John Galliano verliert Rechtsstreit gegen Dior-Mutter LVMH

So langsam kann John Galliano endlich einen Schlussstrich unter seinen großen Skandal aus dem Jahr 2011 ziehen. Er ist der neue Kreativdirektor von Maison Martin Margiela und hat nun auch seinen Schadensersatzprozess gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Dior beendet. Auch wenn Letzterer leider in dieser Woche kein Ende im Sinne des Designers nahm, ist es immerhin vorbei.

John Galliano forderte von dem Dior-Mutterkonzern LVMH eine Entschädigung in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro für seine damalige Kündigung. Der Modeschöpfer hatte damals bekanntlich durch seine offensichtlich unter Drogeneinfluss getätigten antisemitischen Beschimpfungen in einer Bar einen der größten Skandale der jüngsten Modegeschichte ausgelöst. Dior wollte danach nichts mehr von seinem langjährigen Chefdesigner wissen.

Galliano argumentierte vor Gericht, dass alle Beteiligten Firmen über seine Sucht im Bilde waren. Man habe ihn über Jahre immer mehr unter Druck gesetzt. Die Spirale aus immer mehr Arbeit, immer mehr Verpflichtungen und mehr Druck sei außer Kontrolle geraten.

Am Ende folgte das Gericht jedoch nicht seiner Argumentation und wies die Schadensersatzklage ab. Für Galliano bedeutet dies, dass er zwar keine Entschädigung von Dior bzw. LVMH erhalten wird, trotzdem kann er dieses nicht gerade ruhmreiche Kapitel damit nun hoffentlich abschließen und sich auf seine neue Arbeit bei Maison Martin Margiela konzentrieren.

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