Cashmere Queen geht neue Wege

Foto by flickr, ursonate, unter CC by

Jil Sander, die Königin des Purismus und des Minimalismus, geht in Zukunft völlig neue Wege. Das sagt zumindest ihr Kreativ Chef, Raf Simons. Weg vom ewigen Cashmere und den dunkelblauen Blazern mit den Goldknöpfen. Keine schiefergrauen Mäntel und weißen Blusen mehr, sondern hin zu einer leichten und lässigen Mode, die sich auch noch jede Frau leisten kann. Aber wie sieht sie aus, die neue Mode der Grande Dame der Modewelt?

Um es vorweg zu nehmen, allzu viel hat sich bei Jil Sander nicht geändert. Die Kleider und Jacken von Jil Sander Navy, sehen immer noch ein wenig streng aus. Was als lässiges Hemdkleid angeboten wird, ist ein Kleid in Grau und Schwarz, was durch ein paar Falten und einen asymmetrischen Saum ein bisschen  aufgelockert wird. Auch die Jacken sind keine wirkliche Neuheit. Schwarz ist wieder die Grundfarbe und die Schultern wirken noch immer wuchtig. Der einzige Unterschied zu früheren Modellen besteht darin, dass ein wenig Türkis für Farbe sorgt. Auch die Models, die die neue Mode der einstigen Cashmere Queen vorführen, sehen noch genauso aus wie früher: Etwas zu dünn und etwas zu blass.

Es scheint, als wolle Jil Sander gerne neue Wege gehen, aber ihr fehlt einfach der Mut, etwas wirklich Neues zu machen. Sie kann sich von dem was sie jahrelang erfolgreich kreiert hat, nicht so recht trennen. Das ist eigentlich schade, denn eine Jil Sander hat immer noch das Potential, um ganz große Mode zu machen.

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