TomTom Vio Vespa & Motorroller Navi ausprobiert

Wie Ihr wahrscheinlich wisst, bin ich im Sommer meistens mit meiner Vespa unterwegs und genieße es, mir den Sommerwind um die Nase wehen zu lassen. Für meine Laufevents ist die Vespa schon fast unverzichtbar, denn obwohl die meisten Straßen gesperrt sind, lässt mich die Polizei mit der Vespa ganz nah an den Startbereich heran. Auch beim Fashion Insider war die Vespa schon einige male zu sehen, wie hier bei unserer Story mit Wrangler und Leatherman.

Was ich an der Vespa immer etwas unpraktisch fand, war das Thema Navigation. Denn wegen dem Helm und den Motorengeräuschen, ist die iPhone-Navigation fast nichz zu hören und man muss an jeder Kreuzung schnell das iPhone herauskramen, um zu nachzusehen, wie die Route weitergeht. Gerade deswegen fand ich die Nachricht besonders spannend, daß TomTom mit dem TomTom Vio nun ein Navigationssystem direkt für Rollerfahrer herausgebracht hat und habe es nun getestet.

Das neue TomTom VIO Navigationsgerät eignet sich laut TomTom am besten für Motorroller bis 123ccm Hubraum. Das Navigationssystem funktioniert zusammen mit dem Smartphone und einem zweiten runden Display, daß an der Spiegelhalterung des Rollers mit einer speziellen Vorrichtung installiert werden kann. Das runde und wasserfeste 2,4 Zoll Display ist immer im Blickfeld und zeigt aktuelle Navigations-Daten und eingehende Anrufe mit Bild und Name des Anrufers an. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen, der auch bei schlechtem Wetter und mit Handschuhen problemlos bedient werden kann.

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Ich habe das TomTom Vio an einer Vespa anmontiert und das ging innerhalb weniger Minuten und war so simpel, daß man auch keine Anleitung brauchte. Um das eigentliche, runde Navidisplay wird bei der Monate auch eine Gummikappe gezogen, so daß das Gerät gegen Wettereinflüsse und Herunterfallen geschützt ist.
Das Display wird mit einem einfach zu bedienenden Drehmechanismus an der Halterung befestigt und lässt sich genau so leicht wieder entfernen, wenn man parkt.

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Individuelles Display
Die Hülle des Displays gibt es in verschiedenen Farben, so dass sich das Navi optisch immer an die Roller-Lackierung anpassen lässt, bei meiner schwarzen Vespa war das sowieso kein Problem. Des Weiteren lässt sich auch die Darstellung am Display farblich personalisieren, passend zum Helm, Kleidung oder der Rollerfarbe und eben auch so, wie man es am besten erkennen kann.

Funktionen des TomTom VIO
Die eigentlichen Navigationsfunktion leistet das Smartphone, daß in der Tasche bleiben kann und sich automatisch mit dem externen Display synchronisiert. Dazu installiert man eingach die kostenlose TomTom Vio-App und koppelt das Display mit der App. Die GPS-Funktion des Smartphones ermittelt dann die Route und zeigt sie direkt am zweiten Display am Roller an. Mit der drahtlosen Datenübertragungstechnik von Bluetooth werden die Daten vom Smartphone auf das TomTom-Navi übertragen.

Beim Funktionsumfang lässt das Roller-Navigationsgerät von TomTom keine Wünsche mehr offen. Der Fahrer wird über Verkehrswarnungen informiert, bekommt Ausweich-Routen angezeigt und wird über Staus auf dem laufenden gehalten – dabei handelt es sich um Echtzeit-Straßen-Informationen. Auch über lokale Besonderheiten, wie zum Beispiel Restaurants, wird der Fahrer informiert. Die Daten für die Karten können offline am Smartphone gespeichert und per WLan aktualisiert werden. Bei der Datenspeicherung wurde darauf geachtet, das wenig Platz beansprucht wird. Regionale Karten verbrauchen eine Kapazität von ungefähr 100 MByte. Aber auch Landkarten und Europakarten mit mehr als 1 GByte können runtergeladen werden. Bei mir wurde das Kartenpaket für Ostdeutschland heruntergeladen, was auch ausreichend ist, da ich mit meiner Vespa sowieso nur im Raum Berlin und Potsdam unterwegs bin. Wie schon gesagt sind die Konfigurationsmöglichkeiten sehr umfangreich und man kann als Rollerfahrer Autobahnen meiden und sich sogar über Blitzer informieren lassen, was für die meisten Rollerfahrer aber unrelevant sein dürfte.

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Richtungsänderungen bekommt der Fahrer zwar per Ansage über das Smartphone mitgeteilt. Dazu müsste aber ein Kopfhörer im Helm mit dem Bluetooth-Audiosystem benutzt werden, denn während der Fahrt versteht man davon sowieso nichts. Dafür werden Richtungsänderungen aber frühzeitig auf dem Display angekündigt und durch die Montage gleich neben dem Spiegel, hat man das Navi auch ständig im Blick.

Strecken, die gern gefahren werden, können übrigens gespeichert und per einfachem Antippen aufgerufen werden, so kann man die Fahrt ins Büro oder nach Hause noch schneller starten. Der Fahrer bekommt zusätzlich Feedback über seine Fahrgeschwindigkeit basierend auf der erlaubten Geschwindigkeit der Strecke. Wird zu schnell gefahren, färbt sich das Display solange Rot, bis die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder eingehalten wird.

Relative lange Akku-Laufzeit
Auch die Akkulaufzeit lässt sich sehen. Der interen Akku ist für einen Dauerbetrieb von circa fünf Stunden ausgelegt. Weil die Anwendung am zweiten Display im Hintergrund läuft ergibt sich ein längere Betriebsdauer. Gemessen wurden Leistungszeiten zwischen dreieinhalb und zwölf Stunden. Laden kann man das Gerät per USB.

Ich bin vom TomTom Vio richtig begeistert auch wenn es mit 169€ nicht unbedingt günstig ist. Aber die Montage und Handhabung ist super einfach und das Display ist sehr gut ablesbar und das Navi arbeitet soit zuverlässig und komfortabel. Wer also öfter unbekannte Routen mit seinem Motorroller fährt, sollte sich vielleicht auch ein TomTom Vio zulegen. Bei Amazon gibt es ab und zu auch Sonderangebote zu günstigeren Preisen von knapp 150€. Alle Details zum Gerät gibt es natürlich auch noch einmal bei TomTom.

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TomTom Vio Vespa & Motorroller Navi ausprobiert, 5.0 out of 5 based on 4 ratings
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