Auftakt der Mailänder Designerschauen

Mailand – Die Models nicht ganz so dünn, die Mode jedoch nicht weniger sexy: Mit der Show von Elena Mirò startete die Milano Moda Donna in ihr achttägiges Programm mit den Trends für die Saison Frühjahr/Sommer 2009.

Das italienische Label kleidet mit einer Grössenpalette von 40 bis 54 auch kräftiger gebaute Frauen ein und demonstrierte, dass es auf dem Laufsteg ein Schönheitsideal jenseits der Magermodels geben kann. Garten-Party lautete das Thema der Kollektion und wurde umgesetzt in romantischen Kleidern, Tuniken und Hosen aus Spitze, kurzen Jacken und floralen Druckmotiven.

In den kommenden Tagen erwartet die aus der ganzen Welt angereisten Medienvertreter und Einkäufer dann wieder ein von in der Branche üblichen Idealkörpern geprägtes Laufstegbild. Bis zum 27. September werden so glamouröse Namen wie Gucci, Giorgio Armani, Prada oder Versace ihre neuen Ideen präsentieren.

Zeit der Nachwuchshoffnungen

Das grösste Interesse richtet sich in dieser Defilee-Woche jedoch auf Gianfranco Ferré. Der grosse Mailänder Designer war im Juni 2007 gestorben. Seither versuchten sich zunächst der Schwede Lars Nilsson und später ein anonymes Team mit eher mässigen Resultaten an der Nachfolge im auch weiterhin existierenden Modehaus.

Nun dürfen sich mit Roberto Rimondi und Tommaso Aquilano Italiens derzeit grösste Nachwuchshoffnungen beweisen. Am Sonntagabend werden sie ihre ersten 20 Entwürfe für Ferré vorstellen.

Insgesamt stehen rund 100 grosse Defilées und noch einmal ebenso viele kleinere Präsentationen auf dem Veranstaltungsplan der Milano Moda Donna.

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