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Der Herren Anzug – kleine Stilkunde für moderne Männermode

Wie Barney Stinson in der Serie „How I met yout mother“ schon immer verkündete, haben Anzüge seine Welt verändert und helfen ihm dabei, sich von den abertausenden T-Shirt-Trägern abzuheben. Und er hat nicht ganz Unrecht: Ein gut sitzender Anzug, in Kombination mit dem richtigen Hemd, der Krawatte und den Socken wirkt sowohl stylish als auch souverän und wird niemals langweilig. Der modische Klassiker eignet sich schließlich nicht nur als Businesskleidung – er ist auch das richtige Outfit für Abendveranstaltungen und biete sich sogar als gehobener Freizeitlook an, der jedem Alter schmeichelt und niemals aus der Mode kommt.

Der Anzug – ein legendärer Auftritt

Bereits im 17. Jahrhundert standen die Vorformen des Anzugs für Eleganz und Stil. Auch heute liegen Anzüge im Trend und bieten einen stilsicheren Auftritt. Kenner achten beim Erwerb eines Anzuges auf verschiedene Merkmale. Zu den wichtigsten gehören folgende:

  • Stilvarianten
  • Schnittformen
  • Knopfleisten
  • Stoffe
  • Farben

Wer einen guten Anzug tragen möchte, muss auf Qualität achten. Zwar sind viele Modelle von der Stange wahre Schnäppchen, aber auch oft rein synthetisch. Das Problem dabei ist, dass sich Synthetik sehr schnell abnutzt.

Hochwertige Materialien sind dagegen Baumwolle, Cord, Leinen, Schurwolle, Kaschmir oder Tweed. Fein gewebte Stoffe und dezente Farben sind beispielsweise der Business-Klassiker. Während man mit auffälligen Mustern und kräftigen Farben in der Freizeit punkten kann.

Stilvarianten des Anzugs

Obwohl es je nach Designer einige Abwandlungen gibt, existieren im Großen und Ganzen vier Varianten des Anzugs, an denen sich sowohl Käufer als auch Designer orientieren und die seit Jahrzehnten auf dem Markt etabliert sind.

Der Italiener

Diese Passform ist im internationalen Raum die Bekannteste. Sie ist durch ein länger geschnittenes Sakko und eine schmale Hose betont modisch. Dieser Anzug erreicht seine Lässigkeit durch seine leichten Stoffe mit fließender Silhouette. Durch die Betonung von Taille und Schultern entwickelt der italienische Anzug einen selbstbewussten Stil – wie nicht anders von einem Italiener zu erwarten.

Der Brite

Der englische Anzug steht für Klasse, Zurückhaltung und Höflichkeit. Er lässt sich nicht nur bei einer Tasse Tee tragen, sondern ist der Klassiker für jeden Anlass – er kommt nie aus der Mode. Der Schnitt ist konservativ und traditionell. Man sieht ihm an, dass er ursprünglich von den Uniformen der Royal Army beeinflusst wurde. Schräg aufgesetzte Taschen, eine dezente Taillierung und eine schmaler werdende Hose sind die Markenzeichen des Anzugs. Obwohl körperbetont, bleibt der Engländer immer formell. Als Gegensatz zur klassischen Steifheit entwickelte sich der Dandy Look. Aufregende Farben und Muster – ohne dabei die ursprüngliche Form zu verlieren.

Der Amerikaner

Der amerikanische Anzug punktet mit Lässigkeit, ohne zu viel Aufregung zu verursachen. Das leicht A-förmige Design und die mangelnde Taillierung ermöglichen einen weiten Schnitt, der elegant aber auch bequem ist.

Der Deutsche

Ohne jegliche Schnörkel und mit akkuratem Schnitt kommt der deutsche Anzug daher. Beinahe schon langweilig, gleichzeitig aber auch zeitlos und funktionell. Ein großes Farbenspiel hat der deutsche Anzug nicht nötig – er will seriös wirken, nicht elegant oder gar aufregend.

Der richtige Stil braucht den passenden Schnitt

Nicht jeder Schnitt ist für jeden Männertyp geeignet. Wie bei allen Kleidungsstücken gibt es verschiedene Größen und Formen. Diese kleine Übersicht soll aber Männern dabei helfen, den richtigen Schnitt für die eigene Körperform zu finden.

Slim Fit

Diese Schnittform ist äußerst figurbetont und daher nichts für Männer mit einem kleinen Polster. Mit einem taillierten Sakko und einer schmal zulaufenden Hose sind Slim Fit Anzüge ein modisch-eleganter Begleiter für jene Männer, die gerne zeigen, was sie haben.

Regular Fit

Dieses Modell überzeugt mit einer modischen Passform zwischen Slim und Comfort. Das Sakko ist leicht detailliert, die Hose figurbetont, aber dennoch weit. Durch die dezente Taille und die klassisch-gerade Stoffhose kann beinahe jeder Mann mit diesem Schnitt glänzen.

Comfort Fit

Dieser Schnitt spricht mit seiner angenehmen Weite viele Männer an. Das Sakko sitzt locker um die Taille und die Hose besitzt eine angenehme Beinweite. Alle Männer, die es gerne bequemer haben, aber nicht wie ein Kartoffelsack aussehen wollen, sollten diesen Schnitt wählen.

Kein Anzug ohne Hemd

Auch die Auswahl des Hemdes ist sehr wichtig. Passend für alle Anzugtypen sind weiße Hemden oder Pastelltöne. Sie wirken unaufdringlich und nicht zu verspielt. Wer sich allerdings für ein gemustertes Hemd entscheidet, sollte dann bei der Krawatte auf eine schlichte Optik setzen. Auch die Kragenform wirkt sich entscheidend auf das gesamte Erscheinungsbild aus. Folgende Auswahl hat der Mann von heute:

Der Haifisch-Kragen

Er eignet sich besonders gut für ein Businessoutfit. Wer ein Sakko mit einem tiefen und breiten Ausschnitt hat, sollte auf diesen Kragen zurückgreifen.

Der Kent-Kragen

Dieses Modell ist der Klassiker. Spitz und kurz bietet er genug Platz für jede Krawatte oder sogar für eine Fliege.

Der Button-Down-Kragen

Er bietet sich für den Freizeitlook sehr gut an. Hier kann Mann sogar die Krawatte weglassen.

Der schmale Kragen

Ein schmaler Kragen braucht eine schmale Krawatte. Alles andere wirkt unseriös.

Der Kontrastkragen

Er zeichnet sich durch eine Kombination aus weißem Stoff und einem farbigen Grundton aus.

Maßgeschneiderte Hemden und gute Qualität können modebewusste Männer bei babista.de kaufen. Dort gibt es nicht nur die Klassiker fürs Business, sondern auch gestreifte oder karierte Modelle im eleganten Freizeitlook.

Die richtigen Accessoires

Holger Sommer bezeichnet das Revers in seinem Artikel auf Gentleman-Blog als das Gesicht des Anzugs. Und tatsächlich handelt es sich um eines der wichtigsten Kennzeichen – schließlich setzt es das Gesicht in Szene. Bei einem schmalen Gesicht braucht man ein breites Revers. Bei einem breiten Gesicht hingegen einen schmalen Kragen und Revers.

Nicht nur der Kragen ist ein wichtiges Merkmal. Wichtig ist auch die Tasche im Brustbereich, in der sich das Einstecktuch befindet. In dieser Youtube-Anleitung von Einstecktuch falten werden verschiedene Falttechniken gezeigt, um das Einstecktuch richtig in Szene zu setzen.

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Kommentare
Eine Antwort zu “Der Herren Anzug – kleine Stilkunde für moderne Männermode”
  1. Beautyblog sagt:

    Seht interssant!
    JEDER Mann sollte unbedingt einen gut sitzenden Anzug haben!

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