Dolce & Gabbana vs. Condé Nast

Das Verlagshaus Condé Nast gehört ohne Frage zu den einflussreichsten und mächtigsten Institutionen der Modewelt, schließlich ist es für Magazine wie „Vogue“, „Vanity Fair“, „GQ“ oder „Allure“ zuständig. Das Designerduo Dolce & Gabbana hat sich nun mit diesem Branchenriesen angelegt!

Grund für den Ärger ist ein Artikel über die Hintergründe der Steuerhinterziehung der beiden Designer Domenico Dolce und Stefano Gabbana, den die „Vanity Fair“ bringen möchte. Journalistisch absolut alles im grünen Bereich, nur passt es eben den beiden Modeschöpfern gar nicht. Sie drohten daher Condé Nast, dass sie keine Anzeigen mehr in den Blättern des Verlagshauses schalten würden, wenn der Artikel erscheine.

Würde sich Condé Nast quasi erpressen lassen, würde der Verlag seine journalistische Integrität verlieren lassen. Dies weiß auch Editorial Director Anna Wintour und betont, dass die „Vanity Fair“ den Artikel auf jeden Fall veröffentlichen lässt. Gleichzeitig versuchte sie jedoch offenbar auch zu vermitteln, denn immerhin schalten Dolce & Gabbana pro Jahr Anzeigen im Wert von bis zu 15 Millionen Euro bei Condé Nast. So heißt es nun, dass die beiden Designer in Zukunft nicht alle Titel boykottieren wollen, sondern eben nur die „Vanity Fair“. Na dann…

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