München: Porzellanmanufaktur Nymphenburg muss womöglich zwei Läden schließen

Es ist ein trauriger Trend: Immer mehr traditionsreiche Unternehmen werden von großen Ladenketten, die weltweit agieren verdrängt. In München ist dies nicht anders als in anderen Städten Deutschlands. Mit den Traditionsunternehmen verlieren wir nicht nur besondere Läden mit einem ganz eigenen Flair, sondern womöglich nach und nach auch Wissen über altes Handwerk. So manch einer fürchtet aktuell um die Zukunft der altehrwürdigen Porzellanmanufaktur Nymphenburg in München.

Medienangaben zufolge könnten schon zwei Läden, die seit Jahrzehnten in der Münchner Altstadt existieren zugunsten einer großen Kette, geschlossen werden. Sowohl dem Geschäft in der Brienner Straße als auch dem im Bayerischen Hof drohe das Aus, heißt es in der Münchner „Abendzeitung“.

Bereits das traditionsreiche Modehaus Maendler musste der Kette Mango weichen. Das Haus gehört dem Wittelsbacher Ausgleichfonds und dieser entschied sich für das große Unternehmen. Auch die Porzellanmanufaktur Nymphenburg gehört zum Wittelsbacher Ausgleichsfonds und dieser betonte, dass die Mietverträge für die beiden genannten Geschäfte auslaufen würden.

Das Ende könnte demnach bereits am 30. September vor der Tür stehen. Damit gehe das Traditionssterben weiter. Die Porzellanmanufaktur Nymphenburg gibt es bereits seit 1747. Im Schlossrondell in Nymphenburg befindet sich die weltweit einzige Produktionstätte, wo man die kostbaren Porzellanobjekte herstellt. Das wohl bekannteste Stück aus der Manufaktur ist der Porzellan-Panther des Bayerischen Filmpreises.

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