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Meyer = grottendämlich?

lesenIch kann nicht anders. Es tut mir leid. So langsam fällt es mir schon selbst auf und einige Vorwürfe seitens der Kommentatoren scheinen doch ihre Berechtigung zu haben.
Jemand hat die Bücher von Stephenie Meyer wieder verbal verprügelt und ich muss es hier zumindest kommentieren. Es ist ein Zwang.

Um wen geht es? Um Elke Heidenreich.
Ich schwöre, in dem Moment, als sie anfing von dem Quatsch auf den Bestsellerlisten zu sprechen, wusste ich, dass ich darüber etwas schreiben würde. Dass sie aber dann nur auf Stephenie Meyer anspielte, hat mich erst innehalten lassen. Warum hätte sie nichts zu Simon Beckett sagen können – dann würde mein Tenor immerhin mal anders klingen. Sei’s drum.

Der genaue Wortlaut:

Und ich frage mich, warum auf den Bestsellerlisten im Moment so viel Schund ist, diese grottendämlichen Bücher von Stephenie mit irgendwelchem Wissen bis zum Morgengrauen oder so. Was soll das da? Solche Bücher haut Denis Scheck eigentlich mit Recht immer in die Tonne. Gefällt mir zwar nicht diese Handbewegung, mit der er sie wegschmeißt, aber er hat da doch immer den richtigen Griff für die falschen Bücher.

Zu hören und zu lesen im neuen Buchtipp der Woche. (der mir übrigens abgesehen vom Rest sehr gefiel und mich schon durch ihre Erzählungen zum heulen gebracht hat):

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7 Kommentare

  • Antworten Kirsten Mai 15, 2009 um 3:33 pm

    Ich habe bisher noch keinen S. Meyer Roman gelesen, aber auch ohne diese Romane gelesen zu haben, finde ich, ist es nicht die richtige Art, einen Roman im Fernsehen als grottendämlich zu bezeichnen. So etwas kann man denken. So etwas kann man unter Freunden sich erzählen. Aber als Moderatorin einer Literatursendung ist mir das einfach zu subjektiv. Kurzum, ich finde es grottendämlich so zu urteilen, denn die Geschmäcker sind nunmal verschieden und das sollte man auch akzeptieren. Außerdem heißt die Bestseller Liste nicht umsonst Bestseller Liste: Da sind die Bücher verzeichnet, die sich am besten verkaufen. Nicht jene, die am anspruchsvollsten sind.

    Gerade Elke Heidenreich, die, wenn ich mich nicht täusche, immer wieder dafür plädoyiert, dass die Jugend/Leute mehr lesen sollen, stellt sich damit ein Armutszeugnis aus. Sie urteilt von oben herab, und man bekommt – mal wieder – das Gefühl vermittelt, dass anspruchsvolle Literatur die bessere Literatur ist und die Trivialliteratur nichts taugt, aber gerade diese Literatur ist es, die die Menschen/Jugendlichen wieder zum Thema Buch hinlockt und sie dazu bewegt, mehr zu lesen. Ich bezweifel, dass man mit hochgeistiger Literatur einen Jugendlichen hinter dem Sofa hervorlocken kann. Ich für meinen Teil bin froh und dankbar, dass es diese S. Meyer Romane gibt, denn ob nun Schund oder nicht, Tatsache ist, dass sie viele Jugendliche – ähnlich wie die Potter Romane – dazu gebracht haben, mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen. Und daran kann ich nichts grottendämliches finden.

  • Antworten Fleur Mai 15, 2009 um 7:52 pm

    Naja, bei Elke Heidenreich hat es vermutlich schon gereicht, daß das Fantasy-Romane sind, damit sie sie als dämlich verurteilt. (Will heißen, bei diesem Genre nehme ich sie wirklich nicht ernst.)

  • Antworten Nina Mai 16, 2009 um 5:10 pm

    Meine anfängliche Begeisterung für die Bücher hat ja nun auch nicht bis zum Ende gehalten, aber grottendämlich? Über D. Scheck und seine harten Worte kann ich mich amüsieren und sie teilweise sogar nachvollziehen. Aber dieses Das-was-ich-für-gut-befinde-sollt-Ihr-kaufen finde ich kindisch und anmaßend. Auch wenn mich das vorgestellte Buch durchaus interessieren könnte.

  • Antworten sabine Mai 17, 2009 um 3:15 pm

    Ich finde es nicht besonders gelungen und eigentlich ist es eine frechheit,Bücher als gröttendämlich zu bezeichenen. Ich meine wie schon erwähnt es ist alles Geschmacksache und nicht jeder möchte sich ein Drama über irgendwelche Großeltern durchlesen. Genauso wie nicht jeder die Biss Reihe lesen möchte. Aber persönlich finde ich das ein Buch das auf einer Bestsellerliste steht, nicht grottendämlich sein kann. Wie schon gesagt werden sie viel gekauft und gelesen. Ich selbst war auch nicht so überzeugt davon, bis ich die Biss reihe selbst gelesen habe. Naja wenn man selbst keine Phantasie hat sollte man eben die Finger von solchen Büchern lassen und sich solche Komentare einfach sparen.

  • Antworten Claudia F. Mai 20, 2009 um 10:04 pm

    Das war ein wahres Wort, von meiner „Vorschreiberin“.
    Meine Tochter hat mich lange gedrängt, das erste Buch zu lesen,aber ich habe mich lange geweigert, dann doch nachgegeben und heute denke ich,…….die schönste Liebesgeschichte seit Romeo und Julia. Auf moderne schöne Weise erzählt, mit unglaublich viel Gefühl, tiefer Liebe erzählt. Doch ich kann mir schon vorstellen, dass diese Geschichte nur Menschen berührt, die zum einen selber eine solche tiefe Liebe kennengelernt haben ( was bei weitem nicht jedem passiert) oder aber mit viel Phantasie belohnt wurden. ( was heutzutage auch nicht gerade selbstverständlich ist….in dieser sehr nüchternen realen Welt.

  • Antworten Christiane Mai 28, 2009 um 8:57 am

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich dem ganzen Hype der Meyer Bücher absolut nichts abgewinnen kann. Das ist einfach nicht meins.
    „Grottendämlich“ ist sicher nicht eine angebrachte Kritik, sondern eher weit davon entfernt, überhaupt eine Kritik zu sein. Elke Heidenreich hätte sich sicher auch besser ausdrücken können. Wahrscheinlich kommt da der Frust durch, dass man sich den Blick auf die Bestsellerliste zur Zeit getrost schenken kann, weil man eh nur die „Biss-Bücher“ sieht. Für jemanden, der damit nichts anfangen kann, ist das echt frustrierend 😉

  • Antworten Olaf Wulf Juni 4, 2009 um 3:34 pm

    Grundsätzlich ist eine Bücherkritik immer subjektiv, dennoch kann ich aus einer etwas ausführlichen Kritik selbst wenn sie negativ sein sollte herauslesen, ob mich ein Buch interessiert. Eine Beschreibung wie grottendämlich ist in der Tat selbst grottendämlich, da es auf den Kritiker zurückfällt. Es wird die Chance vertan etwas Substantielles beizutragen. Mich interessiert das Thema der Bücher überhaupt nicht, aber ich habe bereits äußerst Kritisches über den schlechten Stil der Bücher und über die mangelhaft verpackte reaktionäre Weltannschauung der Stephanie Meyer gehört und ich denke, dass Elke Heidenreich, sollte sie diese Kritik teilen, dies auch so sagen sollte. Dadurch würde sie mit Sicherheit mehr erreichen, als mit einer unqualifizierten Aussage.

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