Harald Glööckler: Appell an Philipp Rösler gegen „Deutschen Pelz-Pavillon“ in China

Seit einigen Jahren ist Modedesigner Harald Glööckler unter anderem für die Tierschutzorganisation PETA im Kampf gegen Tierquälerei und Pelzhandel aktiv. Bereits zwei Mal ließ er sich für entsprechende Kampagnen gegen Pelz ablichten. Nun richtet er sich in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler um den sogenannten „Deutschen Pelz-Pavillon“ in China zu stoppen.

Bereits seit Jahren versuchen Tierschützer gegen diese deutsche Vertretung auf der chinesischen Pelzmesse „Hong Kong International Fur & Fashion Fair“ vorzugehen. Dort präsentiert sich die deutsche Pelz-Branche in einem einheitlichen Look und das zu großen Teilen durch Steuergelder subventioniert! Alleine in diesem Jahr wanderten auf diese Weise 78.000 Euro an die Aussteller des „Deutschen Pelz-Pavillons“.

Harald Glööckler appelliert nun an Philipp Rösler diese Subventionen zu stoppen, denn sie fördern die Tierquälerei. Trotz neuer Tierschutzverordnungen werden in Deutschland immer noch rund 100.000 Nerze auf zehn Pelz-Farmen unter brutalsten Bedingungen gehalten und getötet. In den Niederlanden wurden die Farmen inzwischen gänzlich verboten und sollen in den nächsten Jahren geschlossen werden. Tiere müssen nicht für Modezwecke sterben, was zahlreiche Designer wie Harald Glööckler durch ihre luxuriösen Kunst-Pelz-Kreationen beweisen!

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Kommentare
Eine Antwort zu “Harald Glööckler: Appell an Philipp Rösler gegen „Deutschen Pelz-Pavillon“ in China”
  1. Maren-Clara sagt:

    Sehr geehrter Herr Glööckler,

    auch ich liebe (fast) alle Tiere und alle mir anvertrauten Tiere haben mir mit rührendem Vertrauen und Zuneigung dafür gedankt , daß ich sie verstanden und immer respektvoll und gewaltlos behandelt habe, auch wenn sie später geschlachtet wurden, ich bin eben ländlich aufgewachsen und habe für W.Heitmann die teilweise schwierigen (verkorksten) Rennpferde (sogar ohne Sattel) trainiert und auch die Jungbullen gestriegelt (waren dann süchtig danach und handzahm); das war bereits in den 70ern, also sind Pferdeflüsterei und Striegelmaschinen für Milchkühe keine neue Erfindung, denn schon mein Vater hat erzählt, daß das früher jeder gute Bauer so gemacht hat ! Leider haben viele Menschen zunehmend den Respekt vor den Tieren und der Natur verloren: nur Masse und Profit, das macht auch mich wütend und traurig, ich ekel mich vor diesen Produkten und wir achten trotz Frührente / Existenzminimum beim Einkauf sehr darauf (fast nur Bio oder direkt vom Erzeuger), dabei wünsche ich mir die Einstellung der Indianer (z.B. „dieses Tier hat sich für uns geopfert“ und wirklich alles wird sinnvoll verWERTet), nur auf das WIE und WIEVIEL kommt es doch an ! Vermutlich tragen auch Sie genauso gerne wie wir gute Lederschuhe, Gürtel etc., ABER auch diese Tiere haben sich NICHT totgelacht, es sollte nur WIRKLICH in Maßen und artgerecht sein, glücklich OHNE jegliches Leid und alles sinnvoll verwertet werden (auch Safariparks und Zoos benötigen dringend günstiges Futter für die Nachzucht bedrohter Tierarten), so halte ich auch das verwenden von echten Fellen unter bestimmten ethischen, sehr strengen Vorgaben für vertretbar, denn ihre besonderen Eigenschaften sind nach wie vor unübertroffen ! Ich liebe und genieße Mode und Luxus, kaufe seit 15 Jahren fast alles second hand, darunter auch wunderschööne Pelze (waren schon tot) die ich liebe (oft auch drüberstreichel und schmuse) und wirklich mit Stolz und Dankbarkeit dem Tier gegenüber trage – ist das verwerflich? – sie wären sonst wohl achtlos entsorgt worden, SCHANDE ! Allesauf der Erde ist uns anvertraut worden und wir müssen wieder verantwortungsvoll damit umgehen, wir können nichts wirklich besitzen, deshalb auch nichts mitnehmen, es ist alles geliehen und WIR haben ALLE die Verantwortung dafür und sollten dankbar sein und alles achten, dann wären sogar Pelze für mich vertretbar. BITTE überdenken Sie ihre Einstellung doch noch einmal in Ruhe diesbezüglich, denn wir schätzen Sie persönlich sowie Ihre berufliche Leistung sehr, teilen auch Ihre Meinung daß eine staatliche Förderung von Pelzhandel wie viele andere Förderungen übrigens auch mehr als verwerflich angesichts der Probleme auf der Welt (und teilweise sogar hier bei uns) sind ! Doch können Sie uns genau sagen WO und WIE ( unter welchen (un)menschlichen Bedingungen) Ihre z.B. bei QVC angebotene so schöne hochwertige und doch günstige Mode gefertigt wird ??? Auch ich habe glücklich im Megaoutlet bei QVC einige wenige Kleidungsstücke von Ihnen (in Gr.34, da immer noch keine Kurzgrößen angeboten, aber bei A.Pauly schon) sehr günstig erstanden, komme aber immer wieder ins Grübeln, da in sehr vielen Artikeln von QVC „MADE IN CHINA / INDIA“ zu lesen ist und uns die Bilder aus diesen Fabriken (menschlich und umwelttechnisch) die Tränen in die Augen treiben, diese Bilder sind kaum zu ertragen, man MUSS es sich als Auftraggeber selber vor Ort ansehen und auch unangemeldet immer wieder überprüfen, dabei kann man niemandem vertrauen, doch wir haben da alle die VERANTWORTUNG, bei jedem Einkauf !!! Unsere Befürchtung diesbezüglich hat auch einen weiteren konkreten Grund: ich habe bei QVC 2012 im Outlet von der Hausmarke „Hosenatelier“ eine ganz neue (d.h. keine Ku.retoure) rosafb. 7/8-Hose erhalten, wieder „made in India“, welche sehr stark nach Patchuli roch – warum wohl, die Antwort ist wahrscheinlich naheLIEGEND und grausam , denn die Näherinnen (oft noch Kinder) werden teilweise so schlecht bezahlt, daß sie nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben und deshalb heimlich auf den Stoffballen schlafen ! Haben WIR das wirklich nötig andere Menschen so auszubeuten ? Mehrere dortige Fabrikbesitzer haben vor laufender Kamera den Fachleuten / Prüfern / Menschenrechtsorganisationen gegenüber bestätigt, daß diese Arbeitsbedingungen Standard sind, weil keiner der Auftraggeber bereit ist mehr zu bezahlen, „sie würden sonst die Aufträge verlieren und es würde z.B. nach China gehen, nur 2,-€ mehr pro Jeanshose würden die geforderten Standards ermöglichen, aber keiner ist bereit, das zu zahlen“ – eine SCHANDE: wir zahlen trotz unserer persönlichen finanziellen Situation auch gerne 5,-€ mehr, wenn dann auch noch die Kinder zur Schule gehen können, denn in China sieht es nicht wirklich viel besser aus (nur etwas anders), wie Reporter und Fachleute unter großer Gefahr dokumentieren konnten: auch dort haben sie nur 1 ( EINE einzige ! ) Fabrik gefunden, die unseren Ansprüchen entspricht, aber den stolzen Fabrikbesitzer befragt, für welche Auftraggeber sie dort fertigen würden, sagte dieser traurig, daß sie nur für den inländischen Markt fertigen können, weil die ausländischen Auftraggeber alle nicht so viel zahlen wollen, das es ausreicht (wir waren darüber fassungslos)!!! So habe ich mittlerweile nicht nur aus finanz.Gr. sogar im doppelten Sinn ein besseres Gewissen beim Kauf von Second-Hand-Ware, denn unsere Flut von fast neuen und hochwertigen gebrauchten Kleidungsstücken hat als „SPENDE“ (hier laufen die Kleiderkammern schon über), aber dann zu Gunsten z.B. des DRK nach Afrika verkauft und dort natürlich über etliche Zwischenhändler weiterverkauft, die dortige zuvor gut funktionierende Textilindustrie durch diese „Billigware“ komplett zerstört mit der logischen Folge, daß die meisten ehemaligen Textilarbeiter keinen Job haben und sich diese „Spenden aus EU“ auch nicht leisten können, häufig müssen sie sogar hungern ( und unsere Frachter kippen das geladene Getreide in die Ozeane, weil der Preis auf dem Weltmarkt gerade mal wieder so niedrig ist, das sich die Transportkosten nicht rechnen) – wie können wir das alles verantworten ? Wir müssen ALLE dringend umdenken und besonders wir reichen Industrienationen mit unserem gewissenlosen Konsumverhalten !!!
    Lieber Harald, unser Glööckli, Ihnen würden wir zutrauen mit gutem Beispiel voran zu gehen und das, wie alles andere auch, den Kunden überzeugend zu verkaufen – und dieses nicht NUR beim durchaus wichtigen Thema „Pelz“ – BITTE nutzen Sie ihr bewundernswertes Talent auch diesbezüglich und setzen Sie somit auch so ein Zeichen, viele Kunden würden es Ihnen genauso danken wie die Fabrikarbeiter, dann würde Ihre Mode auch wieder richtig Spaß machen !
    Alles Liebe, ganz viel Glück und Erfolg und eine lange Gesundheit für Sie und Ihren Lebenspartner wünschen Ihnen von ganzem Herzen 2 Bewunderer aus Hamburg
    Jens & Maren-Clara ( „Muschen“)

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