Modemarken 2014: Diesen Marken vertrauen die meisten Kunden

Es gibt Marken, die einem gefallen, Marken, die günstig sind, Marken, die man sich erst einmal leisten muss und Marken, die von vielen Menschen geliebt werden und denen die Kunden vertrauen. Das Letztere untersucht seit 2001 jährlich eine Umfrage von Reader’s Digest in der Studie European Trusted Brands 2014. Den Befragten wird dabei keine genaue Liste von Bekleidungsmarken vorgegeben, sondern sie können von sich aus ihre Lieblingsmarken frei angeben. Dabei sollen sie die Brands immer nach bestimmten Faktoren bewerten.

Das sind die 10 besten „Most Trusted Brands“ Modemarken 2014:
C&A
H&M
Hugo Boss
Esprit
S.Oliver
Gerry Weber
Kik
Jack Wolfskin
Levis
Bon Prix

C&A an erster Stelle
Obwohl die zahlreichen H&M Geschäfte von jungen Menschen fast schon belagert werden, schafft es das schwedische Unternehmen nicht auf Platz eins. Den hat die deutsche Firma C&A auch dieses Jahr nach 11 Jahre in Folge inne, wobei in den Top Ten fast alle Brands aus Deutschland stammen oder von Deutschen gegründet wurden. C&A wurde 1841 gegründet, beschäftigt mehr als 36.000 Mitarbeiter und hat einen jährlichen Umsatz von mehr als 6,8 Milliarden Euro. Die deutschen Verbraucher vertrauen also überwiegend ihren hauseigenen Marken. Internationale Marken aus Spanien, Italien oder den USA kommen dagegen selten vor. Dass Kik es trotz der zahlreichen Negativ-Meldung über seine Produktionsgeschäfte in Südasien in die Top Ten geschafft hat, ist mehr als erstaunlich.

Vergleicht man die Antworten zwischen den Verbrauchern in den neuen und alten Bundesländern, so ist vor allem das Ergebnis aus dem Osten interessant. Hier werden auch Tom Tailor, Wrangler, Adidas, Klingel und Adler in die Top Ten gewählt, während sie in den neuen Bundesländern nicht vorkommen.

Schaut man sich an, in welchen Häuser man das Preis-Leistungsverhältnis am meisten schätzt, findet man – wie zu erwarten – H&M an erster Stelle. Macht man sich keine Gedanken über den Preis und sorgt sich nur um die Qualität der Bekleidung, dann sind es die Produkte von Hugo Boss und s. Oliver, denen die meisten Befragten eine sehr gute Qualität attestieren. In Zeiten, in denen es in jeder Branche um Nachhaltigkeit und umweltfreundliches wirtschaften geht, sorgt man auch in der Bekleidungsindustrie für ein gutes Image, wenn man etwas für die Umwelt unternimmt. Jedes Unternehmen versucht die Herstellung seiner Produkte umweltfreundlich zu gestalten und dafür zu werben. Am besten kommt dabei s.Oliver weg, dass auch wegen seinem sozialen Engagement geschätzt wird. Das relativ junge, deutsche Unternehmen gibt es erst seit 1969, es beschäftigt rund 7800 Mitarbeiter weltweit und hat einen jährlichen Umsatz von ca. 1,54 Milliarden Euro.

Wem die Studienergebnisse ein wenig befremdlich vorkommen, der sollte wissen, daß die Befragung unter Kunden von Readers Digest durchgeführt wird. Dort gibt man sich zwar Mühe, gewisse Konzentrationen in der 50+ Gruppe der befragten statistisch auszugleichen, doch kenne ich nicht gerade viele Modehipster oder besonders aufschlossene, moderne, zukunftsgewandte oder experimentierfreudige Leute, die Readers Digest-Kunden sind, und so ist es verständlich, daß neue Trends die wir in den Städten gerade im Bereich Fast Fashion sehen hier keine Rolle spielen. Hier kann man sich die Studie kostenlos herunterladen und findet dort auch die entsprechenden Erläuterungen.

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