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Fashion und Profifußball

Mode und Fußball sind seit Jahren unzertrennliche Themen. Spieler sind auf ihren Social Media Kanälen längst zu Influencern und Vorbildern geworden. Der Name David Beckham beispielsweise dürfte in der Fashionwelt mittlerweile eine ähnliche Bedeutung haben, wie in der des Fußballs. Er gilt als einer der stylischsten Männer der Welt und war einer der ersten Fußballpersönlichkeiten, die neue Trends setzten. Doch neben Fußballern wie Jérôme Boateng und Héctor Bellerín, sind auch Vereine immer mehr zu einem einflussreichen Fashionelement geworden. Was in der Mode- und Fußballwelt passiert lesen Sie hier.

PSG als Modemarke

Paris Saint-Germain gehört zu den traditionsreichsten Vereinen Frankreichs. Doch spätestens seit dem Einstieg von Nasser Al-Khelaifi 2011 und den damit verbundenen finanziellen Ressourcen, begann eine ganz neue Entwicklung. Der Investor und heutige Präsident Al-Khelaifi erlöste den Pariser Club von den Schulden und stelle Beträge in Millionenhöhe für Transfers zur Verfügung. Es wurden Superstars wie Ibrahimovic, Thiago Silva oder Neymar verpflichtet, um den sportlichen Erfolg wieder anzukurbeln.

Ein Vorhaben das in den nächsten Jahren durchaus Erfolg hatte. Seit der Übernahme holte der Verein aus der Hauptstadt sieben von acht möglichen Meistertiteln. Experten sehen im Pariser Club auch diese Saison den glasklaren Favoriten. Zu den Meisterschaften gesellten sich elf weitere Titel. Sie gewannen fünfmal den französischen Pokal und sechsmal den Ligapokal. Eine Statistik die sich sehen lassen kann.

Zudem entwickelte sich PSG neben dem Fußballplatz immer mehr zu einer wertvollen Marke, die auch die Modewelt erobert hat. Als Verein einer der wichtigsten Modestädte der Welt, eine nachvollziehbare Expansion. Den Durchbruch im Fashionbereich erlangte der Verein durch Kooperationen mit Hugo Boss oder Levi’s. Letztendlich war es aber die Zusammenarbeit mit Nikes Marke Jordan, die PSG endgültig in den modischen Fokus der Welt rückte.

Jordan selbst ist längst mehr als ein Sportlabel und zählt zu den größten Lifestyleausstattern der Welt. Ein bis dato nicht erschlossenes Feld war der Fußball. Superstars und Poster-Boys wie Neymar und Kylian Mbappé entsprachen voll und ganz der Zielgruppe der Marke. Die Crème de la Crème der Prominenz trug auf einmal die Pariser Trikots. Einflussreiche Stars wie Kendall Jenner, Gigi Hadid, Drake oder Rihanna wurden in entsprechenden Jerseys gesichtet. Auch in der modeaffinen NBA-Welt wird mehr und mehr Fußballkleidung getragen.

Es wird deutlich, dass Sportkleidung im Modebereich an Bedeutung gewinnt, aber auch die Spieler werden häufig zu Fashion-Influencern und Markenbotschaftern. Das persönliche Branding ist hinter dem Sport für viele von ihnen das wichtigste.

Als Markenbotschafter oder auf dem Laufsteg

Ein Name der in diesem Bezug nicht fehlen darf ist Héctor Bellerín. In Barcelona geboren, zog es den 25-jährigen Spanier in seiner Jugend nach London zum FC Arsenal. Nicht zuletzt die kosmopolitische Umgebung der Metropole hat ihn zu der Stilikone gemacht, die er mittlerweile ist. Nicht nur dass sein Instagram-Profil leicht mit dem eines Modebloggers zu verwechseln wäre, auch sonst dreht sich seine Welt größtenteils um Mode.

Oft sieht man ihn in der ersten Reihe der Fashion Weeks in Europa, 2019 lief er sogar selbst für ein Modelabel. Virgil Abloh holte ihn für seine Louis Vuitton Sommerkollektion auf den Laufsteg in Paris, wo er ein knallpinkes Outfit präsentierte.

Auch wenn nicht viele Fußballer bei einer Fashionshow auf dem Laufsteg zu sehen sind, sind zahlreiche Kicker Markenbotschafter für namhaften Labels.

Der Brasilianer Neymar gehört fußballerisch zu den besten Spielern der Welt. Seine Bekanntheit macht ihn zu einem beliebten Partner für verschiedene Marken. Im Modebereich wirbt er für die italienische Marke Replay, mit der er schon eigene Kollektionen herausgebracht hat.

Auch unter den deutschen Fußballern finden sich ähnliche Beispiele. So sind Verteidiger Mats Hummels von Borussia Dortmund und Toni Kroos von Real Madrid Botschafter für Hugo Boss. Das deutsche Label wirbt generell viel mit Athleten, vor allem in der Formel-E und im Golf bekleiden sie einige der wichtigsten Persönlichkeiten.

Selbst ganze Teams werden von der Metzinger Modemarke ausgestattet, darunter große Namen im europäischen Fußball:

  • FC Bayern München
  • Paris Saint-Germain
  • Real Madrid
  • Tottenham Hotspur
  • Inter Mailand

Das Portfolio im Sportbereich ist dementsprechend bedeutend und verdeutlicht die Präsenz bekannter Modehäuser im Fußball.

Modelabels der Spieler

Die Verbindung zwischen Fußball und Fashion ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass einige Stars ihr eigenes Modelabel besitzen, oder mit Größen im Modebusiness zusammenarbeiten.

Cristiano Ronaldo ist wohl der populärste Spieler des Planeten. Er hat die meisten Follower bei Instagram und verdient durch Sponsorenverträge in der Fußballwelt die höchsten Summen. Da überrascht es nicht, dass der Vorzeigeathlet seine eigene Marke CR7 besitzt. Hosen, Jacken, Pullover und Unterwäsche gehören zum Sortiment des Labels, aber auch eigene Düfte brachte er auf den Markt.

Während der Superstar eine der umfangreichsten Marken unter den Fußballern hat, spezialisieren sich andere auf verschieden Unterkategorien der Mode. Jerome Boateng gehört beispielsweise die Brillenmarke JB, die er in Partnerschaft mit Edel-Optics verkauft. Ob Sonnen- oder Lesebrille, für Frauen und Männer gibt es einiges im Angebot. Benannt sind die Sehhilfen übrigens nach Familienangehörigen und engen Freunden des Bayernstars.

Auch David Beckham, der „Sexiest Man Alive“ von 2015 natürlich kann mithalten. Er ist zwar nicht Inhaber eines eigenen Labels, wie seine Frau Victoria Beckham, hatte allerdings mit H&M einen prominenten Partner. Seine eigene Kollektion von Herren-Essentials brachte der Brite jahrelang mit dem schwedischen Modehaus auf den Markt. Die Kooperation wurde in der Zwischenzeit einvernehmlich beendet. So wollte H&M eine jüngere Zielgruppe ansprechen und arbeitet künftig mit dem Musiker The Weeknd zusammen.

Die Fashionwelt und der dazugehörige Lifestyle sind folglich seit Jahren eng mit Fußball verknüpft. Eigene Labels oder die Tätigkeit als Markenbotschafter werden immer bedeutender. Es geht um das eigene Branding der Sportler – in der Zeit von Instagram und Facebook unabdingbar. Stars wie Neymar, Ronaldo oder Boateng sind weit mehr als Fußballprofis. Sie sind Influencer, Trendsetter und sorgen bei den Modelabels für Umsatz. Besonders für jüngere Spieler ist die Außendarstellung mit Mode zu einer Selbstverständlichkeit geworden und zu einem Hobby. Die Tage in denen Fashion im Profisport keine Rolle spielte oder gar belächelt wurde sind Geschichte. Heutzutage geht die Branchen Hand in Hand.

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