LUSH vergibt £250.000 um tierversuchsfreie Forschung voranzutreiben

lush beauty

Foto: Lush

Wir alle shoppen zwar gerne Kosmetik – was dafür aber oft hinter verschlossenen Labortüren mit wehrlosen Versuchstieren passiert, blendet man nur allzu gerne aus. Die bekannten, grossen Marken, die Tierversuche machen, schweigen natürlich auch gerne dazu.

Umso wichtiger, sich zu informieren; im Internet finden sich Listen der Marken, die Tierversuche machen und die man deshalb meiden sollte. Ihr werdet nicht glauben, welche grossen Marken man alle meiden müsste.

Wer auf Bio-Beauty setzt, ist in Sachen Tierversuche auch so gut wie immer auf der sicheren Seite, und die gibt es zB günstig als Eigenmarken bei Rossmann, DM und Co.

Vorbildlich gegen Tierversuche geht LUSH vor; das führende ethische Kosmetikunternehmen (keine Tierversuche, viele der tollen Produkte sind rein natürlich) vergibt ein Preisgeld in Höhe von £250.000, um tierversuchsfreie Forschung voranzutreiben.

Der LUSH Preis soll dazu beitragen, Tierversuchen – vor allem für Kosmetika – endgültig ein Ende zu bereiten. Vorhaben in dieser Sache waren bislang immer wieder gescheitert. Der LUSH Preis soll Gruppen und Einzelpersonen honorieren, die in den Bereichen der tierversuchsfreien Forschung und Sensibilisierungskampagnen arbeiten und/oder Lobbyarbeit leisten, um solche Praktiken zu beenden.

Der Preis wurde von Lush in Zusammenarbeit mit der britischen Organisation Ethical Consumer konzipiert. So wird sichergestellt, dass der Prozess objektiv, rigoros und allumfassend ist. Das jährliche Preisgeld von £250.000 – das höchste im Bereich der alternativen Tests – soll den Druck auf herkömmliche Sicherheitstest für Produkte erhöhen.

Es werden Projekte finanziert, die sich bereits mit der Erforschung von Alternativen für Tierversuche beschäftigen. Der LUSH Preis wurde bei einer Frühstücksveranstaltung für die Medien im Londoner Club The Ivy angekündigt. Lush-Mitbegründer Mark Constantine OBE wählte Ort und Zeit seiner Kundgebung ganz bewusst:

Unsere Kunden möchten sichere Kosmetika, die ohne Tierversuche getestet wurden. Vor 21 Jahren, hier in diesem Raum, um fast genau die gleiche Zeit, haben wir unsere Firmenpolitik angekündigt.

Sie besagt, dass weder unsere Produkte noch unsere Inhaltsstoffe an Tieren getestet werden. Wir sind weiter gegangen und haben mit unseren Lieferanten zusammen gearbeitet, um Tierversuche auch komplett aus deren Sicherheitstests zu streichen. Leider sind Tierversuche in der Kosmetikindustrie weiterhin stark verbreitet. Vielmehr wurde ihr Anteil durch die neue Gesetzgebung sogar erhöht.

In 21 Jahren hat sich viel verändert. Doch ein großer Teil der Kosmetikindustrie kann noch immer keine sicheren Kosmetikartikel garantieren, bei denen keine  Tierversuche zum Einsatz kamen. Also versucht Lush, einen anderen Weg einzuschlagen.

Heute schreiben wir daher ein Preisgeld aus – ein Preis in Höhe von viertel Million Pfund – und wir hoffen damit auf den Heureka-Moment: Den Durchbruch, der Tierversuche für immer aus der Kosmetikbranche“.

Das gesamt Preisgeld in Höhe von £250,000 wird für einen nachweislichen Beleg über ein wirksames Konzept vergeben. Demnach richtet sich die Ausschreibung an Forscher, die sich auf den Bereich der Toxikologie des 21. Jahrhunderts spezialisiert haben und versuchen, sogenannte Giftigkeitswege von Grund auf zu verstehen. In den Jahren, in denen kein wissenschaftlicher Durchbruch erreicht wird, werden fünf Preisgelder in Höhe von jeweils £50.000 (insgesamt £250.000) in den folgenden Kategorien vergeben:

• Wissenschaftspreis – Entwicklung von tierversuchsfreien Ersatzmethoden
• Bildungspreis – Schulung der Forscher in tierversuchsfreien Methoden
• Lobbypreis – politische Einflussnahme zur Förderung der Ersatzmethoden

• Sensibilisierungspreis – Aufklärungsarbeit über aktuelle Testmethoden
• Preis für junge Forscher – Auszeichnung von fünf Nachwuchsforschern, die sich direkt nach dem Studium auf Ersatzmethoden spezialisieren

Ron Harrison, Herausgeber des Magazins Ethical Consumer sagt: „Um das Konzept für diesen Preis zu gestalten, haben wir mit vielen Aktivisten und Forschern gesprochen. Die Gründe dafür, dass Tierversuche noch immer so weit verbreitet sind, sind komplex. Deshalb hat der Preis fünf verschiedene Elemente, mitunter die Einflussnahme auf gesetzliche Vorschriften und die Ausbildung der Forscher in tierversuchsfreien Methoden.

Der Preis wird jährlich ausgeschüttet und gleichmäßig auf alle fünf Bereiche aufgeteilt. Dadurch erhoffen wir uns, eine wahre Veränderung hervorzurufen und Tierversuche endlich durch effektive Methoden zu ersetzen.“ Die erste LUSH Preis-Verleihung ist für November 2012 in London vorgesehen. Die Gewinner werden von einem Komitee aus hochrangigen Persönlichkeiten der Tierschutzwelt und der wissenschaftlichen Gemeinschaft ausgewählt.

Details über die Nominierten und die Berühmtheiten im Komitee des LUSH Preises werden noch vor der Preisverleihung im November bekannt gegeben. Weitere Informationen über den LUSH Preis und wie man sein Lieblingsprojekt nominieren kann findet ihr unter: www.lushprize.org

Eine tolle Aktion – danke, LUSH! Und auch jeder Einzelne sollte beim Kosmetik-Shopping immer mit an die Tiere denken …

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Kommentare
Eine Antwort zu “LUSH vergibt £250.000 um tierversuchsfreie Forschung voranzutreiben”
  1. Antonietta sagt:

    – Für Tierversuche müssen Tiere extremste Schmerzen und Qualen ohne Narkose ertragen
    – Für viele Tierversuche werden Tiere qualgezüchtet oder absichtlich krank gemacht
    – Tierversuche gefährden die Gesundheit des Menschens, da Ergebnisse nicht auf den Mensch übertragbar sind (auch Contergan wurde ausreichend an Tieren getestet!)
    – Für Tierversuche werden Steuergelder in gigantischen Summen verschwendet
    – Tierversuche behindern den medizinischen Fortschritt
    – Jedes Jahr sterben allein in Deutschland über zwei Millionen Tiere im Tierversuch
    – Es gibt ausreichende Alternativen zu Tierversuchen