Bei T.C. Boyle dauert es nicht lange, bis aus einer vernünftigen Debatte ein persönlicher Kleinkrieg wird. In „Wenn das Schlachten vorbei ist“ streiten eine Biologin und ein militanter Tierschützer darüber, ob eingeschleppte Tiere auf den kalifornischen Channel Islands getötet werden dürfen. Beide wollen die Natur schützen. Beide halten sich für moralisch überlegen. Und beide machen im Verlauf des Romans deutlich, wie schnell Überzeugung in Besessenheit umschlagen kann. Mich hat das Buch weniger wegen seiner eigentlichen Handlung beschäftigt als wegen der…















