Opium – neuer Flakon, neuer Skandal

Foto by flickr, 13448250@N08, unter CC by

Es gibt Düfte, die sind einfach unvergänglich. Chanel No 5 gehört dazu und natürlich auch Opium von Yves Saint Laurent. Seit das Parfüm 1976 auf den Markt kam, sorgt es für Skandale. Jetzt sorgt ein neuer Flakon für Aufsehen.

Yves Saint Laurent hatte schon immer ein Händchen dafür, wenn es darum ging, Aufmerksamkeit zu bekommen. Meist geschah das auf spektakuläre Art und Weise. 1966 kreierte er den Smoking für die Frau, fünf Jahre später ließ er sich mit nichts als seiner charakteristischen Brille auf der Nase für seinen ersten Herrenduft YSL Homme ablichten und 1976 kam schließlich Opium auf den Markt und sorgte für den bis dahin größten Skandal.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten und in China wurde der Duft sofort verboten und in den USA musste eine Untersuchung nachweisen, dass es sich tatsächlich um ein Parfüm handelt und nicht um Drogen, erst dann durfte der Duft für den man damals umgerechnet 110,- Euro hinblättern musste, auch verkauft werden. In 16 Werbekampagnen setzte Yves Saint Laurent immer noch eins drauf. Von Helmut Newton wurde der Flakon fotografiert, Kate Moss warb lasziv dafür und eine nackte Sophie Dahl durfte 2000 an keiner Plakatwand in Amerika auftauchen.

Jetzt hat Opium, der Duft, der nach Aussage von Yves Saint Laurent für eine Kaiserin gemacht war, einen neuen Skandal. Der Flakon wurde aufgefrischt, weil er nach Meinung von Marketingstrategen nicht mehr zeitgemäß war.

Glas statt Plastik, symmetrisch statt asymmetrisch, matt statt glänzend, das kleine Fenster ist in der Mitte und die Schnur ist im Flakon und nicht mehr außen. Für den Erfinder des Originalflakons, den mittlerweile 78-jährigen Pierre Dinand, ist das eine Frechheit ohne Gleichen und eben ein Skandal!

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