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Fahrsport – Kutschsport für Kinder und Erwachsene

Der Begriff Fahrsport fasst sämtliche sportliche Wettkämpfe mit Pferd und Wagen zusammen, üblicherweise werden auf Fahrtunieren Prüfungen in Dressur-, Hindernis- und Geländefahren angeboten, die entweder einzeln oder zusammen als Vielseitigkeitsprüfung gewertet werden. Eine gefahrene Dressurprüfung setzt sich wie eine gerittene aus einer festgelegten Abfolge von Bahnfiguren zusammen und wird mit einer Wertnote beurteilt. Der Hindernisparcours wird manchmal auch als Kegelparcours bezeichnet, da er aus in einer bestimmten Reihenfolge zu durchfahrenden Kegelpaaren besteht. Auf der Spitze der Kegel liegen Bälle, für deren Herunterfallen es Strafpunkte gibt, bei Punktegleichstand wird die benötigte Zeit bewertet. Die Geländeprüfung ist eine Streckenfahrt, auf deren letzten Abschnitt mehrere enge und kurvenreiche Geländehindernisse zu durchfahren sind. Für alle Turnierdisziplinen gibt es verschiedene Leistungsklassen, die von A (Anfänger) bis S (Schwer) reichen. Einsteiger sollten jedoch zuerst den sicheren Umgang mit einem Gespann lernen, bevor sie in den Turniersport starten, denn korrektes Anspannen und Fahren erfordert Sachkenntnis.

Ein Fahrlehrgang ist für Einsteiger eine gute Möglichkeit, um die wichtigsten Grundbegriffe zu erlernen und einen Einblick in ein neues Hobby zu bekommen. Normalerweise setzt sich ein solcher Kurs aus einem praktischen und einem theoretischen Teil zusammen. Hauptbestandteil des theoretischen Unterrichtes ist die Fahrlehre nach Achenbach, oft steht ein sogenanntes Fahrlehrgerät zur Verfügung, mit dem die richtige Leinenführung zur Vorbereitung auf das praktische Fahren geübt werden kann. Das richtige Auf- und Abschirren sowie An- und Ausspannen sollte ebenfalls zunächst in der Theorie behandelt werden. Weiter Themen sind beispielsweise die Geschirrlehre für Ein- und Zweispänner, die Wagenkunde, die verschiedenen Anspannungsstile und die Straßenverkehrsordnung. Das wichtigste Element des praktischen Unterrichtes ist die korrekte und sichere Führung eines Gespannes auf dem Platz, im Gelände und im Straßenverkehr, aber auch das Verschnallen der Leinen und das richtige Auf- und Absteigen sollten gelernt werden.

Fahrkurse werden oft von Kutschenvereinen, wie den Kutscherclub Potsdam, und auch von Reit- und Fahrvereinen angeboten, einige private Fahrställe führen ebenfalls Lehrgänge durch. Häufig wird zum Abschluss eines solchen Kurses der Erwerb des FN-Fahrabzeichens Klasse IV, das manchmal auch Kutschenführerschein genannt wird, ermöglicht. Es weist die Eignung des Fahrers ein Gespann im Straßenverkehr zu führen nach, ist bis jetzt aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Bedingung für den Erwerb eines Fahrabzeichens ist der Besitz des Basispasses Pferdekunde. Weitere Kenntnisse im Bereich des Fahrsports können durch das Ablegen der FN-Fahrabzeichen Klasse III und Klasse II erworben werden. Einige Fahrlehrer, die oft selber erfolgreich im höheren Leistungsbereich fahren, bieten auch ein gezielt auf den Turniersport ausgerichtetes Training an.

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