Männer und Mode – eine schwierige Beziehung

Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, dass Männer bei dem Begriff Mode völlig überfordert sind und keine Ahnung von Männermodetrends haben. Was an heißen Sommertagen so durch die Fußgängerzonen der belebten Innenstädte läuft, jagt so mancher Frau einfach nur einen Schauer über den Rücken und man verspürt den dringenden Wunsch, denn Mann zu fesseln, zu knebeln und ihn in ein Herrenmodegeschäft zu verschleppen, wo er endlich richtig angezogen wird.

Wie könnte ein solch modischer Fehlgriff auf zwei Beinen aussehen?

Die Füße stecken mit weißen oder wahlweise auch mit schwarzen Frotteesocken in Trekkingsandalen. Die knielangen Shorts sitzen etwas zu knapp weit unterhalb der Hüften und werden im schlimmsten Fall von einem billigen Kunstledergürtel gehalten. Darüber spannt sich ein ansehnlicher Bauch, der von einem weißen Feinripphemd oder von einem Muscleshirt, mit schreiend bunten Prints oder einem Ed Hardy Logo, hauteng bedeckt wird. Auf dem Kopf tragen diese Männer gerne ein Basecap mit einem albernen Spruch oder einer Werbebotschaft. Um den wohlbeleibten Körper trägt der Mann, dem Mode anscheinend völlig gleichgültig ist, sozusagen als Krönung, eine Gürteltasche. Dieses Grusel Outfit kann aber noch beliebig gesteigert werden. Auffälliger Schmuck, wie zum Beispiel eine Goldkette, die jedem Gansterrapper alle Ehre machen würde und die selbst im dichten Dschungel des Brusthaars noch deutlich sichtbar ist; einen Protzring, der am kleinen Ring steckt, oder eine sehr goldene Armbanduhr mit sehr großen und falschen Steinen. Der Uhr kann man schon von weitem ansehen, dass sie aus dem letzten Urlaub in der Türkei stammt, bei einem fliegenden Händler am Strand gekauft und in China fabriziert wurde.

Was ist an diesem Outfit falsch? ALLES!

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Kommentare
2 Antworten zu “Männer und Mode – eine schwierige Beziehung”
  1. Larenzo sagt:

    Es soll ja auch Menschen geben, die sich nicht fürs Theater interessieren, solche, die miut Fussball nichts anfangen können und die, die sich einen Dreck um Autos scheren. Warum sollte das bei der Mode anders sein? Wenn Kleidung in erster Linie dazu diennt, die Blöße zu bedecken und den Körper vor Umwelteinflüssen zu schützen, dann muss man das halt akzeptieren. Toleranz ist das oberste Gebot des Zusammenlebens…

  2. MissMode sagt:

    Ich schließe mich ein, Mode ist eine sehr persönliche Meinung. Man mag ja bestimmte Kombination nicht mögen, aber ehrlich gesagt, ist mir egal ob Männer auf der Straße mit einem rosa Pullunder und grüne Jeans durch die Gegend laufen. Man sollte sich nicht so sehr auf andere konzentrieren, sondern eher die Gruppe suchen, wo man hingehört.

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