Prada in der Kritik von Arbeits- und Menschenrechtlern

Das italienische Luxuslabel Prada steht derzeit wieder verstärkt in der Kritik von Arbeits- und Menschenrechtlern. Diverse Gruppen und Vereine werfen dem Unternehmen vor, bei der Auswahl seiner Zulieferer bewusst in Kauf zu nehmen, dass dort Arbeitsrechtsverletzungen im großen Stil stattfinden. Konkret geht es um den türkischen Lederfabrikanten DESA, der im April 2008 44 Gewerkschafter der türkischen Gewerkschaft für Lederarbeiter Deri Is entlassen und 55 Arbeiter gezwungen haben soll, ihre Gewerkschaftstätigkeit niederzulegen. Seitdem protestieren die betroffenen Arbeiter und westliche Organisationen wie das Inkota-Netzwerk e.V organisieren immer wieder Demonstrationen vor den Geschäften des Modehauses.
Erst vergangene Woche demonstrierten wieder Hunderte Weltverbesserer vor den Prada-Filialen in Rom, Mailand, London, Madrid, Paris und Istanbul, mit dem Ziel, mehr öffntlichen Druck auf das Unternehmen auszuüben und so zu einer Reaktion zu zwingen.

Die Protestaktionen gegen Prada und andere europäische Luxusunternehmen, die bei DESA produzieren lassen, startete bereits im November 2008. Die DESA Geschäftsleitung fühlte sich nach Angaben von Inkota daraufhin zwar unter Druck gesetzt und treffe sich seit Dezember mit der Gewerkschaft, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sei jedoch bisher nicht erreicht worden, so der Verein. So weigere sich die Geschäftsführung, Vereinbarungen schriftlich festzuhalten und beginne zudem die Verhandlungen jedes Mal von neuem.

Quelle: Fashionunited.de

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