben und auch als ernsthafte Partner von Industrie und Medien geschätzt werden und sich durch die Einnahmen auch einen gehobenen Lebensstil genehmigen können.
Vielleicht ist es an der Zeit, daß sich die deutschen Top20 Fashion Blogger aufmachen, eine Art ADC zu gründen. Genügend Supporter und Sponsoren sollten sich spielend finden lassen.

Doch zurück zu den verpassten Gelegenheiten. Es wurde also nichts mit dem Vortrag, dafür war aber auch sofort ein Plätzchen am DIY-Stand von DaWanda frei, wo ich zur allgemeinen Erheiterung meinen zwei linken Händen freies Spiel liess. Mit ein bisschen Hilfe von Anna FrOst und Angie, wandelte sich der verächtlich als Schlagring bezeichnete Klumpen aus Neon-Schnüren und Metallringen, dann doch noch in ein Meisterstück der Handwerkskunst, mit dem ich locker jedes Kindergeburtstagsbasteln für mich entschieden hätte. würde. könnte. „Über Behinderte lacht man nicht“, dachten sich dann wohl auch einige und da mir Essie Nagellack auch nur bedingt steht, zischte ich alsbald ab zum Petra Snake Preview, um ein wenig für die Michalsky Stylenite vorzuglühen.

Für das nächste Jahr mal gibt´s schon einen dicken Knoten im Taschentuch. Dann aber auch mit pünktlich. Und da ich alles verpasst habe, kann ich nur neidvoll auf Yuli-Ya, Ein Zimmer voller Bilder, Dit is Fashion, Modeverliebt, Modewurst, Cultoda, Dreamseverybodyhasthem, Masha Sedgwick, Inspring Awesomeness, TwoForFashion und all die anderen verweisen, die die rechtzeitig eingetroffen sind.

Ein großer Dank gilt natürlich den Sponsoren und den Organisatoren Styleranking und Spiegeleule. Und natürlich Anna Sterntaler für das Foto.

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