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Sisi Wasabi kennt Taschkent

Dass es ein Land namens Usbekistan gibt, ist den meisten Mitbürgern hierzulande mittlerweile bekannt, zumindest wenn sie ab und an einmal Zeitung lesen oder Nachrichtensendungen im Fernsehen verfolgen. Dass es in dem Land eine Modeszene geben soll, ist vielen jedoch neu, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass Usbekistan über eine eigene Fashion & Design Week namens „Style.uz“ verfügt.

Dabei findet die Mode- und Designwoche bereits zum dritten Mal statt und wird vom Forum für Kultur und Kunst der Usbekistan Stiftung in Zusammenarbeit mit der Dom Stilya Modelers Association veranstaltet. Gezeigt werden dort jedoch nicht nur regionale Anbieter, Hersteller aus dem benachbarten Russland oder Asien, sondern die Veranstaltung besticht auch durch internationale Marken wie DSQUARED2, Chopard und Wolford.

Eröffnen wird die Style.uz jedoch ein ganz anderes Label, das vor gar nicht allzu langer Zeit mindestens genauso klein angefangen hat, wie die usbekische Modebranche: Sisi Wasabi, das Avantgarde-Vorzeige-Label aus Berlin, das sich von der bescheidenen Hinterhof-Nähstube der Designerin Zerlina von dem Bussche zu einem weltweit geachteten Geheim-Tipp gemausert hat. Am 12. Oktober zeigt Sisi Wasabi im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung in Taschkent Highlights ihrer neuen Frühjahr/Sommer 2009 Kollektion. Weitere Shows des Abends kommen von der russischen Designerin Alena Akhmadullina und dem Japaner Norio Surikabe.

In der Woche vom 12. bis 17. Oktober finden im Rahmen der usbekischen Modewoche etliche Fashion Shows, Ausstellungen und exklusive Präsentationen statt. Von der lokalen Tracht bis zu ausgefallenen Entwürfen diverser Jungdesigner gibt es in Taschkent zumindest für ein paar Tage alles zu sehen, was sich der modeinteressierte Fachbesucher wünschen kann.

Ob Usbekistan für Zerlina von dem Bussche und Sisi Wasabi zu einem zentralen Absatzmarkt werden wird, bleibt abzuwarten und darf durchaus hinterfragt werden. Trotzdem zeugt das Engagement dort von der Umsetzung der bereits im vergangenen Sommer angekündigten, internationalen Expansionspolitik der Marke. Und wer international groß rauskommen will, kommt an den neuen Märkten Osteuropas und Vorderasiens nicht vorbei. Das wissen die Global Player wie Hugo Boss genauso, wie die jungen Wilden.

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