Vorsicht: Thrombosegefahr!

Langes Stehen oder vermehrtes Herumlaufen unter Stresssituationen führen häufig zu schmerzenden Waden und sind nicht selten. Diese Beschwerden sind harmlos und lassen sich meist durch Hochlegen der Beine oder Duschbäder beheben.
Anders sieht es aus, wenn der Schmerz beim Auftreten ziehend in die Wade fährt. Dies kann möglicherweise ein erstes Zeichen für eine Thrombose sein und geht in der Regel mit einer deutlichen Zunahme des Umfanges als auch gelegentlich mit einer nicht natürlichen Verfärbung einher. Bei diesen Symptomen ist es angebracht so bald wie möglich einen Arzt aufzusuchen. Eine nicht erkannte Thrombose kann im schlimmsten Fall zu einem Abriss eines Blutpfropfens (Thrombus) führen und in die Lungengefäße wandern. Die Folge wäre eine Lungenembolie, die je nach Größe des Thrombus sogar lebensgefährlich werden kann.

Als eine der größten Risikofaktoren gilt die Einnahme von Östrogen zumeist in Kombination mit dem Genuss von Tabak. Auch Fettleibigkeit, nicht behandelter Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder schwere Verletzungen können eine Thrombose verursachen. Zudem treten Thrombosen bei Schwangerschaften oder nach Operationen auf. Zumindest bei geplanten Operationen lässt sich das Risiko durch die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten (Antikoagulantien) in das Unterhautfettgewebe mittels Injektion minimieren. Diese Methode ist allerdings bei werdenden Müttern ungeeignet. Sie teilen sich den Blutkreislauf mit ihrem Nachwuchs und somit könnte am Fötus irreparabler Schaden entstehen.
Nicht zu unterschätzen für die Entstehung einer Thrombose ist die Urlaubsreise. Langes Sitzen auf Autofahrten mit eingeklemmten Beinen und mangelnde Flüssigkeitsaufnahme mindern den Blutfluß in den Venen. Gleiches gilt auf längeren Flugreisen. Hier fügt sich der Faktor des niedrigen Luftdrucks hinzu. Die Gefäße dehnen sich vermehrt aus und das Blut „versackt“ in den Beinen.

Eine frühzeitig erkannte Thrombose ist leicht mit Antikoagulantien zu behandeln. Zudem soll das Tragen von Kompressionsstrümpfen die Rückführung des Blutes zur Körpermitte unterstützen. Wichtig ist hierbei die Anpassung von maßgeschneiderten Strümpfen. Das Material ist dem Umfang des Beines individuell angepasst. Strümpfe, die in Kliniken vor Operationen ausgegeben werden sind für langfristige Anwendungen nicht geeignet, rutschen leicht und bilden hierdurch Falten. Dies kann zum Abschnüren der Beine und deren Gefäße führen.

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