Birkenstock: Der Schuhhersteller produziert jetzt auch Matratzen

„Sandalen“ sind für uns Birkenstock
Ähnlich wie es bei Tempo (Papiertascheentuch), Aspirin (Kopfschmerztablette) oder Tesa (durchsichtiger Klebestreifen) ist, ist es auch bei Birkenstock. Der Markenname hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch als Oberbegriff für eine Produktgruppe, in diesem Fall ist es die Sparte der Sandalen, etabliert. Zig Generationen ist der Name des 1774 gegründeten Schuhhersteller-Unternehmens mit Sitz in Neustadt (Wied) gleichbedeutend mit „Sandalen“. Sie verwenden diese Bezeichnung, auch wenn es sich um Sandalen anderer Hersteller handelt. Ein solcher Effekt, den sich wahrscheinlich jede produzierende Firma wünscht, geschieht natürlich nicht von heute auf morgen. Mittlerweile ist es jedoch bereits über 50 Jahre her, seit Birkenstock seine ersten Sandalen auf den Markt gebracht hat. Dies geschah im Jahre 1964.

Vom andauernden Trend zur Kult-Marke
Obwohl, oder gerade weil, Birkenstock schon seit Jahrzehnten führend auf dem Markt der Schuhindustrie ist, ist die Popularität der Bikenstock Sandalen ungebrochen. Zwischen 2012 und 2016 hat der Schuh-Konzern seinen Umsatz sogar verdreifachen können. Grund hierfür ist sicherlich auch, dass der deutsche Birkenstock in den letzten Jahren regelmäßig an den Füßen vieler prominenter Persönlichkeiten zu sehen gewesen ist. Heidi Klum besitzt welche, Miranda Kerr ebenfalls und auch Selma Blair oder Naomi Watts, um ein paar Namen zu nennen.

Wird Birkenstock bald auch „Die Matratze“ sein?
Nun hat sich der Geschäftsleiter von Birkenstock, Oliver Reichert, dazu entschlossen, das Geschäftsfeld des Unternehmens zu erweitern. Und zwar will er zukünftig auch Matratzen herstellen und somit in eine Branche investieren, die alleine in Deutschland Milliarden umsetzt. Trotz hoher Konkurrenz gab sich Reichert vergangenen Januar dem Handelsblatt gegenüber kämpferisch und bezeichnete die so genannte Universal-Matratze, die immer wieder von diversen Start-up-Firmen angepriesen wird, als Marketing-Lüge. Eine Matratze sei erst dann für seinen Erwerber perfekt, wenn sie den darauf Liegenden individuell ergonomisch unterstützt und sie auf den Einzelnen abgestimmt ist. Die Passform müsse einfach stimmen, wie bei Schuhen eben auch.

Das macht die Birkenstock-Matratze aus
Die Preise der Matratzen, die in verschiedenen Ausfertigungen hergestellt werden, liegen zwischen 800 und 1.400 Euro, während für die speziell angefertigten Lattenroste weitere 450 bis 900 Euro fällig werden. Dies liegt zwar über dem durchschnittlichen Preis auf dem Markt, doch solle eine Birkenstock-Matratze auch „der Mercedes unter den Matratzen“ sein. Eine optimale Anpassung an die Körperkontur und eine hohe Punktelastizität sollen der gesamten Regeneration des Körpers zu Gute kommen. Vier Boxspringbetten und zwei Einliege-Varianten gehören mittlerweile zum Angebots-Programm.

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