Krawalle in London: Levi’s verschiebt UK-Kampagne

cc by flickr/ zoonabar

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Wir alle blicken in diesen Tagen wohl mit gemischten Gefühlen nach London. Natürlich engagieren sich viele jüngere Menschen heute wieder politisch, jedoch mit legalen und vor allem friedlichen Mitteln. Der Zorn in Europa auf die Regierungen ist bei den meisten groß, jedoch darf das Ganze nicht in Gewalt ausarten. In London entlädt sich diese Wut gerade in Krawallen, die bereits einige Todesopfer gefordert haben.

Die bisher für die Werbung gerne benutzten Bilder von Rebellen, bekommen hier gerade ein reales Gesicht und zeigen, dass Revolution nicht einfach nur eine bloße Attitüde ist, wie es die Werbefachleute gerne hätten, sondern eben Risiken und Einsatz gleichermaßen beinhalten. Dies musste nun auch der Jeanshersteller Levi’s merken, denn eigentlich hätte in dieser Woche in Großbritannien eine Kampagne starten sollen, die unter dem Motto „Go Forth“ steht.

Mit Slogans wie „Strike up for the new world“ wollte man das übliche Werbeklischee bemühen, dass man im Leben alles erreichen kann, wenn man nur dafür aufsteht. Die Bilder sollen den typischen positiven Spirit zeigen, nur leider kann man alleine die Claims in Anbetracht der Lage in London anders interpretieren. Zudem werden in dem passenden Clip Szenen von 1.Mai-Demos in Berlin gezeigt… Wahre Unruhen im Volk, auch wenn sie in diesem Fall leider gewalttätig ausfallen, haben am Ende nur wenig mit der heilen Werbewelt gemeinsam und schaden natürlich dem Image der Unternehmen…

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