Bildband: „Veruschka: From Vera to Veruschka“

Mode und Modefotografie haben immer einen direkten Einfluss auf den Zeitgeist. Für die Kultur der 1960er Jahre traf dies auf kaum eine so zu wie auf Veruschka Gräfin von Lehndorff. Mit ihrem Stil, ihrer wilden Art und ihrer schlanken Figur brach sie mit dem Frauenbild der 50er Jahre und gilt in den Augen vieler als Vorreiterin des neuen Selbstbewusstseins der Frau.

Der neue Bildband „Veruschka: From Vera to Veruschka“ beschäftigt sich genau mit dieser kurzen Phase, als sie gerade ihre Modelkarriere startete. Damals hieß sie noch Vera Gottliebe Anna von Lehndorff und kam als junges Model nach Rom. Dabei besuchte sie einige Künstlerateliers und lernte auf diese Weise den Fotografen Johnny Moncada kennen. Dieser machte zahlreiche Bilder von ihr, die in Vergessenheit gerieten und die er schließlich vor kurzem in einem alten Koffer bei sich zuhause wiederfand. Seine Tochter Valentina tat sich daraufhin mit Antonio Monfreda zusammen. Gemeinsam beschlossen sie aus den rund 3.000 Fotografien einen Bildband zu machen.

Schon auf diesen Fotografien erkennt man, wie anders Veruschka, wie sie später genannt werden sollte, schon damals war. Sie entsprach in keinster Weise dem Frauenbild der 50er Jahre. Später sollte keine Geringere als Diana Vreeland sie zum Gesicht der neuen Frau machen. Im Vorwort kommen nicht nur Veruschka selbst, die heute als Künstlerin in Berlin lebt, oder Johnny Moncada zu Wort, sondern auch Franca Sozzani, Chefredakteurin der italienischen Vogue, und Hamish Bowles, International Editor-at-large der US-Vogue. Erschienen ist der Bildband bei Rizzoli.

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