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Fashion-Artikel importieren – das sollte man wissen!

Der Import von Modeartikeln aus China oder den USA ist sehr einfach. Einige Dinge gibt es zwar zu beachten, jedoch ist die Rechtslage in Deutschland mittlerweile sehr viel lockerer als zum Beispiel noch vor sechs Jahren. Im Jahr 2008 hat sich nämlich einiges in den Gesetzen geändert.

Es gibt viele Produkte, welche Importbeschränkungen oder auch Mengenbeschränkungen unterliegen. Alles und so viel man will, kann also nicht importiert werden. Wir haben uns im Folgenden einmal die Bestimmungen für China und die USA genauer angeschaut, da aus diesen Ländern die meisten Privatimporte erfolgen.

Dies git es zu beachten:

China

Ganz klar vorweg zu sagen ist, dass jegliche Art von Plagiaten und Raubkopien NICHT importiert darf, egal ob diese regulär von einem Shop verkauft werden oder nicht. Dies gilt nicht nur für CDs, Filme oder Software, sondern besonders auch für nachgemachte Modeprodukte bekannter Designer wie z.B. Louis Vuitton. Nicht nur werden die Waren gnadenlos vom Zoll einbehalten, sondern man läuft auch Gefahr, ein Gerichtsverfahren angehängt zu bekommen. Fälschungen werden sofort durch den Zoll zerstört – der Gegenwert, den der Käufer erhält, beläuft sich auf Null, und ist damit also ein Minusgeschäft in mehrfacher Hinsicht.

Textilien und Schuhe dürfen seit 2008 ohne Beschränkungen importiert werden. Jedoch wird streng darauf geachtet, dass sie keine Weichmacher oder sogenannte Azo-Farbstoffe (sythetische Farbstoffe) enthalten. Für Lederschuhe und Taschen aus Polyethylen bezahlt man bis zu 66% Zollgebühren. Ihr solltet euch also vor dem Kauf genau ausrechnen, ob sich der Import aus China für euch rentiert.

Uhren und Schmuck dürfen nur über einen bestimmten Nickelanteil verfügen, um importiert werden zu können. Wie vergleichsweise einfach der Import ist, verraten auch schon die Versandbestimmungen der jeweiligen Versandshops bei denen ihr die Ware kauft. Seriöse Shops werden euch auf jeden Fall über Einfuhrbestimmungen und mögliche Zusatzgebühren aufklären, oder gegebenenfalls verbotene Ware gar nicht erst nach Deutschland liefern.

USA

Sollen die aktuellsten Fashion-Artikel aus den USA importiert werden, so gelten etwas andere Regeln. Wer die Waren nicht direkt in den USA kauft und einführt, sondern online bestellt, der sollte eine Sache im Auge behalten – die Warenpreise sind immer in netto ausgezeichnet. Dies liegt größtenteils daran, dass es in den USA keine einheitliche Mehrwertsteuer gibt, sondern die MwSt von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden ist. Daher wird die Steuer erst am Schluß auf den Endpreis aufgeschlagen, nachdem der Käufer die Adresse und den Staat eingegeben hat in dem er lebt. Für ausländische Besteller wird demnach überhaupt keine Steuer verlangt, da diese ja nicht in den USA leben – dementsprechend auch nicht MwSt-pflichtig sind.

Zu dem im Shop angegebenen Preis kommt dann noch die deutsche Einfuhrumsatzssteuer von aktuell 19%. Eine Freigrenze liegt hier bei 22€. Liegt der Warenwert unter dieser Grenze, müssen keine Steuern gezahlt werden. Es kommen zu speziellen Artikeln auch noch separate Steuern hinzu. So zahlt man für Lederartikel noch einmal 4% Zoll und für Textilien aller Art 12% Zollsteuer. Ähnlich wie bei den Bestimmungen beim Import aus China dürfen die Waren natürlich auch nicht gegen den Umweltschutz verstoßen, also keine Weichmacher oder synthetische Farbstoffe enthalten.

Wart ihr in den USA im Urlaub und habt dort kräftigt geshoppt, dann liegen die Freigrenzen etwas höher, und Umsatzsteuer muss auch nicht gezahlt werden, vorausgesetzt ihr bleibt unter den Freigrenzen. Diese liegen für einen USA Urlaub aktuell bei 430 EUR. Ihr könnt also mit dem Flieger ganz nach Belieben Waren im Wert von bis zu 430 EUR (bitte auf die Dollar-Umrechnung achten!) einführen, ohne dafür extra zahlen zu müssen.

Für alle Interessierten haben wir hier nochmal ein Video einer Anwaltskanzlei zur Thematik herausgesucht, die sich besonders der Markenpiraterie widmen.

Und wie sieht es mit dem Export aus?

Für den Fall dass ihr einmal ein Paket nach China, in die USA oder sogar andere Länder verschicken wollt, braucht ihr natürlich keine Gebühren zu zahlen. Lediglich eine (bitte ehrliche!) Zollerklärung, die den Inhalt des entsprechenden Pakets beschreibt, ist notwendig. Einige Güter dürfen in bestimmte Länder nicht, oder nur eingeschränkt eingeführt werden. Diese Erkundigung holt man am besten im Einzelfall direkt beim Paketservice ein. Was gibt auch Online-Dieste, die das Ganze für euch übernehmen und genau darüber informieren was verlangt ist und was nicht. Ein Paket nach Russland versenden ist zum Beispiel genauso einfach, wie ein Päckchen innerhalb Deutschlands mit der Post zu senden. Der Vorteil dieser verschiedenen Online-Services ist, dass sie euch zudem noch den besten Preis und Anbieter aufzeigen.

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