Mann lässt Einkaufen – von Outfittery

Schon seit einigen Jahren setzt sich auch in Deutschland ein neues Geschäftsmodell weiter durch, daß je nach Betrachtungswinkel, nett gesagt auf die Bequemlichkeit vieler Modemuffel setzt oder unhöflich ausgedrückt auf die modische Unfähigkeit, besonders der Männer.

Schon 2012 hatten wir uns Modomoto angesehen, die ebenso wie Outfittery Männer einkleiden und Anne hat sich gerade von Kisura ein paar Outfits zusammen stellen lassen.

Doch zurück zu Outfittery. Bei Outfittery kann man sich von erfahrenen Stylisten komplette Oufits zusammen stellen lassen und somit komplett ohne Shoppingstress vernünftig gekleidet seinen Alltag meistern. Wie schon angesprochen, zielt das Angebot von Outfittery vor allem auf Männer, die wenig Zeit haben und sich die Zeit für das Shoppen sparen möchten oder auch Männer, die sich in modischen Fragen nicht so sicher sind und daher die Expertenmeinung der Stylistinnen suchen.

Wenn man den Service von Outfittery nutzen möchte, registriert man sich zunächst Online und kann vorab einige Fragen zum persönlichen Modestil, also ob man eher der sportliche oder klassische Typ ist, zu seinen Konfektionsgrößen und Lieblingsmarken beantworten. Es ist zudem möglich, ein paar Fotos von sich hochzuladen, damit die Stylistinnen auch allgemein einen Eindruck von Haarfarbe, Figur etc. bekommen und die Outfits darauf ausrichten können.

Anschliessend vereinbart man einen Telefontermin für ein persönliches Beratungsgespräch. Darin geht dann die Stylistin von Outfittery, in meinem Fall Sophia, dann die Wünsche für die Bestellung durch. Also vor allem was für Dinge benötigt werden, also Jeans oder auch klassische Hosen, für welche Anlässe Outfits gebraucht werden, ob es Marken gibt, die einem besonders gut passen oder die man besonders mag oder eben überhaupt nicht leiden kann. Auch an Kleinigkeiten wurde gedacht, wie Socken oder Unterwäsche, die auch gern mal fehlen und deren Einkauf nicht besonders aufregend ist. Nach etwa 30 Minuten war dieses Telefonat vorbei und Sophia kündigte an, mir drei Outfits zu erstellen und in den nächsten fünf Tagen zuzusenden. Dabei ist anzumerken, daß man bei Outfittery zunächst nichts für die Outfits bezahlt, sondern einfach das behält, was einem gefällt und dann nur diese Teile nachträglich bezahlt. Man muss also im Gegensatz zu einer Monsterbestellung bei Zalando, wo man erst einmal die ganze Summe auslegen muss und erst erstattet bekommt, wenn man es zurücksendet, bei Outfittery kein Geld in die Hand nehmen.

Outfittery-Box-Karton

Wie versprochen kam dann nach wenigen Tagen die überaus große und hübsche Box (mit praktischem Henkel) von Outfittery an und offenbarte Sophias Kreationen für mich. Drei komplette Outfits, ein paar Schuhe mit passendem Gürtel und ein Bierchen warteten auf mich. Prost!

Outfittery-Outfits

Wie besprochen hatte Sophia ein eher legeres Outfit mit Chino eingepackt und eine trendige Levis´s in grau, aber auch eine schöne maritime Beachshort. Ebenfalls dabei waren ein blaues Hemd und ein dazu passender Cardigan und eine schöne Steppjacke schon für den Herbst. Und auch an meine Vorliebe für kräftige Farben hatte sich Sophia erinnert und mir ein paar schöne, blaue Socken eingepackt und ein kräftig lilafarbenes Polo-Shirt.

Die Outfits waren alle absolut tragbar – insgesamt aber sowohl modisch als auch von der Markenauswahl eher Mainstream. Doch die Zeilgruppe von Outfittery sind ja auch keine Modeblogger, sondern ganz normale Männer, die in Büro und Freizeit gut aussehen wollen und wahrscheinlich auch nicht die erforderliche modische Extrovertiertheit mitbringen, um sich noch modischer zu kleiden. Bei den Marken war ich etwas verwundert, da es ja eine Pressemeldung aus dem Hause Outfittery gab, daß man sich nun auch stärker den jungen Designern annehmen wolle – davon habe ich aber nicht viel gemerkt. Mit dabei waren vor allem bekannte Marken, die man beispielsweise bei Peek & Cloppenburg findet, wie Polo Ralph Lauren, G-Star, Joop, Oliver Sweeney, Tiger of Sweden, Minimum, Strellson, Armani Jeans und Falke.

Die Preise orientieren sich weitestgehend an den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller, dafür kostet aber der Service der Stylistinnen nichts extra. Wer also schnell und bequem zu farblich und stilistisch passenden Outfits mit leicht modischem Einschlag kommen will, sollte sich Outfittery mal genauer ansehen – ein Test kostet wie gesagt nichts, da man ja nur die Einzelstücke behält, die wirklich gefallen, und den Rest einfach zurücksendet.

Und zuletzt noch ein kleiner Dank an Sophia, die sich viel Mühe mit mir als Kunde gegeben hat.

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