Hermès: Christophe Lemaire verlässt das französische Modehaus

Seit Juni 2010 ist der Designer Christophe Lemaire für die Womenswear-Kollektionen des französischen Modehauses Hermès zuständig. Er trat damals ein schweres Erben an, denn schließlich hieß sein Vorgänger Jean Paul Gaultier. Nun geht auch er seine eigenen Wege und Hermès muss sich einen neuen Kreativdirektor suchen.

Dass die Wahl 2010 auf Christophe Lemaire fiel, überraschte in der Branche damals doch einige, denn sein Namen war zwar Insidern bekannt, jedoch eben nicht der großen Masse, schließlich sorgte Jeans Paul Gaultier sieben Jahre mit seinen ausgefallenen Ideen für Hermès für Schlagzeilen. Lemaire wechselte von Lacoste zu Hermès und brachte ein eher schlichteres und mehr tragbares Design mit.

Er knüpfte damit eher an Martin Margiela an, der vor Gaultier den Posten des Kreativdirektors inne hatte. Hermès war dies auch deutlich lieber, denn Gaultier sorgte zwar für Aufsehen, jedoch waren seine extravaganten Entwürfe oft weniger kommerziell und waren zudem sehr aufwendig zu produzieren. Mal sehen, welche Richtung das Traditionsunternehmen nun einschlagen wird… Der neue Name soll wohl noch in dieser Woche bekannt gegeben werden.

Christophe Lemaire selbst will sich nun stärker seinem eigenen Label widmen, das es bereits seit dem Jahr 1990 gibt. Seine letzte Kollektion für Hermès dürfen wir am 1. Oktober 2014 in Paris bewundern.

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