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Shenzhen Erfahrungen: 10 Tage zwischen Luxus, Lifestyle und Zukunftstechnologie

Ein modernes Gebäude in Shenzhen mit einer futuristischen Skulptur im Vordergrund

Nach unserem Aufenthalt in Shanghai im vergangenen Jahr wollten wir eine weitere Seite Chinas kennenlernen. Die Wahl fiel auf Shenzhen. Eine Stadt, die in Europa noch immer deutlich weniger bekannt ist als Shanghai, Peking oder Hongkong. Dabei gehört Shenzhen zu den modernsten Metropolen der Welt und hat uns in vielen Bereichen sogar noch mehr überrascht als Shanghai.

Für unsere Reise über Pfingsten hatten wir bereits im März gebucht. Geflogen sind wir mit Air China ab Frankfurt. Die Flugzeiten hatten wir ganz bewusst gewählt. Unser Hinflug startete kurz nach 12 Uhr mittags, der Rückflug zurück nach Deutschland kurz nach Mitternacht. Unser Ziel war es, den Jetlag möglichst zu vermeiden.

Der Vorteil dieser Flugzeiten zeigte sich bereits am ersten Reisetag. Während des Fluges konnten wir uns an die neue Zeitzone anpassen und im Zielland weitgehend nach dem lokalen Rhythmus schlafen. Gerade bei Reisen nach Asien würden wir diese Variante jederzeit wieder wählen.

Air-China-Flug nach Shenzhen am Flughafen während unserer China-Reise

Für unsere 10-tägige Reise nach Shenzhen sind wir mit Air China von Frankfurt nach China geflogen.

Nach der Ankunft sind wir bewusst bis mindestens 21 Uhr Ortszeit unterwegs geblieben und haben uns nicht ins Hotelzimmer zurückgezogen. Dasselbe haben wir nach der Rückkehr nach Deutschland gemacht. Dadurch hatten wir weder bei der Hinreise noch bei der Rückreise mit Jetlag zu kämpfen.

Bereits bei der Ankunft wurde deutlich, wie modern Shenzhen mittlerweile ist. Breite Straßen, futuristische Hochhäuser, perfekt organisierte Metro-Stationen und riesige Einkaufszentren prägen das Stadtbild mit viel Grün und wenig Lärm. Vieles wirkt wie eine Mischung aus Shanghai, Singapur und Hongkong.

Was uns zusätzlich aufgefallen ist: Die Stadt ist absolut leise und nicht zu vergleichen mit  europäische Metropolen. Überall fahren Elektroautos, Elektrobusse und unzählige E-Roller. Gerade im Vergleich zu Hongkong hatten wir den Eindruck, dass die Luft deutlich sauberer ist als viele Reisende vermutlich erwarten würden.

Gewohnt haben wir im Hilton Shenzhen Futian. Das Hotel liegt im modernen Geschäftsviertel Futian und war für uns die perfekte Basis für sämtliche Ausflüge. Wir hatten bewusst keine Verpflegung gebucht. Im direkten Umfeld befinden sich unzählige Restaurants, Cafés und Food Courts, sodass Frühstück, Mittag- oder Abendessen jederzeit spontan möglich waren.

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Rooftop-Pool im Hilton Shenzhen Futian mit Blick auf die Skyline von Shenzhen

Der Rooftop-Pool im Hilton Shenzhen Futian bietet einen beeindruckenden Blick auf die moderne Skyline von Shenzhen.

Besonders beeindruckt hat uns die Freundlichkeit der Menschen. Viele Reisende haben vor ihrem ersten China-Besuch Sorge wegen möglicher Sprachbarrieren. Bereits nach unserem Shanghai-Urlaub wussten wir, dass die Kommunikation in China deutlich einfacher funktioniert, als viele Menschen vermuten. Im Vergleich zu unserem Aufenthalt in Shanghai sprachen deutlich mehr Menschen Englisch. Selbst dort, wo keine Englischkenntnisse vorhanden waren, hatten nahezu alle ein Übersetzungsgerät oder nutzten Übersetzungs-Apps auf dem Smartphone. Egal ob im Restaurant, in der Metro oder beim Einkaufen – Verständigungsprobleme gab es praktisch nie.

Metro, Didi und Mobilität in Shenzhen

Während unserer gesamten Reise haben wir kein Auto vermisst. Das Metro-Netz in Shenzhen ist ähnlich gut ausgebaut wie in Shanghai und bringt Euch nahezu überall hin. Fast jede Sehenswürdigkeit, jedes Einkaufszentrum und jede wichtige Attraktion lassen sich bequem mit der U-Bahn erreichen.

Wir haben uns alle drei Tage direkt am Informationsschalter der Metro-Station Futian ein neues Drei-Tages-Ticket gekauft. Das war unkompliziert, günstig und für unsere Bedürfnisse die ideale Lösung.

Shenzhen Metro Drei-Tages-Ticket für Touristen während unserer Reise durch Shenzhen

Alle drei Tage haben wir uns direkt an der Metro-Station Futian ein neues Drei-Tages-Ticket gekauft. Für uns die einfachste Möglichkeit, Shenzhen flexibel zu erkunden.

Die Metro-Stationen sind modern, klimatisiert und hervorragend ausgeschildert. Selbst als Tourist findet man sich schnell zurecht. Sollte ein Ziel einmal nicht direkt erreichbar sein, genügt eine kurze Fahrt mit einem Didi. Die chinesische Alternative zu Uber ist günstig, zuverlässig und innerhalb weniger Minuten verfügbar.

Bezahlen ohne Bargeld: So funktioniert China heute

Bereits aus unserem Shanghai-Urlaub wussten wir, dass Bargeld in China kaum noch eine Rolle spielt. Shenzhen hat diesen Eindruck noch einmal bestätigt.

Während unseres gesamten Aufenthalts haben wir keinen einzigen Yuan in bar benötigt. Bezahlt wurde ausschließlich mit Alipay und einer hinterlegten Visa-Karte von Trade Republic. Das funktionierte in Restaurants, Einkaufszentren, an Automaten, in kleinen Geschäften und sogar bei Straßenhändlern problemlos.

Bargeldloses Bezahlen mit Alipay an einem Straßenstand in Shenzhen

Selbst an kleinen Straßenständen haben wir in Shenzhen ausschließlich mit Alipay bezahlt. Bargeld haben wir während der gesamten Reise kein einziges Mal benötigt.

Wer heute nach Shenzhen reist, sollte sich vor der Abreise mit Alipay beschäftigen. Danach läuft nahezu jede Zahlung digital ab. Für uns war das deutlich komfortabler als Bargeldwechsel oder Geldabhebungen vor Ort.

Alipay App in Shenzhen mit eSIM, Übersetzung und Reisefunktionen während unserer China-Reise

Alipay war während unserer gesamten Reise unser wichtigstes Werkzeug für Zahlungen, Übersetzungen, Reisen und den Alltag in Shenzhen.

Shopping in Shenzhen: Luxus, Lifestyle und gigantische Einkaufswelten

Wer Shenzhen besucht und Shopping liebt, sollte genügend Zeit einplanen.

Die Stadt verfügt über einige der beeindruckendsten Shopping-Malls, die wir bisher gesehen haben. Viele dieser Einkaufszentren sind so groß, dass man sich darin problemlos mehrere Stunden aufhalten kann, ohne alles gesehen zu haben.

Anders als in vielen europäischen Städten dominieren hier internationale Luxusmarken. Louis Vuitton, Dior, Gucci, Prada, Balenciaga, Saint Laurent, Cartier oder Rolex sind in zahlreichen Malls vertreten.

Besonders im Bezirk Futian reiht sich ein gigantisches Einkaufszentrum an das nächste. Viele Gebäude sind direkt mit Metro-Stationen verbunden und bieten neben Shopping auch Restaurants, Cafés, Kinos und Entertainment-Bereiche.

Wer sich für Elektronik interessiert, sollte außerdem Huaqiangbei besuchen. Der Stadtteil gilt als einer der bekanntesten Elektronikmärkte der Welt. Hier bekommt man nahezu alles – von Smartphone-Zubehör über Drohnen bis hin zu den neuesten Technik-Gadgets.

Preislich bewegen sich die meisten Marken auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland. Interessant wird es durch die Tax-Refund-Möglichkeiten, die viele Geschäfte anbieten. Dadurch lassen sich je nach Einkaufswert durchaus Vorteile erzielen.

Bei mehreren Einkäufen wurde der Tax Refund direkt an der Kasse verrechnet. Gerade bei Luxusmarken kann sich das bemerkbar machen. Bei höherpreisigen Einkäufen sind teilweise zusätzliche Formulare notwendig. Da wir diese Grenze nicht überschritten haben, mussten wir uns darum nicht kümmern.

Haus Nowhere Shenzhen: Wenn Shopping zum Kunstfilm wird

Zu den außergewöhnlichsten Orten unserer Reise gehörte Haus Nowhere Shenzhen in der Shenzhen MixC World im Nanshan-Distrikt. Wer hier einen klassischen Store erwartet, wird schnell merken: Das ist eher ein begehbarer Kunstfilm als ein normales Einkaufserlebnis.

Kunstfigur im Haus Nowhere Shenzhen von Gentle Monster

Zwischen monumentalen Skulpturen und futuristischen Räumen verschwimmen im Haus Nowhere die Grenzen zwischen Shopping, Kunstinstallation und Inszenierung.

Das Konzept stammt vom südkoreanischen Brillenlabel Gentle Monster und erstreckt sich über drei Etagen im Water Plaza der MixC World. Im Mittelpunkt steht das Thema „Insect Kingdom“, eine surreale Geschichte aus Riesen, Insekten und Tieren. Schon beim Betreten fühlt sich alles mehr nach Museum, Theaterkulisse oder Science-Fiction-Set an als nach Shopping-Mall.

Kunstinstallation eines überdimensionalen Käfers im Haus Nowhere von Gentle Monster in Shenzhen

Riesige Kunstinstallationen gehören zum Konzept von Haus Nowhere. Das futuristische Retail-Erlebnis von Gentle Monster wirkt eher wie ein Museum als ein klassisches Geschäft.

Zwischen riesigen Installationen, animatronischen Figuren und futuristischen Räumen findet Ihr Stores von Gentle Monster, Tamburins und weiteren Fashion- und Lifestyle-Marken. Besonders spannend ist dieser Ort, weil er zeigt, wie Retail in Asien heute gedacht wird: nicht nur als Verkauf, sondern als Erlebnis, Inszenierung und Markenwelt.

Für uns war das ein absolutes Muss das ganz oben auf meiner ToDo Liste stand! Das Haus Nowhere verbindet Mode, Kunst, Duft, Design und futuristisches Storytelling auf eine Weise, die wir in Europa so kaum kennen.

Von allen Einkaufszentren hat uns die MixC World am besten gefallen. Nicht nur wegen der zahlreichen Luxusmarken, sondern vor allem wegen Haus Nowhere von Gentle Monster. Allein für diesen Store würden wir die Mall erneut besuchen.

Überraschend günstig: Essen und Getränke in Shenzhen

Während Hotels und Luxus-Shopping durchaus internationales Niveau erreichen, sind Restaurants und Cafés häufig deutlich günstiger als in Deutschland.

Selbst in modernen Einkaufszentren bekommt man komplette Mahlzeiten oft für einen Bruchteil dessen, was vergleichbare Restaurants in Frankfurt, München oder Hamburg verlangen würden.

Besonders beeindruckt hat uns die Vielfalt. Innerhalb weniger Minuten wechselt man von traditionellen chinesischen Restaurants zu modernen Cafés, internationalen Ketten oder gehobener Gastronomie.

Wer gerne neue Küchen ausprobiert, wird in Shenzhen jeden Tag etwas Neues entdecken.

Japanisches Gericht in einem Restaurant in Shenzhen während unserer Reise durch China

Ob chinesische Küche, Sushi oder internationale Restaurants – die Auswahl in Shenzhen hat uns beeindruckt und war häufig deutlich günstiger als in Deutschland.

Für drei Personen haben wir je nach Restaurant meist zwischen 90 und 150 RMB bezahlt. Umgerechnet entspricht das häufig nur etwa 10 bis 20 Euro. In vielen Restaurants gehören Reis und Tee selbstverständlich zum Essen dazu und können kostenlos nachgefüllt werden. Das kannten wir bereits aus Shanghai. Wer möchte, bestellt zusätzliche Getränke oder bringt sogar eigene Getränke mit. Wasser, Softdrinks oder Tee kosten häufig nur zwischen 4 und 9 RMB und sind damit deutlich günstiger als in Deutschland.

Chinesischer Hot Pot in einem Restaurant in Shenzhen während unseres Aufenthalts

Hot Pot gehört zu den beliebtesten Gerichten in China. Für drei Personen haben wir in Shenzhen häufig zwischen 90 und 150 RMB für ein komplettes Essen bezahlt.

Xiaomeisha Beach: Unser persönliches Highlight

Viele Menschen verbinden Shenzhen ausschließlich mit Technologie, Wolkenkratzern und Industrie.

Genau deshalb hat uns Xiaomeisha Beach so überrascht.

Der Strand liegt an der Küste von Shenzhen und eignet sich perfekt für einen Tagesausflug. Der Eintritt kostet aktuell 50 RMB pro Person. Für uns war das jeden Yuan wert.

Bereits am Eingang werden Taschenkontrollen durchgeführt. Die gesamte Anlage erinnert eher an einen gepflegten Freizeitpark oder Schwimmbadbesuch als an einen klassischen Stadtstrand.

Die gesamte Anlage wirkt gepflegt, sauber und modern. Das Wasser war deutlich klarer, als wir es in einer Millionenmetropole erwartet hätten. Während unseres Besuchs herrschte bestes Wetter mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen deutlich über 30 Grad.

Wer einige Tage in Shenzhen verbringt, sollte Xiaomeisha Beach unbedingt einplanen. Der Kontrast zwischen futuristischer Skyline und entspanntem Strandtag macht einen großen Teil des Reizes dieser Stadt aus.

Futian: Das moderne Herz von Shenzhen

Während unseres Aufenthalts haben wir den größten Teil unserer Zeit im Stadtteil Futian verbracht. Wer zum ersten Mal nach Shenzhen reist, wird früher oder später hier landen.

Futian gilt als modernes Zentrum der Stadt. Hier befinden sich viele der bekanntesten Hochhäuser, internationale Hotels, Einkaufszentren und Unternehmenszentralen.

Besonders beeindruckend fanden wir die Mischung aus moderner Architektur und perfekt geplanter Infrastruktur. Viele Gebäude sind direkt mit Metro-Stationen verbunden. Dadurch lassen sich selbst größere Distanzen bequem zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

Anders als in vielen europäischen Großstädten wirkt Futian trotz seiner Größe erstaunlich sauber und organisiert. Breite Gehwege, gepflegte Grünanlagen und moderne öffentliche Plätze prägen das Stadtbild.

Luxus-Shopping und moderne Architektur bei Nacht in Shenzhen

Sobald die Sonne untergeht, zeigt Shenzhen eine völlig andere Seite. Zwischen Luxus-Boutiquen, moderner Architektur und beleuchteten Wolkenkratzern entsteht eine beeindruckende Atmosphäre.

Gerade am Abend zeigt sich Futian von seiner besten Seite. Die beleuchteten Wolkenkratzer sorgen für eine beeindruckende Skyline, die man eher in Städten wie Singapur oder Dubai erwarten würde.

Für uns war Futian der ideale Ausgangspunkt, um Shenzhen kennenzulernen.

Shenzhen Bay Park: Die überraschend grüne Seite der Stadt

Der Shenzhen Bay Park gehörte für uns zu einen der angenehmsten Orten der gesamten Reise. Während viele Besucher bei Shenzhen zuerst an Hochhäuser, Technologieunternehmen und riesige Einkaufszentren denken, zeigt sich hier eine völlig andere Seite der Stadt.

Wir haben dort einen langen Spaziergang entlang der Küste gemacht und waren überrascht, wie ruhig es trotz der Millionenmetropole im Hintergrund war. Der Park ist voller Bäume, hervorragend gepflegt und direkt am Meer gelegen. Baden ist hier zwar nicht möglich, dafür genießt man nahezu durchgehend einen freien Blick auf das Wasser und die Skyline.

Shenzhen Bay Park mit Blick auf die Skyline von Shenzhen und die Küste

Der Shenzhen Bay Park gehörte zu unseren Lieblingsorten in der Stadt. Direkt am Wasser gelegen, bietet er einen beeindruckenden Blick auf die Skyline und eine überraschend ruhige Atmosphäre.

Besonders gefallen hat uns die entspannte Atmosphäre. Keine Hektik, kaum Verkehrslärm und viele Einheimische, die spazieren gehen, joggen oder einfach die Aussicht genießen. Gerade nach mehreren Stunden in den Einkaufszentren oder zwischen den Hochhäusern von Futian war der Shenzhen Bay Park für uns eine willkommene Abwechslung.

Wer einige Tage in Shenzhen verbringt, sollte sich bewusst Zeit für diesen Teil der Stadt nehmen. Für uns war es einer der schönsten Orte, um die moderne und gleichzeitig überraschend grüne Seite von Shenzhen kennenzulernen.

Hongkong als Tagesausflug? Wir würden es anders machen

Viele Reiseführer empfehlen einen schnellen Tagesausflug nach Hongkong.

Nach unserer Erfahrung würden wir das nur eingeschränkt empfehlen.

Die Ein- und Ausreise erinnert stark an einen Flughafen. Passkontrollen, Sicherheitskontrollen und Wartezeiten nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch, als viele Besucher erwarten.

Wer Hongkong wirklich erleben möchte, sollte mindestens drei Übernachtungen einplanen oder sogar einen separaten Urlaub daraus machen.

Wir selbst haben einen Tag in Hongkong verbracht und schnell festgestellt, dass die Stadt deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Obwohl Hongkong direkt vor der Tür liegt, sollte man die Anreise nicht unterschätzen. Von unserem Hotel in Shenzhen bis wir tatsächlich in Hongkong angekommen waren, vergingen rund drei Stunden. Grenzkontrollen, Sicherheitskontrollen und die Weiterfahrt innerhalb Hongkongs kosten deutlich mehr Zeit als viele Reisende erwarten.

Straßenszene in Hongkong mit typischer Bebauung und Doppeldeckerbus

Während Shenzhen futuristisch und modern wirkt, zeigt Hongkong eine deutlich dichtere und historisch gewachsene Seite der Region.

Internet in China: Ohne eSIM wird es unnötig kompliziert

Eine Sache würden wir jedem empfehlen, der zum ersten Mal nach China reist: Kümmert Euch bereits vor der Abreise um eine funktionierende eSIM.

Wir haben uns bereits vor dem Abflug für eine eSIM direkt über Trip.com entschieden, die sowohl in China als auch in Hongkong funktioniert. Zu Hause wurde die eSIM auf dem Smartphone eingerichtet und direkt nach der Landung in Shenzhen aktiviert. Dadurch waren wir vom ersten Moment an online und konnten sofort Alipay, Metro-Navigation und Übersetzungsapps nutzen.

Gerade in China ist eine stabile Internetverbindung enorm wichtig. Navigation, Übersetzungs-Apps, Metro-Verbindungen, Alipay oder Restaurant-Suchen laufen praktisch ständig über das Smartphone.

Während unserer gesamten zehn Tage in Shenzhen funktionierte die eSIM problemlos. Die Einrichtung war unkompliziert und innerhalb weniger Minuten erledigt.

Rückblickend würden wir die eSIM sogar zu den wichtigsten Vorbereitungen für die Reise zählen. Wer direkt nach der Landung Internet hat, startet deutlich entspannter in den Urlaub.

Unser Tipp: Die eSIM bereits einige Tage vor Abreise aktivieren und die Einrichtung testen. So vermeidet Ihr unnötigen Stress am Flughafen oder nach der Ankunft in China.

Beste Reisezeit für Shenzhen: Unsere Erfahrungen über Pfingsten

Unsere Reise fand über Pfingsten statt.

Gebucht hatten wir bereits im März. Rückblickend würden wir diesen Zeitraum jederzeit wieder wählen.

Während unserer gesamten zehn Tage hatten wir keinen einzigen Regentag. Stattdessen erwarteten uns Sonne, hohe Temperaturen und perfektes Wetter für Ausflüge, Shopping und Besichtigungen.

Allerdings sollte man die Temperaturen nicht unterschätzen. Teilweise war es sehr heiß gepaart mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Wer viel zu Fuß unterwegs ist, sollte ausreichend Wasser einplanen und Aktivitäten in den Mittagsstunden möglichst vermeiden.

Shenzhen Hiking Trail am Yangtai Mountain in Shenzhen

Shenzhen besteht nicht nur aus Wolkenkratzern und Einkaufszentren. Rund um die Stadt finden sich zahlreiche Wanderwege wie der Yangtai Mountain Trail.

Durch die vielen klimatisierten Metro-Stationen, Einkaufszentren und Restaurants lässt sich die Hitze jedoch gut aushalten.

Für uns waren die Wetterbedingungen nahezu ideal.

Was kostet eine Reise nach Shenzhen?

Während Hotels, internationale Marken oder Luxus-Shopping häufig auf einem ähnlichen Preisniveau wie in Europa liegen, sieht es bei den täglichen Ausgaben deutlich anders aus.

Vor allem Essen, Getränke und die Nutzung der Metro sind im Vergleich zu Deutschland ausgesprochen günstig. Für drei Personen haben wir in Restaurants meist zwischen 90 und 150 RMB bezahlt. Getränke kosten häufig nur wenige RMB und auch die Metro gehört zu den günstigsten und gleichzeitig besten Verkehrssystemen, die wir bisher genutzt haben.

Natürlich hängen die tatsächlichen Kosten stark vom eigenen Reisestil ab. Wer in einfachen Unterkünften übernachtet, kann deutlich günstiger reisen. Wer hingegen in einem Hotel wie dem Hilton Shenzhen Futian wohnt, regelmäßig Restaurants besucht und auch das eine oder andere Shopping-Erlebnis mitnimmt, sollte etwas großzügiger kalkulieren.

Aus unserer Erfahrung solltet Ihr für zehn Tage Shenzhen inklusive Flug, Hotel, Verpflegung, Metro, Ausflügen und kleineren Einkäufen mit rund 1.300 Euro pro Person rechnen, ohne dabei ständig auf jeden Euro achten zu müssen.

Shenzhen oder Shanghai?

Nach unseren Reisen in beide Städte werden wir häufig gefragt, welche Metropole uns besser gefallen hat.

Shanghai wirkt internationaler und historischer. Shenzhen dagegen moderner, entspannter und in vielen Bereichen noch futuristischer.

Das Metro-Netz ist in beiden Städten hervorragend. Die Digitalisierung ist auf einem ähnlich hohen Niveau. In Shenzhen hatten wir allerdings das Gefühl, dass der Alltag etwas ruhiger abläuft und viele Abläufe noch unkomplizierter wirken.

Fest steht: Wir würden jederzeit wiederkommen.

Zehn Tage waren ausreichend, um viele Highlights zu erleben. Gleichzeitig haben wir das Gefühl, nur einen kleinen Teil dieser beeindruckenden Stadt kennengelernt zu haben. Genau das macht Shenzhen so spannend.

Was uns von Shenzhen am stärksten in Erinnerung geblieben ist, sind nicht die Hochhäuser oder die riesigen Einkaufszentren. Es sind die Menschen. Egal ob im Restaurant, in der Metro oder beim Einkaufen – wir wurden überall freundlich empfangen. Nach zehn Tagen hatten wir längst nicht alles gesehen. Einen zweiten Besuch würden wir deshalb keine Sekunde überlegen.

Warum wir jederzeit wieder nach Shenzhen reisen würden

Nach zehn Tagen hatten wir nicht das Gefühl, alles gesehen zu haben.

Ganz im Gegenteil.

Die Stadt ist riesig und bietet deutlich mehr als futuristische Hochhäuser und Technologieunternehmen.

Moderne Infrastruktur, saubere Straßen, freundliche Menschen, unkomplizierte Bezahlmöglichkeiten, gutes Essen und beeindruckende Shopping-Möglichkeiten machen Shenzhen zu einem der spannendsten Reiseziele in China.

Wer bereits Städte wie Shanghai kennt, wird viele vertraute Dinge wiederfinden. Gleichzeitig besitzt Shenzhen einen ganz eigenen Charakter.

Für uns gehört die Stadt mittlerweile zu den interessantesten Metropolen Asiens.

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