Der neue Mann heißt Bishonen

Foto by flickr, jonas_brothers_luvs_ammy_lou, unter CC by

Vorbei die Zeiten der richtigen Kerle, die noch Mut zum Brusthaar und keine Angst vor Achselschweiß hatten. Spätestens seit David Beckham, der das Zeitalter des Metrosexuellen Manns eingeläutet hat, war es vorbei mit dem „richtigen“ Mann.

Der englische Fußballstar war der erste von Kopf bis Fuß gepflegte Mann, mit peinlich genau gezupften Augenbrauen, einer der offen über Peeling und Bodylotion sprach und der sich nicht genierte, öfter zum Friseur zu gehen als seine Frau. Aber der Metrosexuelle Mann ist Schnee von gestern, denn die neue Generation nennt sich Bishonen.

Wie muss man sich einen Bishonen Mann vorstellen? In etwa so wie den Schauspieler  Robert Pattinson, Star aus den „Twilight“ Filmen. Ein bisschen scheu, nie laut und aufdringlich, mit gepflegtem Dreitagebart, einen Seidenschal lässig um den Hals geschlungen und immer unfrisiert, mit verwuschelten Haaren. Der Bishonen Mann trinkt keinen Alkohol, sondern Tee und alle Männer dieser Gattung erinnern ein bisschen an die zarten Elben aus „Herr der Ringe“. Nur die spitzen Ohren fehlen. Bishonen Männer, die ihren Namen übrigens aus japanischen Mangas übernommen haben, treiben keinen Sport, sondern schulen lieber ihre Intelligenz. Mit einem Wort: die neue Generation Mann ist ein wenig langweilig. Aber das ist natürlich eine Geschmacksfrage, denn auch Bishonen Männer haben ihre Vorteile. Sie sind herrlich uneitel, verplempern nicht die Anti-Falten Creme der Freundin und blockieren am Morgen nicht stundenlang das Bad.

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