LITERATUR

Bücher für den Herbst 2026: 16 Geschichten, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte

Frau liest im Herbst ein Buch unter einem Baum im Park
Ein gutes Buch, goldene Blätter und ein ruhiger Herbsttag – genau die richtige Stimmung für unsere Lesetipps 2026.

Die ersten kühlen Abende sind da, draußen färben sich die Blätter und plötzlich klingt ein freier Sonntag auf dem Sofa wieder ziemlich verlockend. Was jetzt noch fehlt? Ein Buch, das Euch nach wenigen Seiten so sehr fesselt, dass Ihr darüber glatt die Zeit vergesst.

Die Bücher für den Herbst 2026 liefern dafür reichlich Stoff. Von intensiven Familiengeschichten über romantische Begegnungen in Kopenhagen bis zu nervenaufreibenden Thrillern ist alles dabei. Und wer lieber über das eigene Leben nachdenkt oder die Welt besser verstehen möchte, findet auch abseits der Romane spannende Lektüre.

Wir haben 16 Bücher für gemütliche Herbsttage zusammengestellt. Nicht alle sind 2026 erschienen, manche haben sich längst einen festen Platz in den Bücherregalen verdient. Was sie verbindet: Es sind Geschichten und Gedanken, für die Ihr Euch gerne ein paar Stunden Zeit nehmt.

Gemütlicher Lesemoment mit Buch, Strickpullover und Croissant – Bücher für den Herbst 2026

Ein gutes Buch, ein gemütlicher Platz und etwas Zeit für sich – so fühlen sich perfekte Lesestunden im Herbst an.

Inhaltsverzeichnis

Die schönsten Bücher für den Herbst 2026 im Überblick

Manchmal weiß man schon vor dem ersten Kapitel, worauf man Lust hat. Eine große Liebesgeschichte? Etwas, das unter die Haut geht? Oder einen Thriller, bei dem man noch nachts um halb zwei unbedingt wissen muss, wie es weitergeht?

Diese Auswahl macht Euch die Entscheidung etwas leichter.

Buch Autor/in Lesestimmung
Intermezzo Sally Rooney Tiefgründig und emotional
Der Buchspazierer Carsten Sebastian Henn Warmherzig und berührend
Die zweitgrößte Liebe Ruth-Maria Thomas Gesellschaftskritisch und romantisch
Kaffee und Zigaretten Ferdinand von Schirach Nachdenklich und kurzweilig
Guilty Pleasure Linda Schnipp Nervenkitzel und Geheimnisse
Stay away from Gretchen Susanne Abel Bewegend und historisch
Blue Sisters Coco Mellors Intensiv und vielschichtig
Das kleine Café in Kopenhagen Julie Caplin Romantisch und gemütlich
Die Liebe an miesen Tagen Ewald Arenz Lebensnah und gefühlvoll
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid Alena Schröder Familiengeschichte und Vergangenheit
Herbstfreundinnen Susan Mallery Freundschaft und Neuanfang
Schnee Yrsa Sigurdardóttir Düster und spannend
Wir bleiben wir: Franca und Ed Thekla Wilkening Liebe und Selbstfindung
Nexus Yuval Noah Harari Wissen und Gesellschaft
Hygge – Ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht Meik Wiking Entschleunigung und Lebensgefühl
101 Essays, die dein Leben verändern werden Brianna Wiest Selbstreflexion und persönliche Entwicklung

13 Romane, die den Herbst 2026 noch schöner machen

Manche Romane schenken uns für ein paar Stunden ein anderes Leben. Andere halten uns einen Spiegel vor, den wir vielleicht lieber nicht gesehen hätten. Und einige schaffen etwas ganz Besonderes: Sie bringen uns dazu, Figuren zu vermissen, sobald wir die letzte Seite umgeschlagen haben.

1. Intermezzo von Sally Rooney: Wenn Trauer zwei Brüder auseinander- und zusammenführt

Sally Rooney gehört zu den Autorinnen, deren Bücher weit über die Literaturszene hinaus diskutiert werden. Ihre Figuren sind selten unkompliziert, ihre Beziehungen noch seltener. Gerade das macht ihre Geschichten so interessant.

In „Intermezzo“ stehen die Brüder Peter und Ivan im Mittelpunkt. Nach dem Tod ihres Vaters versuchen beide auf sehr unterschiedliche Weise, mit ihrem Verlust zurechtzukommen.

Peter ist ein erfolgreicher Anwalt, dessen Privatleben zunehmend kompliziert wird. Ivan, der jüngere Bruder, ist ein talentierter Schachspieler und wirkt in vielen gesellschaftlichen Situationen unsicher. Die Beziehung zwischen den beiden ist angespannt, auch weil sie kaum eine gemeinsame Sprache für ihre Gefühle finden.

Rooney erzählt von Trauer, Liebe, Einsamkeit und der Schwierigkeit, anderen Menschen wirklich nahezukommen. Dabei braucht sie keine spektakulären Wendungen. Oft sind es scheinbar beiläufige Gespräche, in denen sich die größten Konflikte verbergen.

Warum im Herbst lesen? Weil „Intermezzo“ ein Roman ist, für den Ihr Ruhe braucht. Und weil er noch lange nachwirkt, wenn das Buch bereits wieder im Regal steht.

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Buchcover von Intermezzo, dem Roman von Sally Rooney, erschienen im Claassen Verlag

Sally Rooneys Roman „Intermezzo“ erzählt von zwei Brüdern, Verlust und der schwierigen Suche nach Nähe.

2. Der Buchspazierer von Carsten Sebastian Henn: Eine Liebeserklärung an das Lesen

Es gibt Bücher, bei denen man sich schon nach wenigen Seiten wohlfühlt. „Der Buchspazierer“ von Carsten Sebastian Henn gehört dazu.

Im Mittelpunkt steht Carl Kollhoff, ein älterer Buchhändler, der seinen Kunden ihre bestellten Bücher persönlich nach Hause bringt. Auf seinen täglichen Spaziergängen begegnet er Menschen, die ihm längst vertraut geworden sind.

Dann tritt die neunjährige Schascha in sein Leben. Das Mädchen begleitet ihn bei seinen Rundgängen und bringt mit seiner offenen Art einiges durcheinander. Als Carl seine Arbeit verliert, gewinnt ihre ungewöhnliche Freundschaft eine noch größere Bedeutung.

Henn erzählt eine warmherzige Geschichte über Einsamkeit, Zusammenhalt und die besondere Verbindung zwischen Menschen und Büchern.

Hier geht es nicht darum, möglichst viele überraschende Wendungen unterzubringen. Der Roman lebt von seinen liebenswerten Figuren und den kleinen Gesten, die im Alltag oft übersehen werden.

Für wen geeignet? Für alle, die eine tröstliche Geschichte suchen und Bücher nicht bloß als Unterhaltung betrachten.

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Buchcover „Der Buchspazierer“ von Carsten Sebastian Henn, erschienen im Piper Verlag

„Der Buchspazierer“ von Carsten Sebastian Henn erzählt eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Einsamkeit und die Liebe zu Büchern.

3. Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas: Zwei Leben, zwei Welten

Kann eine Liebesgeschichte funktionieren, wenn zwei Menschen unter völlig unterschiedlichen Bedingungen aufgewachsen sind?

Mit dieser Frage beschäftigt sich Ruth-Maria Thomas in „Die zweitgrößte Liebe“.

Michelle hat Schulden, ihr früheres Schmuckgeschäft ist Geschichte und ein neuer Job soll ihr endlich wieder Sicherheit geben. Dafür verlässt sie ihre Heimat in der Lausitz und beginnt in Hamburg als Rezeptionistin zu arbeiten.

Dort begegnet sie Henry, einem wohlhabenden Erben, der viele der finanziellen Sorgen nicht kennt, die Michelles Alltag bestimmen.

Was zunächst nach einer klassischen Liebesgeschichte klingt, wird zu einer Auseinandersetzung mit sozialer Herkunft, Geld und den unsichtbaren Grenzen zwischen gesellschaftlichen Lebenswelten.

Thomas interessiert sich dafür, wie Ungleichheit Beziehungen verändert. Wie begegnet man jemandem auf Augenhöhe, wenn die eigenen Möglichkeiten so unterschiedlich verteilt sind?

Ein Roman für Leser, die sich von einer Liebesgeschichte etwas mehr erwarten als romantische Verwicklungen.

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Buchcover „Die zweitgrößte Liebe“ von Ruth-Maria Thomas, erschienen im dtv Verlag

In „Die zweitgrößte Liebe“ erzählt Ruth-Maria Thomas von einer Beziehung zwischen zwei Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Welten.

4. Kaffee und Zigaretten von Ferdinand von Schirach: Kleine Geschichten, große Gedanken

Nicht immer muss es ein Roman mit mehreren Hundert Seiten sein. Gerade an Tagen, an denen wenig Zeit bleibt, können kurze literarische Texte erstaunlich viel auslösen.

Ferdinand von Schirach versammelt in „Kaffee und Zigaretten“ persönliche Beobachtungen, Erinnerungen und Gedanken über das Leben.

Dabei beschäftigt er sich mit Begegnungen, moralischen Fragen, menschlichen Eigenheiten und Momenten, die zunächst vollkommen unscheinbar erscheinen.

Seine Sprache ist reduziert und präzise. Von Schirach benötigt oft nur wenige Sätze, um eine Atmosphäre entstehen zu lassen oder eine unerwartete Perspektive zu eröffnen.

Das Besondere an diesem Buch ist sein Rhythmus. Ihr könnt eine einzelne Geschichte lesen, das Buch zur Seite legen und später wieder einsteigen, ohne etwas zu verpassen.

Unser Lesetipp: Ideal für ruhige Abende, an denen Ihr keine lange Handlung verfolgen, aber trotzdem mit interessanten Gedanken ins Bett gehen möchtet.

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Buchcover „Kaffee und Zigaretten“ von Ferdinand von Schirach, erschienen im Luchterhand Literaturverlag

In „Kaffee und Zigaretten“ verbindet Ferdinand von Schirach persönliche Erinnerungen mit nachdenklichen Beobachtungen über das Leben und die Menschen.

5. Guilty Pleasure von Linda Schnipp: Luxusurlaub mit ziemlich dunkler Kehrseite

Ein abgelegenes Luxusresort, tropische Temperaturen und fünf Freunde, die sich auf eine unvergessliche Auszeit freuen.

Klingt zunächst nach einem perfekten Urlaub. In „Guilty Pleasure“ von Linda Schnipp wird daraus allerdings ein Albtraum.

Was die Urlauber nicht wissen: Ihre Bewegungen werden heimlich aufgezeichnet und live im Internet übertragen. Während das Publikum zusieht, kommen Geheimnisse ans Licht, die eigentlich verborgen bleiben sollten.

Aus einem vermeintlich paradiesischen Rückzugsort entsteht ein gefährliches Spiel zwischen Beobachtung, Macht und persönlichen Abgründen.

Besonders interessant ist die Verbindung aus psychologischem Thriller und moderner Medienkritik. Schließlich stellt sich nicht nur die Frage, wer hinter der Überwachung steckt. Ebenso unangenehm ist der Gedanke, warum andere Menschen solchen Ereignissen überhaupt zusehen wollen.

Wer Reality-TV, Social-Media-Dynamiken und Geschichten voller Misstrauen spannend findet, bekommt hier einen Thriller mit zeitgemäßem Thema.

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Buchcover „Guilty Pleasure“ von Linda Schnipp mit tropischen Palmen und einem farbenprächtigen Sonnenuntergang

Fünf Freunde, ein luxuriöses Inselresort und dunkle Geheimnisse: In „Guilty Pleasure“ von Linda Schnipp wird der Traumurlaub zum Albtraum.

6. Stay away from Gretchen von Susanne Abel: Eine Liebe, die ihre Zeit nicht erlaubte

Manche Familiengeschichten beginnen erst dann wirklich, wenn jemand den Mut findet, über die Vergangenheit zu sprechen.

Genau darum geht es in „Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe“ von Susanne Abel.

Nachrichtenmoderator Tom Monderath ist beruflich erfolgreich, doch sein Privatleben gerät aus dem Gleichgewicht, als seine Mutter Greta zunehmend dement wird.

Plötzlich erzählt sie Dinge aus ihrer Jugend, von denen Tom bisher nichts wusste. Ihre Erinnerungen führen zurück in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und zu einer Liebe, die von den gesellschaftlichen Verhältnissen ihrer Zeit geprägt wurde.

Abel verbindet die persönliche Geschichte einer Familie mit deutscher Nachkriegsgeschichte, Rassismus und verdrängten Erinnerungen.

Der Roman zeigt, wie lange vergangene Entscheidungen nachwirken können und wie wenig Kinder manchmal über das Leben ihrer Eltern wissen.

Keine leichte Lektüre, dafür eine ausgesprochen bewegende Geschichte, die verschiedene Generationen miteinander verbindet.

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Buchcover „Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe“ von Susanne Abel, erschienen im dtv Verlag

Eine verbotene Liebe und lange verschwiegene Familiengeheimnisse: Susanne Abels Roman „Stay away from Gretchen“ erzählt eine bewegende Geschichte über Vergangenheit und Erinnerung.

7. Blue Sisters von Coco Mellors: Vier Schwestern und eine schmerzhafte Leerstelle

Geschwister können einander näherstehen als irgendjemand sonst. Gleichzeitig kennen sie oft genau jene Schwächen, die man vor dem Rest der Welt lieber verstecken würde.

Coco Mellors macht diese komplizierte Nähe zum Zentrum ihres Romans „Blue Sisters“.

Avery, Bonnie, Nicky und Lucky sind vier Schwestern, deren Leben sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Als Nicky überraschend stirbt, hinterlässt sie eine Leerstelle, mit der die drei anderen kaum umgehen können.

Jede versucht auf ihre eigene Weise, mit dem Verlust zurechtzukommen. Dabei treten alte Konflikte, unausgesprochene Gefühle und persönliche Krisen zutage.

Mellors beschreibt ihre Figuren mit einem scharfen Blick für zwischenmenschliche Widersprüche. Besonders gelungen ist, dass keine der Frauen ausschließlich sympathisch oder unsympathisch erscheint.

Sie machen Fehler, verletzen einander und versuchen trotzdem, die Verbindung zur Familie nicht endgültig zu verlieren.

„Blue Sisters“ ist intensive Gegenwartsliteratur über Trauer, Sucht, Schwesternschaft und die Frage, ob Menschen nach einem Verlust wieder zueinanderfinden können.

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Buchcover „Blue Sisters“ von Coco Mellors mit gemaltem Frauenporträt, erschienen im Eichborn Verlag

Drei Schwestern, ein schmerzlicher Verlust und die Suche nach Zusammenhalt: „Blue Sisters“ von Coco Mellors erzählt eindringlich von Trauer, Familie und Neuanfängen.

8. Das kleine Café in Kopenhagen von Julie Caplin: Ein bisschen dänisches Glück

Wer nach mehreren emotional anspruchsvollen Romanen Lust auf etwas Leichteres hat, dürfte mit Julie Caplin glücklich werden.

„Das kleine Café in Kopenhagen“ führt Euch in die dänische Hauptstadt, in der die PR-Expertin Kate eine Pressereise organisiert.

Zu den Teilnehmern gehört auch Journalist Ben, der von dem geplanten Programm zunächst wenig begeistert ist.

Zwischen den beiden stimmt die Chemie anfangs überhaupt nicht. Doch während sie gemeinsam Kopenhagen entdecken, verändert sich ihre Beziehung langsam.

Caplin verbindet romantische Verwicklungen mit einer ausgesprochen gemütlichen Stadtkulisse. Kleine Cafés, dänische Gastfreundschaft und das besondere Lebensgefühl der Stadt prägen die Atmosphäre.

Der Roman gehört zur Romantic-Escapes-Reihe und ist genau die richtige Wahl, wenn Ihr beim Lesen gedanklich verreisen möchtet.

Und wer nach der letzten Seite noch ein wenig nordisches Lebensgefühl behalten möchte, findet auch beim skandinavischen Wohnen und dem Hygge-Lebensstil reichlich Inspiration.

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Buchcover „Das kleine Café in Kopenhagen“ von Julie Caplin mit bunten Kaffeetassen und skandinavischen Motiven

Liebe, dänische Gemütlichkeit und jede Menge Kopenhagen-Flair: Julie Caplins Roman „Das kleine Café in Kopenhagen“ lädt zu einer romantischen Auszeit ein.

9. Die Liebe an miesen Tagen von Ewald Arenz: Verliebtsein ist nicht immer einfach

Ewald Arenz versteht es, Menschen in gewöhnlichen Situationen so zu beschreiben, dass ihre Geschichten plötzlich außergewöhnlich wirken.

In „Die Liebe an miesen Tagen“ begegnen sich Clara und Elias. Beide haben bereits Lebenserfahrung gesammelt und wissen, dass eine neue Beziehung nicht automatisch alle Probleme verschwinden lässt.

Trotzdem fühlen sie sich stark zueinander hingezogen.

Was folgt, ist keine märchenhafte Liebesgeschichte, sondern ein Roman über Nähe, Verletzlichkeit und die Herausforderungen, die entstehen, wenn zwei Menschen ihre bisherigen Leben miteinander verbinden wollen.

Arenz erzählt gefühlvoll, ohne seine Figuren ständig in große Dramen zu verwickeln. Gerade die alltäglichen Unsicherheiten machen die Geschichte glaubwürdig.

Der Roman erinnert daran, dass Liebe auch jenseits der ersten großen Verliebtheit intensiv, überraschend und manchmal ziemlich kompliziert sein kann.

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Buchcover „Die Liebe an miesen Tagen“ von Ewald Arenz mit Kaffeetasse, Zeitung und verschüttetem Kaffee

Eine Liebe, die mitten im Leben beginnt und auf unerwartete Herausforderungen trifft: Ewald Arenz erzählt in „Die Liebe an miesen Tagen“ von Nähe, Verletzlichkeit und zweiten Chancen.

10. Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid von Alena Schröder: Die Vergangenheit einer Familie

Schon der außergewöhnlich lange Titel macht neugierig. Dahinter verbirgt sich eine Familiengeschichte, die mehrere Generationen miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt steht die 27-jährige Hannah, die in Berlin lebt und deren Großmutter Evelyn ihre wichtigste familiäre Bezugsperson ist.

Als Evelyn im Zusammenhang mit einer verschollenen Kunstsammlung als mögliche Erbin auftaucht, beginnt Hannah, sich intensiver mit der Vergangenheit ihrer Familie zu beschäftigen.

Ihre Nachforschungen führen zurück in die Zeit des Nationalsozialismus. Schritt für Schritt wird deutlich, wie eng persönliche Entscheidungen, gesellschaftliche Entwicklungen und historische Schuld miteinander verwoben sind.

Alena Schröder wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen und erzählt von Frauen, deren Lebenswege durch ihre jeweilige Zeit geprägt wurden.

Besonders reizvoll ist die Verbindung aus Familienroman und historischer Spurensuche. Mit jeder neuen Erkenntnis verändert sich auch Hannahs Blick auf ihre eigene Herkunft.

Ein Buch für alle, die generationenübergreifende Geschichten mit historischen Hintergründen mögen.

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Buchcover „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ von Alena Schröder mit orangefarbenen Blumen und Schwalben

Vier Generationen, ein verschollenes Kunstvermögen und lange verschwiegene Familiengeheimnisse: Alena Schröders Roman erzählt eine bewegende Geschichte über Herkunft und Vergangenheit.

11. Herbstfreundinnen von Susan Mallery: Warum ein Neuanfang manchmal alles verändert

Es gibt Momente, in denen das bisherige Leben von außen betrachtet perfekt erscheint, sich innerlich aber längst nicht mehr richtig anfühlt.

So geht es Mackenzie Dienes in „Herbstfreundinnen“ von Susan Mallery.

Mackenzie liebt ihren Beruf und hat sich in der Welt des Weins eine Existenz aufgebaut. Doch als ihre Ehe scheitert, steht plötzlich vieles infrage, was sie bisher für selbstverständlich gehalten hat.

Der Roman begleitet sie auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Dabei spielen Freundschaften, familiäre Beziehungen und der Mut zu eigenen Entscheidungen eine wichtige Rolle.

Die Weinberge bilden eine stimmungsvolle Kulisse für eine Geschichte, in der es nicht nur um romantische Gefühle geht.

Mallery interessiert sich vor allem für die Frage, wie man sich selbst treu bleiben kann, wenn vertraute Sicherheiten wegbrechen.

„Herbstfreundinnen“ ist eine angenehme Mischung aus emotionaler Unterhaltung, Freundschaft und Aufbruchsstimmung.

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Buchcover „Herbstfreundinnen“ von Susan Mallery mit herbstlicher Weinlandschaft, festlich gedecktem Tisch und Lichterkette

Zwischen Weinbergen, Freundschaft und einem mutigen Neuanfang: Susan Mallery erzählt in „Herbstfreundinnen“ von einer Frau, die ihr Leben noch einmal neu gestaltet.

12. Schnee von Yrsa Sigurdardóttir: Ein Island-Thriller für lange Nächte

Draußen ist es kalt, der Wind pfeift gegen die Fenster und im Buch verschwindet eine Gruppe Menschen in einer abgelegenen Landschaft.

Viel mehr braucht es manchmal nicht für einen gelungenen Thrillerabend.

Mit „Schnee“ entführt die isländische Autorin Yrsa Sigurdardóttir ihre Leser in eine eisige, unwirtliche Umgebung.

Eine Gruppe von Menschen verschwindet während eines Schneesturms in den Bergen Islands. Gleichzeitig werfen rätselhafte Ereignisse an einer Radarstation weitere Fragen auf.

Nach und nach verweben sich verschiedene Handlungsstränge zu einer Geschichte, in der kaum etwas so ist, wie es zunächst erscheint.

Die winterliche Landschaft ist dabei weit mehr als eine Kulisse. Isolation, Dunkelheit und die Bedrohlichkeit der Natur verstärken das Gefühl, dass jederzeit etwas Schreckliches passieren könnte.

Wer nordische Spannungsliteratur liebt und sich gerne von einer düsteren Atmosphäre einfangen lässt, sollte diesen Thriller auf seine Leseliste setzen.

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Schwarzes Buchcover des Island-Thrillers „Schnee“ von Yrsa Sigurdardóttir, erschienen bei btb

Eisige Landschaften, rätselhafte Vermisstenfälle und beklemmende Spannung: In „Schnee“ entführt Yrsa Sigurdardóttir ihre Leser in die dunklen Abgründe Islands.

13. Wir bleiben wir: Franca und Ed von Thekla Wilkening: Zwischen Liebe und Selbstfindung

Wie verändert sich eine Beziehung, wenn beide Menschen noch dabei sind, ihren eigenen Platz im Leben zu finden?

Thekla Wilkening beschäftigt sich in „Wir bleiben wir: Franca und Ed“ mit genau dieser Frage.

Der Roman gehört zur Sway-to-Stay-Reihe, die junge Menschen und ihre Beziehungen in den Mittelpunkt stellt.

Franca studiert Mode und lebt in einer Wohngemeinschaft. Gemeinsam mit ihrem Partner Ed versucht sie, herauszufinden, welche Vorstellungen sie von Liebe, Partnerschaft und ihrer Zukunft hat.

Doch die Beziehung steht unter Druck. Unterschiedliche Erwartungen und persönliche Unsicherheiten machen es beiden schwer, einander wirklich zu verstehen.

Wilkening erzählt aus verschiedenen Perspektiven und bezieht auch die Sichtweisen der Elterngeneration ein. Dadurch wird deutlich, wie unterschiedlich Menschen dieselbe Beziehung wahrnehmen können.

Für Fashion-Insider-Leser ist besonders interessant, dass mit Franca eine Modestudentin im Zentrum steht, deren persönliche Entwicklung eng mit ihrer Suche nach Selbstbestimmung verbunden ist.

Ein zeitgenössischer Roman über junge Liebe, Identität und die schwierige Kunst, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren.

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Buchcover „Wir bleiben wir: Franca und Ed“ von Thekla Wilkening mit einem Cocktailglas vor türkisfarbenem Poolwasser

Junge Liebe, persönliche Träume und die Suche nach dem eigenen Weg: Thekla Wilkening erzählt in „Wir bleiben wir: Franca und Ed“ von den Herausforderungen einer Beziehung.

Drei Sachbücher für einen Herbst voller neuer Gedanken

Nicht jedes gute Buch muss eine erfundene Geschichte erzählen. Manchmal sind es gerade die Gedanken anderer Menschen, die uns besonders lange beschäftigen.

Die folgenden drei Sachbücher eignen sich für alle, die im Herbst nicht nur abschalten, sondern auch neue Perspektiven entdecken möchten.

14. Nexus von Yuval Noah Harari: Wie Informationen unsere Welt verändern

Mit „Nexus: Eine kurze Geschichte der Informationsnetzwerke von der Steinzeit bis zur künstlichen Intelligenz“ beschäftigt sich Yuval Noah Harari mit einer Frage, die angesichts der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz aktueller kaum sein könnte.

Wie beeinflussen Informationen das Zusammenleben von Menschen? Und warum können Netzwerke, die eigentlich Wissen vermitteln sollen, auch zu mächtigen Instrumenten der Kontrolle werden?

Harari betrachtet die Geschichte menschlicher Informationssysteme über einen langen Zeitraum hinweg.

Dabei geht es um Religion, politische Macht, historische Entwicklungen, moderne Medien und schließlich um die Möglichkeiten und Risiken künstlicher Intelligenz.

Besonders spannend ist seine Überlegung, dass mehr Informationen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen oder größerer Wahrheit führen.

„Nexus“ verlangt Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich mit komplexen gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. Wer sich für Geschichte, Technologie und die Zukunft unserer Gesellschaft interessiert, bekommt hier reichlich Denkanstöße.

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Buchcover von Nexus – Eine kurze Geschichte der Informationsnetzwerke von der Steinzeit bis zur künstlichen Intelligenz von Yuval Noah Harari

In „Nexus“ untersucht Bestsellerautor Yuval Noah Harari, wie Informationsnetzwerke die Menschheit geprägt haben – von der Steinzeit bis zum Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

15. Hygge – Ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht von Meik Wiking

Kerzenlicht, warme Decken, gutes Essen und Zeit mit den Menschen, die einem wichtig sind.

Was nach einem perfekten Herbstabend klingt, gehört zu den Vorstellungen, die häufig mit dem dänischen Lebensgefühl Hygge verbunden werden.

Meik Wiking beschäftigt sich in seinem Buch „Hygge – Ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht“ damit, warum solche Momente für unser Wohlbefinden wichtig sein können.

Als Leiter des Happiness Research Institute in Kopenhagen befasst sich Wiking seit Jahren mit Fragen rund um Lebenszufriedenheit und Glück.

In seinem Buch erklärt er, wie kleine Rituale, zwischenmenschliche Nähe und eine gemütliche Umgebung dazu beitragen können, den Alltag bewusster zu erleben.

Das funktioniert ohne große Anschaffungen oder aufwendige Veränderungen.

Ein gemeinsames Abendessen, ein ruhiger Nachmittag mit Freunden oder ein bewusst freigehaltener Abend können bereits Teil dieses Lebensgefühls sein.

Gerade im Herbst, wenn sich das Leben wieder stärker nach drinnen verlagert, bekommt diese Idee einen besonderen Reiz.

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Buchcover „Hygge – Ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht“ von Meik Wiking mit skandinavischen Illustrationen

Kerzenlicht, Gemütlichkeit und die kleinen Freuden des Alltags: Meik Wiking zeigt in „Hygge“, warum das dänische Lebensgefühl so gut zum Herbst passt.

16. 101 Essays, die dein Leben verändern werden von Brianna Wiest: Ein Buch über die eigenen Gedanken

Brianna Wiest gehört zu den Autorinnen, deren Bücher in sozialen Netzwerken und insbesondere innerhalb der BookTok-Community viel Aufmerksamkeit erhalten haben.

Mit „101 Essays, die dein Leben verändern werden“ versammelt sie kurze Texte über persönliche Entwicklung, Beziehungen, emotionale Muster und die Art, wie Menschen über sich selbst denken.

Dabei geht es unter anderem um Selbstzweifel, Veränderungen und die Frage, warum wir manchmal an Gewohnheiten festhalten, obwohl sie uns nicht guttun.

Der große Vorteil liegt in der Form des Buches.

Ihr müsst es nicht chronologisch lesen oder Euch über Stunden hinweg mit einem einzigen Gedanken beschäftigen. Viele Essays funktionieren für sich und laden dazu ein, zwischendurch innezuhalten.

Nicht jede Überlegung wird für jeden Menschen gleichermaßen überzeugend sein. Gerade deshalb eignet sich das Buch gut als Ausgangspunkt für eigene Gedanken.

Wer persönliche Reflexion mag und gelegentlich einen anderen Blick auf vertraute Situationen sucht, findet hier zahlreiche Anregungen.

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Buchcover „101 Essays, die dein Leben verändern werden“ von Brianna Wiest, erschienen im Piper Verlag

101 Denkanstöße über Selbstreflexion, persönliche Entwicklung und neue Perspektiven: Brianna Wiests Bestseller lädt dazu ein, eigene Gewohnheiten und Gedanken zu hinterfragen.101 Denkanstöße über Selbstreflexion, persönliche Entwicklung und neue Perspektiven: Brianna Wiests Bestseller lädt dazu ein, eigene Gewohnheiten und Gedanken zu hinterfragen.

Welche Bücher passen zu Eurer Herbststimmung?

Die Auswahl zeigt, wie unterschiedlich ein guter Leseabend aussehen kann.

Wer sich nach einer warmherzigen Geschichte sehnt, wird bei „Der Buchspazierer“ oder „Das kleine Café in Kopenhagen“ fündig. Für intensive, psychologisch vielschichtige Literatur bieten sich „Intermezzo“ und „Blue Sisters“ an.

Wenn Ihr lieber Spannung mögt, sind „Schnee“ und „Guilty Pleasure“ die naheliegenden Kandidaten. Historische Familiengeschichten liefern dagegen „Stay away from Gretchen“ und „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“.

Vielleicht habt Ihr auch noch ein Buch aus unserer Auswahl der Sommerbücher 2026 auf dem Nachttisch liegen. Viele dieser Geschichten funktionieren schließlich unabhängig von Jahreszeiten.

Denn genau das ist das Schöne am Lesen: Ein gutes Buch verlangt weder perfektes Wetter noch einen besonderen Anlass. Manchmal reicht ein verregneter Nachmittag, um in einer Geschichte zu verschwinden, die man eigentlich nur kurz anlesen wollte.

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