Ausstellung in München: „Horst P. Horst – Fashion in Colour“

Horst P. Horst ist eine wahre Ikone der (Mode-)Fotografie und wird noch heute von vielen Kollegen verehrt. Er war einer der Ersten, der damals aktuelle Kunstströmungen in die Fotografie holte und auf diese Weise Mode als eine Art Kunstwerk inszeniert. Die Kleidung stand nicht mehr im Fokus, sondern war Teil der Szenerie.

Für alle Freunde der Modefotografie und all jene, die es noch werden wollen, findet in München gerade die Ausstellung „Horst P. Horst – Fashion in Colour“ statt. Viele der Arbeiten werden dort zum ersten Mal präsentiert. Noch bis zum 6. Januar 2015 hat man in der Galerie Bernheimer die Gelegenheit, selbst in die Kunst dieses inspirierenden Fotografen einzutauchen.

Horst P. Horst hörte eigentlich auf den Namen Horst Paul Albert Bohrmann und wurde 1906 in Weißenfels geboren. Eigentlich wollte er Architekt werden und arbeitet daher zunächst bei Le Corbusier. Dort lernte er aus Zufall den Fotografen George Hoyningen-Huene kenne, der für die französische Vogue arbeitete. Horst P. Horst wurde nicht nur sein Model, sondern auch sein Geliebter und, was für die Nachwelt noch viel wichtiger war, er führte ihn in die Kunst der Fotografie ein.

1932 kam er zur britischen Vogue und revolutionierte nach und nach die Welt der Modefotografie. Er baute Elemente aus Surrealismus und Dadaismus in seine Bilder mit ein, übte sich in Verfremdung und spielte mit den Kontrasten. Vor seiner Linse stand alles, was damals Rang und Namen hatte, von Adligen bis hin zu Schauspielerinnen wie Marlene Dietrich oder Bette Davis.

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