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Skims von Kim Kardashian: Modemarke zwischen Funktion, Körperbewusstsein und Popkultur

Skims Kleid aus transparenter Spitze in Schwarz mit Bustier-Oberteil

Ein transparentes Spitzenkleid von Skims verbindet Lingerie-Ästhetik mit klarer Silhouette.

Skims ist längst mehr als ein kurzlebiger Celebrity-Hype. Die Marke hat sich innerhalb weniger Jahre als feste Größe im internationalen Fashion- und Lingerie-Markt etabliert und prägt die Diskussion rund um Passform, Inklusivität und moderne Körperbilder nachhaltig. Ursprünglich als Shapewear-Label gestartet, umfasst das Sortiment heute Bodys, BHs, Kleider, Loungewear, Unterwäsche und funktionale Basics, die bewusst zwischen Mode und Alltag positioniert sind. Für Fashion-Insider:innen ist Skims deshalb besonders interessant, weil sich hier Produktdesign, Marketingstrategie und gesellschaftlicher Zeitgeist auffallend klar verdichten.

Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt in der konsequenten Reduktion auf klare Farben, weiche Materialien und schnörkellose Silhouetten. Skims verzichtet auf laute Logos oder kurzfristige Trendfarben und setzt stattdessen auf eine Palette neutraler Töne, die sich an realen Hautfarben orientieren. Dadurch funktionieren viele Teile sowohl als unsichtbare Basis unter Kleidung als auch als eigenständige Fashion-Pieces. Diese strategische Vielseitigkeit erklärt, warum Suchanfragen wie „skims body“, „skims bh“ oder „skims dress“ dauerhaft hohe Volumina erreichen und nicht nur saisonal performen.

Wem gehört Skims und von wem ist die Marke geprägt?

Skims wurde 2019 von Kim Kardashian gemeinsam mit dem Unternehmer Jens Grede und weiteren Mitgründern ins Leben gerufen. Kim Kardashian fungiert dabei nicht nur als prominentes Gesicht, sondern ist aktiv in Produktentwicklung, Markenästhetik und Kommunikation eingebunden. Diese enge Verzahnung von Persönlichkeit und Produkt unterscheidet Skims deutlich von klassischen Lizenzmarken.

Gleichzeitig ist Skims kein reines Celebrity-Merchandise. Hinter der Marke steht eine klar strukturierte Unternehmensstrategie mit professionellen Teams aus Design, Textilentwicklung, Marketing und Logistik. Das erklärt, warum Skims auch im direkten Vergleich mit etablierten Wäsche- und Activewear-Marken konkurrenzfähig bleibt. Die Marke wird regelmäßig mit Labels aus dem Premium- und Performance-Segment verglichen, obwohl sie preislich oft im mittleren Bereich angesiedelt ist.

„Skims ist eines der wenigen Beispiele, bei denen Prominenz nicht über Inhalt gestellt wird, sondern als Verstärker einer klaren Produktidee funktioniert.“
Sandra, Redaktion Fashion Insider

Kim Kardashian bei der Met Gala 2019 in New York. Von Cosmopolitan UK, CC BY 3.0, Quelle: Cosmopolitan UK
Lizenz: CC BY 3.0
Erstellungsdatum: 8. Mai 2019
Upload-Datum: 28. Januar 2024

Was ist Skims und warum trifft die Marke den Zeitgeist?

Skims bewegt sich bewusst zwischen Shapewear, Unterwäsche, Loungewear und Ready-to-Wear. Diese Hybrid-Positionierung spricht eine Zielgruppe an, die Funktionalität erwartet, aber nicht auf ästhetischen Anspruch verzichten möchte. Besonders auffällig ist, dass Skims Produkte selten als rein figurformend kommuniziert werden. Stattdessen steht Komfort im Vordergrund, ergänzt durch leichte Unterstützung und eine körpernahe Passform.

Ein weiteres Merkmal ist die konsequente Größeninklusion. Skims bietet viele Produkte von sehr kleinen bis zu sehr großen Größen an und inszeniert diese Vielfalt sichtbar in Kampagnen. Dadurch entsteht eine Markenwahrnehmung, die weniger normierend wirkt als klassische Shapewear-Kommunikation. Für viele Konsument:innen wird Skims dadurch zur Alternative zu herkömmlicher Unterwäsche, nicht nur zur Ergänzung für besondere Anlässe.

Auch kulturell ist Skims relevant. Die Marke greift Diskussionen rund um Selbstbestimmung, Körperakzeptanz und Wandel von Schönheitsidealen auf, ohne diese explizit zu theoretisieren. Stattdessen transportieren Materialien, Schnitte und Bildsprache diese Haltung subtil. Das macht Skims anschlussfähig für unterschiedliche Zielgruppen, von Modeprofis bis zu Kund:innen, die einfach gut sitzende Basics suchen.

Skims Body, BH und Dress: Produktkategorien im Detail

Die Produktkategorien zeigen deutlich, wo die Stärke der Marke liegt. Der Skims Body gilt für viele als Schlüsselprodukt. Er kombiniert weiche, elastische Stoffe mit klaren Schnitten und eignet sich sowohl als Unterwäsche als auch als Oberteil. Besonders beliebt sind Modelle mit mittlerer Unterstützung, die formend wirken, ohne einzuengen. Dadurch lassen sie sich im Alltag problemlos tragen und ersetzen klassische Tops.

Der Skims BH folgt einer ähnlichen Logik. Statt stark gepolsterter Cups dominieren nahtlose Designs, flexible Bügelalternativen und Materialien, die sich dem Körper anpassen. Still-BHs von Skims werden ebenfalls häufig gesucht, da sie Funktionalität und reduzierte Ästhetik verbinden. Für viele Kund:innen ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber medizinisch wirkenden Modellen.

Bei Skims Dresses zeigt sich, wie sehr die Marke Mode und Funktion verschmilzt. Die Kleider sind meist körpernah geschnitten, verzichten aber auf harte Shaping-Zonen. Sie betonen Silhouetten, ohne sie sichtbar zu formen. Dadurch eignen sie sich sowohl für Alltagslooks als auch für minimalistische Abend-Outfits. In Styling-Kreisen gelten sie als ideale Grundlage für Layering oder monochrome Looks.

Skims Dupe, Amazon und der Vergleich mit anderen Marken

Viele Konsument:innen haben die Absicht auch nach günstigeren Alternativen zu suchen. Tatsächlich existieren zahlreiche Produkte, die optisch oder funktional an Skims erinnern. Dennoch bleibt die Passform oft der entscheidende Unterschied. Während Dupes ähnliche Materialien versprechen, erreichen sie selten die gleiche Balance aus Elastizität, Halt und Tragekomfort.

Im direkten Vergleich mit etablierten Marken aus dem Sport– oder Outdoor-Bereich wird Skims häufig wegen seiner Materialqualität hervorgehoben. Während Labels wie The North Face für technische Performance stehen, positioniert sich Skims klar im Bereich körpernaher Alltagsmode. Diese klare Abgrenzung verhindert eine direkte Konkurrenz, obwohl sich Zielgruppen teilweise überschneiden. Skims profitiert davon, dass die Marke nicht versucht, alles abzudecken, sondern ihre Nische konsequent ausbaut.

„Der Erfolg von Skims liegt weniger im Preis als in der Verlässlichkeit der Passform. Das schafft Vertrauen – und das ist im Wäschebereich entscheidend.“
Sandra, Redaktion Fashion Insider

Nike x Skims – strategische Allianz statt reiner Kooperation

Die Kooperation zwischen Nike und Skims ist weniger als modischer Schulterschluss zu verstehen, sondern als strategische Antwort auf einen sich verändernden Markt. Nike x Skims ist nicht als kurzfristige Capsule Collection konzipiert, sondern als langfristig angelegte Partnerschaft, die gezielt den weiblichen Performance- und Lifestyle-Bereich adressiert. Im Zentrum steht dabei eine Produktphilosophie, die sportliche Funktion nicht isoliert betrachtet, sondern mit Alltagstauglichkeit, Körpernähe und ästhetischer Zurückhaltung verbindet. Skims bringt seine Erfahrung in Passformentwicklung und inklusiver Größenlogik ein, insbesondere im Umgang mit unterschiedlichen Körperformen jenseits klassischer Athletinnen-Normen. Nike wiederum ergänzt diese Perspektive durch technisches Know-how, Materialforschung und eine globale Infrastruktur, die Skalierung überhaupt erst möglich macht. Auffällig ist der inhaltliche Fokus der Partnerschaft: Performance wird nicht über maximale Kompression oder visuelle Dynamik definiert, sondern über Bewegungsfreiheit und Tragekomfort. Damit verschiebt Nike x Skims die Erzählung rund um Women’s Activewear und positioniert sich klar gegen ein Leistungsverständnis, das lange Zeit von männlich geprägten Sportidealen dominiert war. Die Kooperation fungiert so auch als Signal an den Markt, dass weibliche Konsument:innen nicht länger als Nischensegment, sondern als treibende Innovationskraft verstanden werden.

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Marktposition, Wachstum und kulturelle Relevanz von Skims

Skims wird regelmäßig als eines der am schnellsten wachsenden Fashion-Unternehmen der letzten Jahre bezeichnet. Das liegt nicht nur an prominenten Kampagnen, sondern an einer klaren Sortimentsstrategie. Neue Produkte ergänzen bestehende Linien, statt sie zu ersetzen. Dadurch entsteht ein modulares System, das Wiederkäufe begünstigt und die Markenbindung stärkt.

Auch kulturell bleibt Skims präsent. Kooperationen, limitierte Drops und aufmerksamkeitsstarke Kampagnen sorgen für mediale Sichtbarkeit, ohne den Kern der Marke zu verwässern. Für Fashion-Insider:innen ist besonders spannend, wie Skims klassische Modezyklen umgeht und stattdessen auf kontinuierliche Weiterentwicklung setzt. Das unterscheidet die Marke von trendgetriebenen Fast-Fashion-Konzepten ebenso wie von rein luxuriösen Labels.

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Skims in Deutschland und Europa: selektive Präsenz mit strategischem Fokus

Auch im stationären Handel setzt Skims auf eine bewusst begrenzte, kuratierte Präsenz. In Deutschland ist die Marke ausschließlich bei ausgewählten Premiumhäusern erhältlich, darunter das KaDeWe in Berlin sowie Breuninger mit Standorten in Stuttgart und München. Diese selektive Distribution unterstreicht den Anspruch der Marke, sich klar im gehobenen Segment zu positionieren, ohne auf flächendeckende Verfügbarkeit zu setzen. Parallel dazu treibt Skims seine europäische Expansion über renommierte Kaufhäuser voran, etwa über Selfridges in Großbritannien, Galeries Lafayette in Frankreich sowie La Rinascente in Italien. Trotz dieser Partnerschaften bleibt der eigene Onlineshop der zentrale Vertriebskanal, über den Sortiment, Verfügbarkeit und Markeninszenierung vollständig kontrolliert werden.

Überblick: Skims im Vergleich zu klassischen Kategorien

Kategorie Klassische Wäschemarken Skims
Passform Standardisiert Körpernah und adaptiv
Farbpalette Modetrends Hauttöne und Neutrals
Funktion Form oder Optik Form und Komfort
Zielgruppe Segmentiert Inklusiv und breit
Styling Unterwäsche Under- und Outerwear

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Häufig gestellte Fragen zu Skims

Wem gehört die Marke Skims?
Skims ist ein privates Unternehmen der Gründer:innen rund um Kim Kardashian sowie Jens und Emma Grede. Kim Kardashian prägt die Marke inhaltlich und visuell,
während Jens Grede das Unternehmen operativ führt. Exakte Beteiligungsquoten sind nicht öffentlich einheitlich ausgewiesen, weil Skims nicht börsennotiert ist.
Ist Skims nur Shapewear?
Nein. Skims startete zwar als Shapewear-Label, umfasst heute aber auch Unterwäsche, Bodys, BHs, Kleider, Loungewear und funktionale Basics.
Der Kern bleibt „glatte Silhouette + Komfort“ – nur in deutlich mehr Kategorien.
Gibt es gute Skims Dupes?
Es gibt optisch ähnliche Produkte, vor allem im Online-Handel. Aber: Bei Passform, Materialgefühl und Halt erreicht nicht jedes Dupe das Niveau,
das viele bei Skims erwarten. Wenn Ihr Dupes testet, achtet besonders auf Nähte, Bund, Transparenz und ob sich das Material nach ein paar Stunden ausleiert.
Warum ist Skims so beliebt?
Die Mischung aus Komfort, reduzierter Ästhetik, inklusiver Größenlogik und starker Markenkommunikation trifft den Zeitgeist.
Dazu kommt: Viele Pieces sind so geschnitten, dass sie Kleidung „ruhiger“ fallen lassen – und genau dieses Ergebnis ist für viele der Kaufgrund.
Der eigentliche Erfolg von Skims liegt nicht im Produkt, sondern im Perspektivwechsel. Wenn Kleidung nicht mehr formen soll, sondern begleiten darf, verändert sich auch der Blick auf Körper, Komfort und Alltag. Skims hat diesen Wandel früh verstanden – und prägt ihn bis heute sichtbar mit.

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