„Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ im Ersten

Ein kleines Dorf in der fränkischen Provinz wird zum Geburtsort der zwei wohl bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Sportmarken: Adidas und Puma. Der mit dem Bernd Burgemeister-Preis ausgezeichnete zweiteilige Spielfilm „Die Dasslers- Pioniere, Brüder und Rivalen“ zeigt die Entstehungsgeschichte der deutschen Sporthersteller mit allen Höhen und Tiefen und versäumt es dabei nicht, sowohl den Zeitgeist als auch wichtige historische Ereignisse und deren Einfluss auf den Entwicklungsprozess der Marken anschaulich darzustellen.

Im Jahre 1922 überreden die Brüder Adi und Rudi Dassler ihren Vater, den familiären Schusterbetrieb zu erweitern, indem sie neuartige Sportschuhe entwickeln. Dabei kommen ihnen das kaufmännische Talent Rudis und die Begabung Adis für das Schusterwerk zugute. Binnen kürzester Zeit expandiert der Familienbetrieb und schafft es bis hin zum Ausstatter der deutschen Olympiamannschaft. Unterstützt werden die Brüder von ihren treuen Ehefrauen Friedl und Käthe. Doch die geschichtlichen und politischen Ereignisse verschonen auch nicht das Gewerbe der Dassler Brüder: Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus müssen die Brüder zugunsten des Geschäfts gegen ihre moralischen Grundvorstellungen verstoßen und der Partei beitreten. Während Adi den Betrieb am Laufen hält, wird Rudi vom Militär eingezogen. Dies hat nach dem Krieg schwere Folgen für ihn: Er wird von der amerikanischen Besatzungsmacht in Untersuchungshaft genommen. Zweifel und Konflikte entstehen zwischen den beiden Brüdern und es kommt schließlich zur Trennung und der Neugründung der Firmen Puma und Adidas. Ein Wettstreit ohne moralische Grenzen entzweit die Familie und überdauert die nächsten Generationen. Dabei scheuen sich die Regisseure Cyril Boss und Philipp Stennert nicht, die schmutzigen Seiten des Sportgeschäfts zu zeigen. Als eine interne Vereinbarung zwischen den zwei verfeindeten Unternehmen gebrochen wird, eskaliert der Konflikt.

Christian Friedel in der Rolle des Adi Dassler spielt einen introvertierten und talentierten Schuhmacher, der vor allen Dingen die Werte des Sports und der Schusterei verteidigt, doch letztendlich dem Druck des Geldes und der Konkurrenz nachgeben muss. Im Zusammenspiel mit Alina Levshin als Käthe Dassler verkörpert Friedel den genialen Workaholic, der getrieben vom Konkurrenzkampf zu niederen Mitteln greifen muss. Sein Bruder, anfänglicher Geschäftspartner und schließlich Gegenspieler, Hanno Koffer in der Rolle des Rudi Dassler, bildet den deutlichen Gegenpol: Extrovertiert, charmant, aufbrausend und emotional verfolgt er seine Ziele um jeden Preis. Auch vernachlässigt er dabei nicht selten seine Ehefrau Friedl Dassler (Hannah Herzsprung). Allen vier Schauspielern gelingt es, zugleich den Zeitgeist und die eigenen alltäglichen Emotionen zum Ausdruck zu bringen.

Diese Neuverfilmung der Entstehung der zwei Marktführer Adidas und Puma nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch über 50 Jahre deutsche Geschichte. Die Inhalte des Zweiteilers basieren auf wahren Fakten und beleuchten das tragische Familienschicksal einer der bedeutendsten deutschen Familien der Sportbranche.

„Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ ist bereits ab dem 10. April 2017 in der Mediathek der ARD online abrufbar und wird in zwei Teilen am Karfreitag, den 14.4., und am Karsamstag, 15.4., jeweils um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.



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Kommentare
Eine Antwort zu “„Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ im Ersten”
  1. Den habe ich gesehen! Sehr interessant !
    LG JJacky

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