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Liao Yiwu erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2012

Foto: Elke Wetzig/CC-BY-SA

Foto: Elke Wetzig/CC-BY-SA

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist einer der renommiertesten Kulturpreise des Landes und zeichnet Künstler aus, die durch ihre Arbeiten den Friedensgedanken weitertragen. Der diesjährige Preisträger, Liao Yiwu; hat ihn in unseren Augen besonders verdient!

Seit Jahrzehnten gibt der Chinese den Menschen am Rande der Gesellschaft im modernen China eine Stimme. Dafür wird er in seiner Heimat verfolgt und saß auch im Gefängnis. Im Jahr 1987 erhielt er zum ersten Mal von den chinesischen Behörden Schreibverbot, doch er machte weiter. Zu den Unruhen am Platz des Himmlischen Friedens schrieb er 1989 das Gedicht „Massaker“, das weltweit für Aufsehen sorgte. Ein Jahr später wurde er wegen „konterrevolutionärer Propaganda“ zu vier Jahren Haft verurteilt.

Im Gefängnis brachte er sich Flötespielen bei und schlug sich danach als Straßenmusiker durch. Währenddessen schrieb er unerbittlich weiter und interviewte immer wieder Menschen am Rande der Gesellschaft. In China sind diese Interviews, wie alle seine Bücher, verboten.

Seit einem Jahr lebt der Schriftsteller in Deutschland, weil er aus seiner Heimat floh. Am 14. Oktober erhält Liao Yiwu den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2012 am Ende der Frankfurter Buchmesse. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

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