Reise in die Oberlausitz: Gourmet Freuden und Familienzeit im Erbgericht Tautewalde

Ein paar Tage raus, Durchatmen, Energie sammeln! Kurzurlaube können wahre Wunder wirken, um so mehr haben wir uns über eine Einladung nach Sachsen gefreut. Drei Tage Landleben in der Oberlausitz waren eine willkommene Abwechslung. Von Berlin aus ist es ein Katzensprung. Wenn der Verkehr rollt, ist man schon in zwei Stunden am Ziel. Ideal um freitags die Kinder nach der Schule ins Auto zu packen und das Wochenende in der Natur zu verbringen.

In der hügeligen Landschaft der Oberlausitz, zwischen der Weinbrandheimat Wilthen und dem tausendjährigen Bautzen versteckt sich das Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde. Das familiär geführte 4-Sterne-Haus vermietet die historischen Mauern einer alten Postkutschenstation mit 31 geschmackvoll eingerichteten Zimmern, kleiner Parkanlage, Saunabereich und Tennisplatz. Willkommen sind Reisende, Gourmets, Familien, Hochzeits- und Tagungsgesellschaften. Außerdem bietet das Erbgericht regelmäßig Motorrad Arrangements mit interessanten Tagestouren unter persönlicher Begleitung des Hausherren, der selbst ein leidenschaftlicher Biker ist.

Im Hotel angekommen wurden wir herzlich begrüßt und haben uns sofort wohlgefühlt. Nach der staufreien Anreise waren wir sehr früh dran. Prompt gab es eine Einladung bei Kaffee und Kuchen die Wartezeit zu verkürzen bis die Zimmer frei würden. Ich hätte die Jungs auch auf einen Spaziergang durch die Wiesen rund um das Hotelterrain mitgenommen, aber welches Kind sagt nein, wenn es sich in der Küche selbst eine Portion Eis zusammenstellen darf. Im gemütlichen Biergarten stellt man sofort auf Entspannungsmodus. Sonnenschirme und eine große Linde spenden Schatten, während eine Reihe Palmen mediterranes Flair verbreitet.

Als vierköpfige Familie bekamen wir zwei Doppelzimmer mit Verbindungstür. Geräumig, hell mit Blick in dem weiten Garten und einem fruchtigen Willkommensgruß in jedem Zimmer. Ein dickes Plus gab es für die großzügigen Schränke selbst mit extra voluminöser Winterausstattung hätte ich hier alles bequem verräumen können.

Weitläufig von Wiesen und alten Bäumen umgeben, bietet das Haus viel Raum zum Wohlfühlen. Spielgeräte und Sandkasten sind für das ganz kleine Publikum interessant, meine wilden Abenteurer stürzten sich auf die Kletterbäume, Slackline und den Tennisplatz. Endlich konnten sie sich mal wieder an einer neuen Sportart versuchen und ich bekam einen guten Grund sie in Partnerlook ähm ich meine natürlich Teamkleidung zu stecken. Da der Platz nicht mehr vereinsmäßig kultiviert wird, gab es keinerlei Einschränkungen. Und siehe da, sie versuchten sich dennoch penibel an die Platzregeln zu halten. Schön, wenn man vom eigenen Nachwuchs überrascht wird.

Der großzügige Park mit den alten Bäumen lockt aber nicht nur Kinder, wie ich erfuhr, ist das Hotel auch bei Brautpaaren sehr beliebt. Im romantischen Pavillon kann man sich standesamtlich im Freien trauen lassen um anschließend mit seinen Gästen eine zauberhafte Landhochzeit zu feiern.

Vor und hinter dem Erbgericht führen ausgedehnte Wanderwege in die Umgebung. Wir nutzten die Chance für kleine Pfadfindertouren durch die Wildnis, während mein Mann seinem Marathontraining auf hügeliger Strecke etwas Abwechslung verschaffte. Mountainbike- und Quadausflüge hat uns leider der Regen vermiest. Angebote hierfür gab es in der Nähe. Einzig das Wetter konnten die hilfsbereiten Damen von der Rezeption nicht für uns organisieren.

Kochgenuss im Erbgericht

Ein wahrer Traum ist das Haus für Gourmet-Urlauber. Hier steht der Chef – Enrico Schulz- selbst am Herd und zelebriert mit seinem Team seine zweite Leidenschaft das Kochen. Ein tolle Mischung frischer saisonaler, regionaler Produkte verbinden sich auf dem Teller zu kreativen meist mediterranen Gerichten und Menüs. Kulinarisch hat uns das Haus völlig überrascht, denn wirklich gute Küche ist in der Gegend selten. Um so größer also die Freude auf die abendlichen Menüs, wenn zum Beispiel ein Süßkartoffelsüppchen auf gebratene Forelle an Gurken-Dill-Kartoffelragout traf und Quarkkeulchen an Aprikosensalat und Vanilleeis den Tag ausklingen ließen.

Das Familie Schulz mit Herzblut und Engagement ihr Hotel betreibt, merkt man durch den persönlichen Kontakt zu ihren Gästen. Jeden Abend hatten nicht nur wir ein nettes Gespräch mit einem von beiden im Restaurant.
Durch ihre guten Ausflugstipps für spannende Unternehmungen mit Kindern haben wir uns herzlich willkommen gefühlt. Besonders gut gefallen hat uns auch, dass wir jederzeit nach Rezeptgeheimnissen fragen durften. So nehmen wir beispielsweise die Senfbutter beim nächsten heimischen Grillabend in unsere Küchenklassiker mit auf. Vielen Dank.

Wer Kinder hat, weiß was Kindern schmeckt, also hat Enrico Schulz eine kleine feine Karte mit herzhaften und süßen Kreationen für den Nachwuchs zusammengestellt.  Kinderklassiker die frisch zu bereitet ohne lange Wartezeiten auf den Tisch kommen. Für uns als Eltern hat das den Abend sehr entspannt gestaltet. Vor Hauptgang und Dessert entfleuchten Herr Acht und Herr Zwölf regelmäßig in Richtung Spielplatz oder Wiese während wir bei Wein und Kerzenlicht schwatzen konnten.

Etwas versteckt, findet sich auf der Karte zwischen all den Getränken eine Auswahl hausgemachter Limonaden, die wir leider erst am letzten Tag entdeckten. Gemeinsam mit den Jungs haben wir das Beste daraus gemacht und eine Limonadenverkostung veranstaltet. Als sich alle Sorten farbenfroh in der Tischmitte vor uns aufreihten, begann das Expertenteam mit der professionellen Bewertung nach Geschmack, Farbe, Fruchtgehalt, Prickelfaktor und gaaanz wichtig Temperatur. Ein wunderbares Tischtheater, das wir zu Hause auf jeden Fall wiederholen werden – mit richtigen Bewertungskarten wie die Jungs versicherten. Eindeutiger Gewinner war an diesem Abend übrigens die Melonen Limonade.

Außerdem veranstaltet das Erbgericht regelmäßig Smoker-Abende die sich auch bei den Einheimischen größter Beliebtheit erfreuen. Ohne Reservierung ist hier nichts zu machen. Der große schwarze Smoker steht verlockend im Biergarten, während unseres Aufenthalts blieb er  leider kalt zum großen Leidwesens meines Mannes, ach was rede ich zum Leidwesen aller anwesenden Männer (ich habe die Blicke ganz genau gesehen).

Ab in die Wildnis

Das Erbgericht Tautewalde ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die nahe und ferne Umgebung. Eine Wanderung durch das schöne Oberlausitzer Bergland, Radfahren entlang der Spree oder eine Stadtführung durch Bautzen standen auf meiner Ideenliste. Die Männer lockten aber (beinahe) alte Knochen, historische Mauern und kühles Nass.

Also fuhren wir an Tag zwei zum Saurierpark Kleinwelka um den Urzeitgiganten Auge in Auge gegenüber zu stehen. Interessanter Weise bereitete den Jungs der Bereich, wo keine Saurier zu sehen waren das größte Vergnügen. Der Nervenkitzel in der desolaten Sicherheitszone der Vergessenen Welt war für meine Jurassic Park Fans ganz real. Was doch so ein paar akustische Reize und Vibrationseffekte so auslösen.

Um den Wasserspielplatz machten die vernüftigen Kinder wegen der mauen Temperaturen einen Bogen, schafften es aber dennoch mit einem sumpfgetauchten Fuß vom Kletterspielplatz zurück zu kommen. Meine Expeditionsausrüstung enthielt zwar Notfallkleidung, füe neue Schuhe gab es aber eine Fehlanzeige. Und noch etwas entscheidendes vermissten wir: gutes Essen. Wieso bekommt es kein Park organisiert eine Alternative zum dem fettigen Fast Food Kram anzubieten? Im Hotel hätte ich mir sicherlich ein schönes Lunchpaket packen lassen können, daran habe ich aber nicht gedacht.

Für Tag drei viel die Entscheidung zu Gunsten eines echten Klassikers der sächsischen Schweiz – die Festung Königstein inmitten des Elbsandsteingebirges. Die auf einem Tafelberg gelegene Anlage bietet großartige Sichtachsen in die weite Umgebung und ist sehr weitläufig.

Fazit

Ereignisreich und wie immer viel zu schnell ging unser Kurzurlaub in der Oberlausitz zu Ende. Im Hotel Erbgericht Tautewalde haben wir uns richtig, richtig wohl gefühlt. Hier wird man mit sehr guter Küche herzlich und sehr persönlich umsorgt. Familie Schulz und ihr Team nehmen sich viel Zeit für ihre Gäste um jedem den Aufenthalt entspannt und angenehm zugestalten. Die Kinder genossen die weitläufigen Anlagen, wo sie ungestört und ohne zu stören toben konnten. Wir hatten einen sehr schönen Aufenthalt und können das Erbgericht besten Gewissens weiter empfehlen!

Die Ausflugsziele in die nahe und ferne Umgebung sind ebenso zahlreich wie vielfältig, ob Natur, Kultur, Sport oder Kinderspaß hier gibt es zu jeder Jahreszeit eine Menge zu entdecken. Aufgrund der guten Anbindung an Berlin werden wir bald wieder eine Reise ins Elbsandsteingebirge unternehmen, denn da steht noch so einiges auf unserer Wunschliste.

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Grundlage des Erfahrungsberichts war eine Einladung in das Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde. Unsere Einschätzung basiert auf perönlichen Erlebnissen und Eindrücken. Es stand uns frei, darüber zu berichten.

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Reise in die Oberlausitz: Gourmet Freuden und Familienzeit im Erbgericht Tautewalde, 4.4 out of 5 based on 7 ratings
Kommentare
3 Antworten zu “Reise in die Oberlausitz: Gourmet Freuden und Familienzeit im Erbgericht Tautewalde”
  1. Talfahrt Ralf sagt:

    Schöner Bericht über Urlaub in Sachsen. Wollt ihr nicht auch mal nach Meißen kommen. Wir haben auch gutes Essen und schöne Radwege direkt an der Elbe nach Dresden. Schreibt mich an falls ihr Tipps wollt. LG
    Talfahrt Ralf

  2. Norbert sagt:

    Deine Bilder sind toll, die machen sofort Lust sich ins Auto zu setzen um dort ein wenig auszuspannen. Werde mir den Tipp merken, denn die Küche klingt wirklich gut.
    Schönes Wochenende
    Norbert

    • Anne sagt:

      Hallo Norbert,
      es freut uns wenn wir dich mit unseren Aufnahmen inspirieren konnten. Für eine kurze Auszeit ohne großen Citytrubel sind die idylischen Landhotels wirklich ideal. Falls du wirklich mal im Erbgericht Tautewalde vorbeischaust, freuen wir uns über eine Kommentar von dir.
      Schönes Wochenende
      Anne

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